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U-Wert-Rechner 2026

Wärmedurchgang aus dem Schichtaufbau berechnen

Zuletzt aktualisiert am 5. Juni 2026

Grundlage: DIN EN ISO 6946 – R je Schicht = Dicke ÷ λ; R_T = Rsi + Σ(d/λ) + Rse; U = 1 ÷ R_T. Wärmeübergangswiderstände je Bauteil (Wand 0,13/0,04; Dach 0,10/0,04; Boden 0,17/0,00 m²K/W).

GEG-Höchstwerte (Anlage 7, Sanierung): Außenwand 0,24 · Steildach/oberste Geschossdecke 0,24 · Kellerdecke/Boden 0,30 W/(m²K). Fenster 1,30, Flachdach 0,20.

Nicht berücksichtigt: Wärmebrücken, Befestiger, inhomogene Schichten, Feuchteschutz. λ-Werte sind Richtwerte, keine Bemessungswerte (DIN 4108-4). Kein amtlicher Nachweis – Angaben ohne Gewähr.

Open-Source-Projekt

Dieser Rechner ist Open Source. Hilf mit, ihn aktuell und korrekt zu halten.

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Bauteil

Rsi 0,13 · Rse 0,04 m²K/W · GEG-Höchstwert 0,24 W/(m²K)

Schichtaufbau (innen → außen)
Schicht 1

R = 1,5 cm ÷ 0,51 = 0,029 m²K/W

Schicht 2

R = 24 cm ÷ 0,68 = 0,353 m²K/W

Schicht 3

R = 12 cm ÷ 0,035 = 3,429 m²K/W

Schicht 4

R = 2 cm ÷ 0,87 = 0,023 m²K/W

U-Wert des Bauteils

0,25W/(m²K)

Wärmedurchgangswiderstand R_T = 4,004 m²K/W

GEG-Höchstwert Außenwand✗ überschritten (0,24)

🧮 So wird gerechnet

R_T = Rsi + Σ(d ÷ λ) + Rse = 0,13 + 3,834 + 0,04 = 4,004 m²K/W

U = 1 ÷ R_T = 1 ÷ 4,004 = 0,25 W/(m²K)

Hinweis: Das Ergebnis ist eine überschlägige Orientierung nach DIN EN ISO 6946. Die verwendeten λ-Werte sind Richtwerte, keine Bemessungswerte nach DIN 4108-4. Wärmebrücken, Befestiger und inhomogene Schichten sind nicht berücksichtigt. Der amtliche GEG-Nachweis muss durch einen Energieberater/Fachplaner erfolgen. Angaben ohne Gewähr.

Den U-Wert eines Bauteils berechnen

Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht – je kleiner der Wert, desto besser die Dämmung. Mit dem U-Wert-Rechner ermitteln Sie ihn aus dem kompletten Schichtaufbau von Außenwand, Dach oder Geschossdecke und prüfen direkt, ob die GEG-Höchstwerte eingehalten werden.

Die Formel

Die Berechnung folgt der DIN EN ISO 6946:

  • R je Schicht = Schichtdicke d (m) ÷ Wärmeleitfähigkeit λ (W/m·K)
  • R_T = Rsi + Summe aller R + Rse (Wärmeübergänge innen/außen)
  • U-Wert = 1 ÷ R_T in W/(m²·K)

Jede Schicht trägt mit ihrem Wärmedurchlasswiderstand R = d/λ bei. Dicke Dämmschichten mit niedrigem λ liefern ein großes R und senken so den U-Wert. Hinzu kommen die Wärmeübergangswiderstände Rsi (innen) und Rse (außen), die der Rechner je nach Bauteil automatisch setzt.

Was ist die Wärmeleitfähigkeit λ?

Die Wärmeleitfähigkeit λ (Lambda, in W/m·K) beschreibt, wie gut ein Material Wärme leitet. Dämmstoffe haben sehr kleine Werte (Mineralwolle 0,035, PUR/PIR 0,024), Mauerwerk deutlich höhere (Vollziegel 0,68, Stahlbeton 2,30). Den genauen λ-Wert finden Sie auf dem Datenblatt oder der Verpackung des Produkts. Die Werte im Rechner sind Richtwerte – für den amtlichen Nachweis gelten Bemessungswerte nach DIN 4108-4.

GEG-Höchstwerte im Überblick

Wer mehr als 10 % der Fläche eines Bauteils saniert, muss laut Gebäudeenergiegesetz (GEG), Anlage 7 bestimmte Höchst-U-Werte einhalten: Außenwand und Steildach jeweils 0,24 W/(m²K), oberste Geschossdecke ebenfalls 0,24, Kellerdecke und Boden 0,30, Fenster 1,30. Für die strengere BEG-Förderung gelten teils niedrigere Werte (Außenwand 0,20). Der Rechner zeigt direkt an, ob Ihr Aufbau den GEG-Höchstwert erfüllt.

Dämmstärke rückwärts ermitteln

Wenn Sie wissen möchten, wie dick die Dämmung sein muss, um einen Ziel-U-Wert zu erreichen, nutzen Sie den Dämmstärke-Rechner. Er rechnet die Formel um und gibt die nötige Dämmschichtdicke samt Materialmenge aus.

🌡️ λ-Werte gängiger Baustoffe

Richtwerte der Wärmeleitfähigkeit λ in W/(m·K) – kleiner ist besser dämmend.

