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Pension netto: Abzüge von der Beamtenversorgung

Einkommensteuer + Soli + Kranken-/Pflegeversicherung | Tarif und Freibeträge 2026

Die Beamtenpension ist, anders als die gesetzliche Rente, in voller Höhe steuerpflichtig; abgezogen werden nur der Versorgungsfreibetrag (je nach Jahr des Ruhestandsbeginns, 2026er Kohorte: 12,8 %, max. 960 € plus 288 € Zuschlag) und kleine Pauschbeträge. Dazu kommt die Kranken- und Pflegeversicherung, als Pensionär meist privat mit Beihilfe oder freiwillig gesetzlich zum vollen Beitragssatz. Der Rechner zeigt, was monatlich übrig bleibt.

€

Bestimmt den Versorgungsfreibetrag

Versorgungsfreibetrag + Zuschlag (Kohorte 2026)1.248,00 € / Jahr
Zu versteuerndes Einkommen (nach Pauschbeträgen + Vorsorge)31.752,00 €
Steuern/Monat (ESt 4.716,00 € p.a.)−393,00 €
KV (612,50 €) + PV (126,00 €)−738,50 €
Netto-Pension / Monat2.368,50 €

Jahressteuer-Näherung (Einzelveranlagung, keine weiteren Einkünfte, Basisbeiträge voll als Vorsorgeaufwand angesetzt); der Lohnsteuerabzug der Versorgungsstelle kann monatlich leicht abweichen. Bei PKV ist steuerlich nur der Basistarif-Anteil der Prämie abziehbar, hier vereinfachend voll angesetzt.

🔭 Was ändert sich 2027? (Stand 13. September 2026)

  • Einkommensteuertarif 2027 lt. Regierungsentwurf Einkommensteuerreformgesetz 2027 (Kabinett 02.09.2026, Bundestag/Bundesrat stehen aus): Grundfreibetrag 12.564 € (2026: 12.348 €), 42 % ab 70.601 €, 45 % bereits ab 250.000 € und neuer Spitzensatz 47 % ab 280.000 € zu versteuerndem Einkommen; 2028: Grundfreibetrag 12.900 €.
  • Versorgungsfreibetrag (§ 19 Abs. 2 EStG) bei Versorgungsbeginn 2027: 12,4 % der Bezüge, höchstens 930 €, plus Zuschlag 279 € (2026: 12,8 %/960 €/288 €) – der Prozentsatz sinkt seit dem Wachstumschancengesetz nur noch um 0,4 Punkte je Jahr.
  • Bund: Die Übertragung des TVöD-Abschlusses (+3,0 % zum 01.04.2025, +2,8 % zum 01.05.2026) auf Besoldung und Versorgung wird als Abschlag gezahlt; das Besoldungsanpassungsgesetz steht aus. Die nächste Anpassung folgt der TVöD-Tarifrunde 2027 (Verhandlungen ab 09.04.2027).

Quellen: § 19 Abs. 2 EStG · BMF – Entwurf Einkommensteuerreformgesetz 2027 (Bearbeitungsstand 18.08.2026, Kabinett 02.09.2026) · VKA – Tarifeinigung TVöD vom 06.04.2025 (Laufzeit bis 31.03.2027). Entwürfe sind als solche gekennzeichnet und können sich im Gesetzgebungsverfahren noch ändern.

Wie hoch ist die Brutto-Pension überhaupt?

Das Ruhegehalt beträgt 1,79375 % der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge je Jahr ruhegehaltfähiger Dienstzeit, höchstens 71,75 % (§ 14 BeamtVG); den Höchstsatz erreicht man also nach 40 Dienstjahren. Bei vorzeitigem Ruhestand mindert sich das Ruhegehalt um 3,6 % pro Jahr des früheren Beginns (Versorgungsabschlag). Maßgeblich sind die Bezüge der letzten Besoldungsgruppe, die Werte liefern die Besoldungsrechner.

