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Grundierung-Rechner 2026

Tiefengrund-Verbrauch pro m² berechnen

Zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2026

Grundlage: Mengenformel benötigte Grundierung [l] = (Fläche ÷ Reichweite) × Anstriche × (1 + Reserve); bei Konzentrat-Tiefengrund Konzentrat = streichfertige Menge ÷ (1 + Verdünnungsteil). Reichweite nach Saugfähigkeit gemäß Hersteller-Merkblättern (SAKRET, Baumit, toom).

Richtwerte: stark saugend ≈ 4 m²/l (≈ 250 ml/m²), normal saugend ≈ 9 m²/l (≈ 110 ml/m²), schwach saugend / verdünnt ≈ 15 m²/l (≈ 65 ml/m²). Reserve voreingestellt 5 %, frei anpassbar.

Nicht berücksichtigt: sehr stark sandende oder mehrfach zu grundierende Untergründe können deutlich mehr Material brauchen; Wandfarbe, Spachtel und Putz werden separat gerechnet. Maßgeblich ist die Verbrauchsangabe auf dem Gebinde. Richtwerte, keine Verarbeitungsberatung, Angaben ohne Gewähr.

Open-Source-Projekt

Dieser Rechner ist Open Source. Hilf mit, ihn aktuell und korrekt zu halten.

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Untergrund / Saugfähigkeit
Fläche bestimmen

Benötigte Grundierung

4,84Liter

für 41,5 m² · 1 Anstrich(e)

Gebinde à 5 l1 Stk
Verbrauch je m²116,67 ml/m²

🧮 So wird gerechnet

Fläche = (5 + 4) × 2 × 2,5 − 1 × 1,8 − 1 × 1,7 = 41,5

Streichfertige Menge = (41,5 ÷ 9) × 1 × (1 + 5 %) = 4,84 l

Konzentrat = 4,84 ÷ (1 + 0) = 4,84 l → aufgerundet 1 × 5 l

Hinweis: Der Verbrauch von Grundierung und Tiefengrund sind Erfahrungs- bzw. Richtwerte und hängen stark von Untergrund, Saugfähigkeit, Werkzeug und Verarbeitung ab. Stark saugende, sandende oder unbehandelte Flächen brauchen deutlich mehr Material und oft einen zweiten Auftrag. Maßgeblich ist die Verbrauchsangabe des Herstellers auf dem Gebinde. Planen Sie immer eine Reserve ein. Alle Angaben ohne Gewähr – keine Bau- oder Verarbeitungsberatung.

Grundierung und Tiefengrund-Verbrauch berechnen

Mit dem Grundierung-Rechner ermitteln Sie, wie viel Tiefengrund bzw. Grundierung Sie für Ihre Fläche brauchen – als Liter und als Anzahl der zu kaufenden Gebinde. Eine gute Grundierung verfestigt sandende Untergründe, reduziert und vereinheitlicht die Saugfähigkeit und sorgt dafür, dass die spätere Wandfarbe, der Putz oder der Fliesenkleber gleichmäßig haften. Anders als beim Farbverbrauch zählt hier nicht die Deckkraft, sondern die Saugfähigkeit des Untergrunds und die Verdünnung.

Die Formel

Der Rechner nutzt eine einfache Mengenformel:

  • Streichfertige Menge (l) = (Fläche in m² ÷ Reichweite in m²/l) × Anstriche × (1 + Reserve)
  • Benötigtes Konzentrat (l) = streichfertige Menge ÷ (1 + Verdünnungsteil)

Die Reichweite in Quadratmeter pro Liter ist der entscheidende Hebel. Sie lässt sich umrechnen in den anschaulicheren Verbrauch in Milliliter pro Quadratmeter: 10 m²/l entsprechen 100 ml/m², 4 m²/l rund 250 ml/m². Bei einem Konzentrat-Tiefengrund, der etwa im Verhältnis 1:3 mit Wasser verdünnt wird, ergibt ein Teil Konzentrat vier Teile streichfertige Grundierung – Sie brauchen also nur ein Viertel der Liter an Konzentrat.

Wie sauer ist mein Untergrund?

Die Saugfähigkeit erkennen Sie mit einem einfachen Test: Tropfen Sie Wasser auf die Wand. Zieht es sofort und vollständig ein, ist der Untergrund stark saugend (typisch für Gipsputz, Gipskarton, Porenbeton, alte Kalkputze) – hier sinkt die Reichweite auf rund 3 bis 5 m²/l. Perlt das Wasser ab oder bleibt lange stehen, ist die Fläche schwach saugend (dichter Beton, Altanstriche). Normal saugende Untergründe wie Zement- und Kalkzementputz oder Beton liegen mit etwa 8 bis 10 m²/l dazwischen. Im Zweifel rechnen Sie mit der niedrigeren Reichweite – zu wenig Grundierung ist ärgerlicher als ein Rest im Eimer.

