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Energieausweis-Rechner 2026

Energiekennwert und Effizienzklasse berechnen

Zuletzt aktualisiert am 5. Juni 2026

Grundlage: Verbrauchsausweis-Methode (vereinfacht) – 3-Jahres-Mittel des Endenergieverbrauchs ÷ Gebäudenutzfläche AN. AN ≈ Wohnfläche × 1,35. Klassen nach GEG § 86 / Anlage 10.

Umrechnung: Heizöl 1 l ≈ 10 kWh, Erdgas 1 m³ ≈ 10 kWh, Pellets 1 kg ≈ 4,8 kWh. Klimafaktor Default 1,0 (DWD-Witterungskorrektur). Klassengrenzen: A+ ≤30 · A ≤50 · B ≤75 · C ≤100 · D ≤130 · E ≤160 · F ≤200 · G ≤250 · H >250 kWh/(m²·a).

Nicht berücksichtigt: exaktes DWD-Witterungsverfahren, Bedarfsausweis-Berechnung, getrennter Warmwasseranteil. Ersetzt keinen amtlichen Energieausweis. Angaben ohne Gewähr.

Open-Source-Projekt

Dieser Rechner ist Open Source. Hilf mit, ihn aktuell und korrekt zu halten.

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Energieträger der Heizung

Umrechnung: Verbrauch bereits in kWh

Verbrauch der letzten 3 Jahre (Heizung + Warmwasser), in kWh
Bezugsfläche

Endenergiekennwert

95,2kWh/(m²·a)

3-Jahres-Mittel 18.000 kWh ÷ AN 189

Effizienzklasse (GEG)C

🧮 So wird gerechnet

3-Jahres-Mittel = (18.000 + 19.500 + 16.500) ÷ 3 = 18.000 kWh

Kennwert = (Mittel × Klimafaktor) ÷ AN = (18.000 × 1) ÷ 189 = 95,2 kWh/(m²·a)

→ Effizienzklasse C nach GEG Anlage 10.

Hinweis: Der Rechner liefert eine unverbindliche Schätzung des Verbrauchskennwerts und der Effizienzklasse. Ein rechtsgültiger Energieausweis darf ausschließlich von berechtigten Ausstellern (z. B. Energieberater nach § 88 GEG) erstellt werden und ist für Verkauf/Vermietung Pflicht. Die vereinfachte Klimabereinigung weicht vom amtlichen DWD-Witterungsfaktor-Verfahren ab. Angaben ohne Gewähr.

Energiekennwert und Effizienzklasse berechnen

Mit dem Energieausweis-Rechner schätzen Sie den Endenergiekennwert Ihres Hauses in kWh pro Quadratmeter und Jahr und ermitteln die zugehörige Effizienzklasse von A+ bis H. Grundlage ist die Logik des Verbrauchsausweises: der reale Energieverbrauch der letzten drei Jahre, bezogen auf die Gebäudenutzfläche.

Die Formel

  • 3-Jahres-Mittel = (V1 + V2 + V3) ÷ 3, in kWh
  • Nutzfläche AN ≈ Wohnfläche × 1,35 (Wohngebäude)
  • Kennwert = (Mittel × Klimafaktor) ÷ AN in kWh/(m²·a)

Verbräuche in Litern Öl, Kubikmetern Gas oder Kilogramm Pellets werden zuerst in Kilowattstunden umgerechnet: Heizöl und Erdgas mit rund Faktor 10, Holzpellets mit etwa 4,8 kWh/kg. Der Klimafaktor gleicht milde oder strenge Winter am Standort aus – standardmäßig 1,0, also ohne Korrektur.

Warum mal 1,35?

Der Energieausweis bezieht sich nicht auf die Wohnfläche, sondern auf die Gebäudenutzfläche AN nach GEG. Bei Wohngebäuden liegt sie typischerweise rund 35 % über der Wohnfläche, weil auch beheizte Nebenflächen einbezogen werden. Wer die AN bereits kennt, kann sie im Rechner direkt eingeben.

Verbrauchs- oder Bedarfsausweis?

Dieser Rechner bildet den Verbrauchsausweis ab, der auf den tatsächlichen Heizkosten basiert und stark vom Nutzerverhalten abhängt. Der Bedarfsausweis dagegen wird aus dem baulichen Zustand des Gebäudes berechnet und ist aufwändiger. Für ältere, kleinere Häuser ist bei Verkauf/Vermietung teils der Bedarfsausweis Pflicht.

Effizienzklassen und ihre Bedeutung

Die Skala reicht von A+ (Neubau-/Passivhaus-Niveau, ≤ 30 kWh/m²a) bis H (unsanierter Altbau, > 250). Die Klasse landet seit 2014 auf jedem Energieausweis und wird in Immobilienanzeigen zunehmend wichtig – sie beeinflusst Kaufpreis, Miete und die Frage, ob eine Sanierung ansteht.

📋 Effizienzklassen nach GEG (Wohngebäude)

Endenergiekennwert in kWh/(m²·a) und zugehörige Effizienzklasse (GEG Anlage 10).