Material λ (W/m·K)
PUR/PIR-Hartschaum0,024
Mineralwolle / EPS (WLG 035)0,035
Holzfaserdämmung0,040
Porenbeton0,11
Hochlochziegel0,16
Gipsputz (innen)0,51
Vollziegel-Mauerwerk0,68
Kalksandstein0,99
Stahlbeton2,30

Quellen: DIN EN ISO 6946 (Baunormenlexikon), energie-experten.org, dena-Gebäudeforum.

📊 Beispielrechnungen

Drei typische Aufbauten mit ihren U-Werten:

Beispiel 1: Gedämmte Außenwand

Aufbau:
Gipsputz 1,5 cm + Vollziegel 24 cm + Mineralwolle 12 cm + Außenputz 2 cm
R_T:
0,13 + 3,834 + 0,04 ≈ 4,00 m²K/W
U-Wert:
1 ÷ 4,00 ≈ 0,25 (GEG 0,24 knapp verfehlt)

Beispiel 2: Ungedämmte Vollziegelwand

Aufbau:
Gipsputz 1,5 cm + Vollziegel 36,5 cm + Außenputz 2 cm
R_T:
0,13 + 0,589 + 0,04 ≈ 0,76 m²K/W
U-Wert:
1 ÷ 0,76 ≈ 1,32 (deutlich über GEG)

Beispiel 3: Steildach mit Zwischensparrendämmung

Aufbau:
Gipskarton 1,25 cm + Mineralwolle 20 cm (Rsi 0,10 / Rse 0,04)
R_T:
0,10 + 5,764 + 0,04 ≈ 5,90 m²K/W
U-Wert:
1 ÷ 5,90 ≈ 0,17 (GEG 0,24 erfüllt)
💡 Tipp: Den größten Hebel hat fast immer die Dämmschicht. Schon 12–20 cm Mineralwolle bringen eine ungedämmte Wand oder ein Dach in GEG-Reichweite.

⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle

Fehler 1: Dicke in cm statt m in die Formel

Für R = d/λ muss die Dicke in Meter stehen. Der Rechner erwartet die Eingabe in Zentimeter und rechnet intern um – wer von Hand rechnet, muss 12 cm als 0,12 m einsetzen.

Fehler 2: Übergangswiderstände vergessen

Rsi und Rse gehören zwingend dazu. Ohne sie fällt der R_T zu klein und der U-Wert zu groß aus. Die Werte hängen vom Bauteil und der Wärmestromrichtung ab.

Fehler 3: Richtwert statt Bemessungswert

Die λ-Werte hier sind Richtwerte. Für den amtlichen GEG-Nachweis gelten Bemessungswerte nach DIN 4108-4 oder der bauaufsichtlichen Zulassung – diese liegen oft etwas höher.

Sonderfall: Wärmebrücken

Sparren, Anker und Befestiger durchdringen die Dämmung und verschlechtern den realen U-Wert. Eine genaue Berechnung berücksichtigt diese inhomogenen Schichten gesondert.

Sonderfall: Feuchteschutz

Ein guter U-Wert allein genügt nicht. Bei Innendämmung und manchen Aufbauten muss ein Tauwassernachweis (Glaser oder instationär) geführt werden, um Schimmel zu vermeiden.

❓ Häufig gestellte Fragen zum U-Wert

Was sagt der U-Wert aus?

Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter und Grad Temperaturunterschied durch ein Bauteil verloren geht – in W/(m²·K). Je kleiner der Wert, desto besser dämmt das Bauteil.

Wie berechnet man den U-Wert?

Man addiert die Wärmedurchlasswiderstände aller Schichten (R = Dicke ÷ λ) und die Übergangswiderstände innen und außen zum Gesamtwiderstand R_T. Der U-Wert ist dann der Kehrwert: U = 1 ÷ R_T. Grundlage ist die DIN EN ISO 6946.

Welchen U-Wert schreibt das GEG vor?

Bei Sanierung von mehr als 10 % der Bauteilfläche gelten laut GEG Anlage 7 Höchstwerte: Außenwand und Steildach je 0,24, oberste Geschossdecke 0,24, Kellerdecke/Boden 0,30 und Fenster 1,30 W/(m²K). Für die BEG-Förderung sind die Anforderungen teils strenger.

Was ist der Unterschied zwischen U-Wert und λ-Wert?

Der λ-Wert (Wärmeleitfähigkeit) ist eine Materialeigenschaft und gilt unabhängig von der Dicke. Der U-Wert beschreibt das gesamte Bauteil inklusive aller Schichtdicken und Übergangswiderstände. Erst Dicke und λ zusammen ergeben den Dämmeffekt.

Was ist ein guter U-Wert für eine Wand?

Bei einer Außenwand gilt der GEG-Höchstwert von 0,24 W/(m²K) als Mindeststandard für die Sanierung. Gut gedämmte Neubau- oder Effizienzhauswände erreichen 0,15 bis 0,20 oder darunter. Ungedämmte Altbauwände liegen oft bei 1,0 bis 1,5.

Ersetzt der Rechner einen Energieberater?

Nein. Der Rechner liefert eine überschlägige Orientierung. Der amtliche GEG-Nachweis muss mit Bemessungswerten nach DIN 4108-4 und unter Berücksichtigung von Wärmebrücken durch einen Energieberater oder Fachplaner erstellt werden.