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Heizlast-Rechner 2026

Heizleistung in kW überschlägig schätzen

Zuletzt aktualisiert am 5. Juni 2026

Grundlage: vereinfachte Flächen-Methode – Heizlast (kW) = Wohnfläche (m²) × spezifische Heizlast (W/m²) ÷ 1.000. Richtwerte nach Bosch- und Viessmann-Heizungsratgeber. Bezugsnorm der verbindlichen Berechnung: DIN EN 12831.

Voreinstellungen: saniert ≈ 70 W/m²; optionaler Warmwasser-Aufschlag 0,2 kW/Person; optionaler Sperrzeit-Aufschlag +15 %.

Nicht berücksichtigt: Raumgeometrie, Fenster- und Wandflächen, Lüftung, Wärmebrücken und Lage. Die Flächen-Methode liefert nur einen groben Orientierungswert. Keine Energieberatung, Angaben ohne Gewähr.

Open-Source-Projekt

Dieser Rechner ist Open Source. Hilf mit, ihn aktuell und korrekt zu halten.

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⚠️ Nur überschlägiger Orientierungswert. Die vereinfachte Flächen-Methode ist nach GEG für die vorgeschriebene Heizlastberechnung nicht zulässig. Verbindlich ist die raumweise Berechnung nach DIN EN 12831 durch eine Fachkraft.

Dämmstandard wählen
Bei Wärmepumpen mit Netzsperrzeiten wird die Leistung um rund 15 % erhöht, um die Sperrzeiten auszugleichen.

Überschlägige Heizlast

9,1kW

grobe Orientierung – verbindlich ist DIN EN 12831

Grundlast (Fläche × W/m²)9,1 kW

🧮 So wird gerechnet

Grundlast = Wohnfläche × spez. Heizlast ÷ 1.000 = 130 m² × 70 W/m² ÷ 1.000 = 9,1 kW

Heizlast = 9,1 kW

Wichtiger Hinweis: Dieser Rechner liefert ausschließlich einen überschlägigen Orientierungswert nach der vereinfachten Flächen-Methode. Diese ist nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) für die vorgeschriebene Heizlastberechnung unzulässig. Verbindlich ist allein die raumweise Berechnung nach DIN EN 12831 durch eine Fachkraft bzw. einen Energieberater. Eine Fehldimensionierung – etwa bei Wärmepumpe und Förderung – kann teuer werden. Angaben ohne Gewähr, keine Energieberatung.

Heizlast überschlägig berechnen

Die Heizlast gibt an, welche Heizleistung in Kilowatt (kW) ein Gebäude benötigt, um bei tiefster Außentemperatur die gewünschte Innentemperatur zu halten. Sie ist die zentrale Größe für die Dimensionierung von Heizkessel oder Wärmepumpe. Dieser Rechner liefert mit der vereinfachten Flächen-Methode einen schnellen Orientierungswert – die verbindliche, raumweise Berechnung nach DIN EN 12831 kann er nicht ersetzen.

Wichtig: Für die nach GEG vorgeschriebene Heizlastberechnung ist die Flächen-Methode nicht zulässig. Sie dient nur einer ersten Einordnung. Lassen Sie die Heizlast vor jeder Heizungsinvestition raumweise durch eine Fachkraft ermitteln.

Die Formel

  • Heizlast (kW) = Wohnfläche (m²) × spezifische Heizlast (W/m²) ÷ 1.000
  • + Warmwasser = Personen × ca. 0,2 kW (optional)
  • + Sperrzeit-Aufschlag = Zwischensumme × ca. 15 % (bei Wärmepumpe, optional)

Spezifische Heizlast je Dämmstandard

Der entscheidende Wert ist die spezifische Heizlast in Watt pro Quadratmeter. Sie hängt vor allem von der Dämmung ab: ein unsanierter Altbau benötigt rund 120–180 W/m², ein teilsaniertes Gebäude etwa 100 W/m², ein saniertes Haus 60–80 W/m², ein Neubau nach GEG nur 40–50 W/m² und ein KfW-Effizienz- oder Passivhaus lediglich 15–30 W/m². Je besser die Dämmung, desto kleiner darf die Heizung ausfallen.

Warum die richtige Dimensionierung zählt

Eine zu groß dimensionierte Heizung taktet häufig, verschleißt schneller und arbeitet ineffizient – bei Wärmepumpen sinkt die Jahresarbeitszahl. Eine zu klein ausgelegte Anlage erreicht an kalten Tagen die Wunschtemperatur nicht. Gerade bei Wärmepumpen, deren Förderung an eine fachgerechte Auslegung geknüpft ist, ist die präzise Heizlast nach Norm bares Geld wert.

Sperrzeiten bei Wärmepumpen

Viele Netzbetreiber dürfen Wärmepumpen zeitweise abschalten (EVU-Sperrzeiten), um das Netz zu entlasten. Um diese Sperrzeiten auszugleichen, wird die benötigte Leistung um rund 15 % erhöht. Aktivieren Sie dafür im Rechner den Sperrzeit-Aufschlag.

🌡️ Spezifische Heizlast je Dämmstandard

Richtwerte und Beispiel-Heizlast für ein Haus mit 130 m² Wohnfläche (ohne Aufschläge).