Klasse kWh/(m²·a) typisch
A+≤ 30Passivhaus
A> 30–50KfW-Effizienzhaus
B> 50–75Neubau
C> 75–100saniert
D> 100–130teilsaniert
E> 130–160älterer Bestand
F> 160–200unsaniert
G> 200–250Altbau
H> 250sanierungsbedürftig

Quellen: GEG § 86 / Anlage 10 (gesetze-im-internet.de), Finanztip, energie-experten.org.

📊 Beispielrechnungen

Drei Haushalte mit unterschiedlichen Energieträgern (Klimafaktor 1,0):

Beispiel 1: Gasheizung, 140 m² Wohnfläche

Verbrauch (kWh):
18.000 / 19.500 / 16.500 → Mittel 18.000
Nutzfläche AN:
140 × 1,35 = 189 m²
Kennwert:
18.000 ÷ 189 ≈ 95,2 → Klasse C

Beispiel 2: Ölheizung, 150 m² Wohnfläche

Verbrauch (Liter):
2.200 / 2.400 / 2.000 → Mittel 2.200 l ≈ 22.000 kWh
Nutzfläche AN:
150 × 1,35 = 202,5 m²
Kennwert:
22.000 ÷ 202,5 ≈ 108,6 → Klasse D

Beispiel 3: Gas in m³, 120 m² Wohnfläche

Verbrauch (m³):
1.500 / 1.600 / 1.400 → Mittel 1.500 m³ ≈ 15.000 kWh
Nutzfläche AN:
120 × 1,35 = 162 m²
Kennwert:
15.000 ÷ 162 ≈ 92,6 → Klasse C
💡 Tipp: Nutzen Sie drei zusammenhängende, vollständige Abrechnungsjahre. Ein einzelnes mildes oder strenges Jahr verzerrt das Ergebnis – der Mittelwert glättet das.

⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle

Fehler 1: Wohnfläche statt Nutzfläche

Der Kennwert bezieht sich auf die Gebäudenutzfläche AN, nicht auf die Wohnfläche. Ohne den Faktor 1,35 fällt der Kennwert zu hoch und die Klasse zu schlecht aus.

Fehler 2: Einheit nicht umrechnen

Gas in m³ oder Öl in Litern muss erst in kWh umgerechnet werden (Faktor ~10). Wer die Rohmenge direkt durch die Fläche teilt, erhält einen völlig falschen Wert.

Fehler 3: Nur ein Jahr verwenden

Der Verbrauchsausweis verlangt drei zusammenhängende Jahre. Ein einzelnes Jahr ist zu stark vom Wetter und vom Verhalten abhängig und nicht aussagekräftig.

Sonderfall: Warmwasser separat

Wird das Warmwasser elektrisch oder getrennt erzeugt, fehlt dieser Anteil im Heizverbrauch. Für einen exakten Kennwert muss er pauschal ergänzt werden – das amtliche Verfahren regelt das genauer.

Sonderfall: Klimabereinigung

Das amtliche Verfahren bereinigt den Heizverbrauch mit einem standortgenauen DWD-Witterungsfaktor je PLZ. Die hier nutzbare Pauschale (Default 1,0) ist eine Vereinfachung und kann vom amtlichen Wert abweichen.

❓ Häufig gestellte Fragen zum Energieausweis

Wie berechnet man die Energieeffizienzklasse?

Man bildet das 3-Jahres-Mittel des Energieverbrauchs in kWh und teilt es durch die Gebäudenutzfläche AN (≈ Wohnfläche × 1,35). Das Ergebnis in kWh/(m²·a) wird der GEG-Skala zugeordnet: bis 30 ist A+, über 250 ist H.

Was ist ein guter Energiekennwert?

Werte unter 50 kWh/(m²·a) (Klasse A/A+) entsprechen Neubau- oder Effizienzhaus-Niveau. Ein saniertes Haus liegt oft bei 75–100 (Klasse C), ein unsanierter Altbau bei über 200 (Klasse G/H). Je kleiner der Wert, desto besser.

Wie rechne ich Gas oder Öl in kWh um?

Als Faustregel entsprechen 1 Liter Heizöl und 1 m³ Erdgas jeweils rund 10 kWh, 1 kg Holzpellets etwa 4,8 kWh. Der genaue Gas-Faktor steht über Brennwert und Zustandszahl auf der Abrechnung. Wer den Verbrauch schon in kWh hat, nutzt ihn direkt.

Was ist der Unterschied zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis?

Der Verbrauchsausweis basiert auf den realen Heizkosten der letzten drei Jahre und hängt vom Nutzerverhalten ab. Der Bedarfsausweis wird aus dem baulichen Zustand berechnet und ist objektiver, aber aufwändiger. Dieser Rechner bildet den Verbrauchsausweis ab.

Warum wird die Wohnfläche mit 1,35 multipliziert?

Der Energieausweis nutzt die Gebäudenutzfläche AN, nicht die Wohnfläche. Bei Wohngebäuden liegt die AN im Schnitt rund 35 % höher, weil weitere beheizte Flächen einbezogen werden. Deshalb der Umrechnungsfaktor 1,35.

Ersetzt der Rechner einen offiziellen Energieausweis?

Nein. Der Rechner liefert nur eine Orientierung. Ein rechtsgültiger Energieausweis darf ausschließlich von berechtigten Ausstellern nach § 88 GEG erstellt werden und ist für Verkauf und Vermietung gesetzlich vorgeschrieben.