Gebrauchsfertig oder Konzentrat?

Tiefengrund gibt es gebrauchsfertig und als Konzentrat. Gebrauchsfertige Produkte werden unverdünnt aufgetragen – die Liter, die der Rechner ausgibt, sind dann direkt die Kaufmenge. Konzentrate werden je nach Untergrund mit Wasser gestreckt, häufig 1:1 oder 1:3. Wählen Sie im Rechner die passende Verdünnung, rechnet er von der streichfertigen Menge auf das tatsächlich benötigte Konzentrat zurück. So kaufen Sie weder zu viel noch zu wenig.

Reserve und Gebinde

Planen Sie immer einen Verschnitt-Aufschlag von etwa 5 bis 10 % ein – für unebene Stellen, Reste in Rolle und Pinsel sowie Ausbesserungen. Anschließend rundet der Rechner auf die gewählte Gebindegröße (1, 5 oder 10 Liter) auf, denn Grundierung kauft man nur in ganzen Gebinden. Ein kleiner Rest schadet nicht: Angebrochene Gebinde halten verschlossen einige Monate und sind ideal für spätere Reparaturstellen.

🪣 Richtwerte: Verbrauch nach Untergrund

Richtwerte für einen Anstrich gebrauchsfertigen Tiefengrund. Der tatsächliche Verbrauch hängt von Saugfähigkeit, Oberfläche und Werkzeug ab – maßgeblich ist die Herstellerangabe.

Untergrund Reichweite ≈ ml/m² l für 40 m²
🧱 Gipsputz / Gipskarton (stark saugend)3–5 m²/l200–300ca. 8–13 l
🧊 Porenbeton / Ytong (stark saugend)3–5 m²/l200–300ca. 8–13 l
🏠 Kalkzementputz (normal saugend)8–10 m²/l100–125ca. 4–5 l
🪨 Beton (normal saugend)8–10 m²/l100–125ca. 4–5 l
🟫 Estrich vor Bodenbelag6–10 m²/l100–165ca. 4–7 l
💧 dichter Untergrund / 1:3 verdünnt12–18 m²/l55–85ca. 2–3 l

Quellen: SAKRET, Baumit und toom – technische Merkblätter / Produktdatenblätter Tiefengrund (Stand 2026).

📊 Beispielrechnungen

So wirken sich Saugfähigkeit und Verdünnung aus (jeweils 1 Anstrich, 5 % Reserve):

Beispiel 1: Wohnzimmer, normal saugender Putz

Raum:
5 × 4 m, Höhe 2,5 m, 1 Tür, 1 Fenster
Wandfläche:
(5 + 4) × 2 × 2,5 − 3,5 = 41,5 m²
Reichweite:
9 m²/l (gebrauchsfertig)
Menge:
41,5 ÷ 9 × 1,05 = 4,84 l
Kauf:
1 × 5-l-Gebinde

Beispiel 2: Gipsputz, stark saugend

Fläche:
30 m² (direkt)
Reichweite:
4 m²/l (gebrauchsfertig)
Menge:
30 ÷ 4 × 1,05 = 7,88 l
Kauf:
2 × 5-l-Gebinde

Beispiel 3: Konzentrat 1:3, dichter Untergrund

Fläche:
40 m² (direkt)
Reichweite:
15 m²/l (1:3 verdünnt)
Streichfertig:
40 ÷ 15 × 1,05 = 2,8 l
Konzentrat:
2,8 ÷ (1 + 3) = 0,7 l
Kauf:
1 × 1-l-Gebinde
💡 Tipp: Beispiel 1 und 2 zeigen, wie stark der Untergrund zählt: Dieselbe Tür-Wandfläche braucht bei stark saugendem Gips mehr als das Doppelte an Tiefengrund wie bei normalem Putz. Beispiel 3 macht deutlich, dass ein Konzentrat im Einkauf am sparsamsten ist.

⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle

Fehler 1: Saugfähigkeit unterschätzen

Frischer Gipsputz oder Porenbeton saugt Tiefengrund regelrecht weg. Wer mit den Werten für normalen Putz rechnet, hat schnell zu wenig im Eimer. Machen Sie vorher den Wassertest und wählen Sie im Zweifel die niedrigere Reichweite.