Dämmstandard W/m² 130 m²: kW
🏚️ Unsanierter Altbau120–18015,6–23,4
🧱 Teilsaniert10013,0
🔧 Saniert60–807,8–10,4
🏡 Neubau (GEG)40–505,2–6,5
🌿 KfW-Effizienz / Passiv15–302,0–3,9

Quellen: Bosch Home Comfort, Viessmann Heizungsratgeber. Nur Orientierung – maßgeblich ist DIN EN 12831.

📊 Beispielrechnungen

Beispiel 1: 130 m² saniert, ohne Aufschlag

Spez. Heizlast:
70 W/m²
Rechnung:
130 × 70 ÷ 1.000
Heizlast:
9,1 kW

Beispiel 2: 130 m² teilsaniert, 4 Personen

Grundlast:
130 × 100 ÷ 1.000 = 13,0 kW
Warmwasser:
4 × 0,2 = 0,8 kW
Heizlast:
13,8 kW

Beispiel 3: 120 m² Neubau, Wärmepumpe mit Sperrzeit

Grundlast:
120 × 45 ÷ 1.000 = 5,4 kW
Sperrzeit +15 %:
5,4 × 1,15 = 6,21 kW
Heizlast:
ca. 6,2 kW
💡 Tipp: Eine erprobte Plausibilitätskontrolle: Teilen Sie Ihren bekannten Jahres-Energieverbrauch (kWh) grob durch 2.000 Vollbenutzungsstunden. Liegt das nahe am Flächen-Ergebnis, sind beide Werte plausibel.

⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle

Fehler 1: Flächen-Methode für die Auslegung nutzen

Die Flächen-Methode ist nur eine grobe Schätzung und nach GEG für die vorgeschriebene Heizlastberechnung unzulässig. Eine Heizung allein darauf zu dimensionieren, kann zu teuren Fehlauslegungen führen. Verbindlich ist die raumweise Berechnung nach DIN EN 12831.

Fehler 2: Heizlast mit Jahresverbrauch verwechseln

Die Heizlast ist eine Leistung in Kilowatt (kW) für den kältesten Tag, der Jahresverbrauch eine Energiemenge in Kilowattstunden (kWh). Beides ist nicht dasselbe und darf nicht gleichgesetzt werden.

Fehler 3: Dämmstandard zu optimistisch wählen

Wer den Dämmstandard zu gut einschätzt, erhält eine zu kleine Heizlast – die Heizung wird an kalten Tagen zu schwach. Wählen Sie im Zweifel den schlechteren Standard.

Sonderfall: Wärmepumpe und Förderung

Förderprogramme für Wärmepumpen setzen eine fachgerechte Heizlastberechnung voraus. Eine überschlägige Schätzung genügt hier nicht – die Norm-Berechnung ist zwingend.

Sonderfall: hohe Räume und viel Glas

Altbauten mit Raumhöhen über 3 m oder große Glasflächen erhöhen die Heizlast deutlich über den Flächen-Richtwert hinaus. Solche Besonderheiten erfasst nur die raumweise Berechnung.

❓ Häufig gestellte Fragen zur Heizlast

Wie berechnet man die Heizlast überschlägig?

Die überschlägige Heizlast ergibt sich aus Wohnfläche × spezifischer Heizlast ÷ 1.000. Ein saniertes Haus mit 130 m² und 70 W/m² hat also 130 × 70 ÷ 1.000 = 9,1 kW. Das ist nur ein grober Orientierungswert, kein Ersatz für die Berechnung nach DIN EN 12831.

Wie viel Watt pro m² braucht eine Heizung?

Das hängt stark vom Dämmstandard ab: unsanierter Altbau ca. 120–180 W/m², teilsaniert ca. 100 W/m², saniert ca. 60–80 W/m², Neubau nach GEG ca. 40–50 W/m², KfW-Effizienz- oder Passivhaus ca. 15–30 W/m².

Ist die Flächen-Methode für die Heizlast zulässig?

Nein. Für die nach GEG vorgeschriebene Heizlastberechnung ist die vereinfachte Flächen-Methode nicht zulässig. Verbindlich ist die raumweise Berechnung nach DIN EN 12831 durch eine Fachkraft. Dieser Rechner dient nur einer ersten Einordnung.

Was passiert bei zu groß dimensionierter Heizung?

Eine überdimensionierte Heizung taktet häufiger, verschleißt schneller und arbeitet ineffizienter. Bei Wärmepumpen sinkt dadurch die Jahresarbeitszahl, was den Stromverbrauch und die Heizkosten erhöht. Deshalb ist eine genaue Auslegung wichtig.

Was ist der Unterschied zwischen Heizlast und Heizleistung?

Die Heizlast ist der Wärmebedarf des Gebäudes am kältesten Tag, die Heizleistung die abgegebene Leistung des Wärmeerzeugers. Beides wird in Kilowatt angegeben; die Heizleistung sollte die Heizlast knapp abdecken, nicht deutlich übersteigen.

Wie wirkt sich eine Sperrzeit auf die Heizlast aus?

Darf der Netzbetreiber eine Wärmepumpe zeitweise abschalten (EVU-Sperrzeit), muss die Anlage in den übrigen Stunden mehr leisten. Üblich ist ein Aufschlag von rund 15 % auf die berechnete Leistung, um die Sperrzeiten auszugleichen.