Pension vs. Rente: die drei großen Unterschiede

Beispielrechnung 2026

Brutto-Pension 3.500 €, Ruhestandsbeginn 2026, freiwillig gesetzlich versichert (Zusatzbeitrag 2,9 %, ohne Kinderlosenzuschlag), keine Kirchensteuer: Versorgungsfreibetrag 960 € + 288 € Zuschlag, zu versteuern bleiben 31.500 € (nach Abzug der KV/PV-Beiträge von 759,50 €/Monat als Vorsorgeaufwand). Einkommensteuer: 4.643 € im Jahr (387 €/Monat), Soli: 0 €. Netto: rund 2.354 € im Monat.

❓ Häufig gestellte Fragen

Wird die Beamtenpension voll versteuert?
Ja, Versorgungsbezüge sind voll steuerpflichtige Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit. Abgezogen werden der Versorgungsfreibetrag samt Zuschlag (abhängig vom Jahr des Ruhestandsbeginns, § 19 Abs. 2 EStG) sowie 102 € Werbungskosten-Pauschbetrag; der Freibetrag schmilzt für neue Jahrgänge bis 2058 auf null ab.
Wie hoch ist der Versorgungsfreibetrag 2026?
Für Pensionäre mit Ruhestandsbeginn 2026: 12,8 % der Versorgungsbezüge, höchstens 960 € im Jahr, plus 288 € Zuschlag. Wer früher in den Ruhestand ging, behält die höheren Werte seiner Kohorte dauerhaft (z.B. Beginn 2020: 16 %, max. 1.200 € + 360 €).
Was zahlen Pensionäre für die Krankenversicherung?
Die meisten sind privat versichert: Im Ruhestand steigt der Beihilfesatz in der Regel auf 70 %, die PKV-Restkostenprämie sinkt entsprechend. Freiwillig gesetzlich Versicherte zahlen dagegen den vollen Beitragssatz (14,6 % plus Zusatzbeitrag plus Pflegeversicherung) auf die Pension bis zur Beitragsbemessungsgrenze, ohne Arbeitgeber- oder Kassenzuschuss.
Wie viel Pension bekommt man maximal?
Höchstens 71,75 % der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge (§ 14 BeamtVG), erreicht nach 40 Dienstjahren mit 1,79375 % pro Jahr. Bei vorzeitigem Ruhestand gilt ein Abschlag von 3,6 % pro Jahr, maximal je nach Fallgruppe begrenzt.
Fällt auf die Pension Solidaritätszuschlag an?
Nur bei hohen Pensionen: Der Soli wird 2026 erst erhoben, wenn die Einkommensteuer 20.350 € (Einzelveranlagung) übersteigt, das entspricht Pensionen weit jenseits üblicher Versorgungsbezüge. Für die große Mehrheit der Pensionäre beträgt er 0 €.
Gibt es eine Beamtenpensionen-Tabelle (brutto/netto)?
Eine amtliche Netto-Tabelle existiert nicht, denn die Pension hängt von drei individuellen Größen ab: den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen (letzte Besoldungsgruppe und -stufe), dem Ruhegehaltssatz (1,79375 % je Dienstjahr, maximal 71,75 % nach 40 Jahren, § 14 BeamtVG) und den Abzügen (Lohnsteuer nach Versorgungsfreibetrag, PKV-Beitrag – keine Sozialversicherung). Brutto-Tabellen lassen sich daher aus den Besoldungstabellen ableiten: Ein Beamter A 13 Endstufe mit 40 Dienstjahren erhält z. B. 71,75 % seines letzten Grundgehalts. Das persönliche Netto daraus liefert der Rechner oben – er ersetzt die Tabelle, weil er Steuer und Freibeträge jahrgangsgenau berücksichtigt.

Quellen: § 14 BeamtVG; § 19 Abs. 2, § 32a EStG (Tarif 2026, Grundfreibetrag 12.348 €); § 3 SolzG; § 55 SGB XI; SV-Rechengrößen 2026, jeweils gesetze-im-internet.de. Jahressteuer-Näherung ohne weitere Einkünfte. Stand: Juli 2026. Keine Steuerberatung.