Fehler 2: Konzentrat wie gebrauchsfertig kaufen

Bei einem Konzentrat brauchen Sie nur einen Bruchteil der streichfertigen Menge. Wer das Verdünnungsverhältnis ignoriert, kauft bei 1:3 viermal zu viel. Stellen Sie die Verdünnung im Rechner korrekt ein.

Fehler 3: Reserve und Abzüge vergessen

Ohne Verschnitt-Aufschlag reicht die Menge bei Ausbesserungen oft nicht. Umgekehrt sollten Sie Türen und Fenster von der Wandfläche abziehen, sonst kaufen Sie unnötig viel. Der Rechner erledigt beides für Sie.

Sonderfall: Sandende oder mehlende Flächen

Lösen sich beim Drüberwischen Partikel, ist die Fläche sehr saugfähig und braucht teils einen zweiten Auftrag oder einen speziellen Grundierungstyp. Erhöhen Sie dann die Anstriche auf 2 und planen Sie zusätzlich Reserve ein.

Sonderfall: Falsche Grundierung für den Zweck

Tiefengrund ist nicht gleich Haftgrund oder Sperrgrund. Für nicht saugende, glatte Untergründe (Fliesen, Lack) braucht es einen Haftvermittler, gegen Flecken einen Isoliergrund. Die Verbrauchswerte hier gelten für klassischen, lösemittelfreien Tiefengrund.

❓ Häufig gestellte Fragen zur Grundierung

Wie viel Tiefengrund brauche ich pro m²?

Als Richtwert gehen bei normal saugendem Untergrund rund 100 ml/m² drauf, das entspricht etwa 10 m²/l. Stark saugende Flächen wie Gipsputz oder Porenbeton brauchen mit 200 bis 300 ml/m² deutlich mehr, dichte oder verdünnt grundierte Flächen mit 55 bis 85 ml/m² weniger. Maßgeblich bleibt die Angabe des Herstellers auf dem Gebinde.

Wie berechne ich den Grundierungs-Verbrauch?

Teilen Sie die Fläche durch die Reichweite und multiplizieren Sie mit der Zahl der Anstriche und einem Reserve-Aufschlag: Liter = (Fläche ÷ Reichweite) × Anstriche × (1 + Reserve). Für 41,5 m² bei 9 m²/l und 5 % Reserve sind das 41,5 ÷ 9 × 1,05 ≈ 4,8 Liter gebrauchsfertige Grundierung.

Wie verdünne ich Tiefengrund-Konzentrat richtig?

Konzentrate werden je nach Untergrund mit Wasser gestreckt – häufig 1:1 oder 1:3. Bei 1:3 ergibt 1 Teil Konzentrat 4 Teile streichfertige Grundierung. Für die Kaufmenge gilt also: Konzentrat = streichfertige Menge ÷ (1 + Verdünnungsteil). Brauchen Sie 2,8 Liter streichfertig, sind das bei 1:3 nur 0,7 Liter Konzentrat. Beachten Sie immer das auf dem Gebinde angegebene Verhältnis.

Wie erkenne ich, wie stark mein Untergrund saugt?

Tropfen Sie Wasser auf die Fläche. Zieht es sofort ein, ist der Untergrund stark saugend (Gips, Porenbeton, alte Kalkputze) – rechnen Sie mit 3 bis 5 m²/l. Perlt das Wasser ab oder steht lange, ist er schwach saugend (dichter Beton, Altanstriche). Normaler Zement- oder Kalkzementputz liegt mit 8 bis 10 m²/l dazwischen.

Muss ich vor dem Streichen oder Verputzen immer grundieren?

Nicht immer, aber sehr oft. Grundieren lohnt sich bei stark oder ungleichmäßig saugenden, sandenden oder mehlenden Untergründen, vor Putz, Spachtel, Fliesenkleber und Estrich-Belägen. Auf intakten, normal saugenden Altanstrichen kann man oft direkt streichen. Im Zweifel hilft der Wassertest und ein Blick ins Merkblatt der nachfolgenden Beschichtung.

Wie lange muss Tiefengrund trocknen?

Üblich sind je nach Produkt, Saugfähigkeit und Raumklima rund 4 bis 12 Stunden, häufig wird über Nacht trocknen lassen. Erst wenn die Grundierung vollständig durchgetrocknet und der Untergrund nicht mehr klebrig ist, sollten Sie weiterarbeiten. Die genaue Wartezeit steht im technischen Merkblatt des Herstellers.