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Heizkörper-Leistung-Rechner 2026

Benötigte Watt-Leistung pro Raum berechnen

Zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2026

Grundlage: Wärmebedarf Q = Fläche × spez. Heizlast × Temperatur-Faktor; Umrechnung der Heizkörperleistung über die logarithmische Übertemperatur nach DIN EN 442: Qreal = Qnorm × (ΔΘln ÷ 49,83)n

Voreinstellungen: Norm-Übertemperatur 49,83 K (Auslegungspunkt 75/65/20 °C), Exponent n = 1,3 für Plattenheizkörper, spez. Heizlast je nach Dämmstandard 25–120 W/m². Alle Werte frei anpassbar.

Nicht berücksichtigt: raumweise Wärmebrücken, Lüftungsanteil, Fensterflächen und tatsächlicher Heizkörper-Exponent des konkreten Modells. Keine Fachplanung, Angaben ohne Gewähr.

Open-Source-Projekt

Dieser Rechner ist Open Source. Hilf mit, ihn aktuell und korrekt zu halten.

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Bau- / Dämmstandard
Typisch: Gas-Bestand 70/55, modernisiert 55/45, Wärmepumpe 45/35 oder 35/28.

Erforderliche Norm-Leistung (75/65/20)

2.349Watt

Norm-Wärmeleistung, die der Heizkörper laut Datenblatt haben muss

Wärmebedarf des Raums1.200 W
Leistungsfaktor (ΔΘ-Umrechnung)× 0,511

🧮 So wird gerechnet

Wärmebedarf = Fläche × spez. Heizlast × Temperatur-Faktor

= 20 m² × 60 W/m² × 1 = 1.200 W

ΔΘln = (ΘV − ΘR) ÷ ln((ΘV − ΘL) ÷ (ΘR − ΘL))

= (5545) ÷ ln((5520) ÷ (4520)) = 29,7 K

Faktor = (ΔΘln ÷ 49,83)n = (29,7 ÷ 49,83)1,3 = 0,511

Norm-Leistung = Bedarf ÷ Faktor = 1.200 ÷ 0,511 = 2.349 W

Hinweis: Das Ergebnis ist ein Überschlags- bzw. Orientierungswert auf Basis pauschaler W/m²-Richtwerte und der Standard-Exponenten nach DIN EN 442. Es ersetzt keine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 und keine fachliche Auslegung durch Heizungsbauer oder Energieberater. Die tatsächliche Norm-Wärmeleistung entnehmen Sie dem Datenblatt des Herstellers (75/65/20); der Exponent n weicht je nach konkretem Modell ab. Alle Angaben ohne Gewähr – keine Fachplanung.

Heizkörper-Leistung pro Raum berechnen

Mit dem Heizkörper-Leistung-Rechner ermitteln Sie, wie viele Watt ein Heizkörper in einem bestimmten Raum liefern muss – und ob ein vorhandener Heizkörper bei Ihrer Vorlauftemperatur noch genug Wärme bringt. Der Rechner ist damit das Werkzeug für zwei typische Fragen: den Heizkörpertausch und die Umrüstung auf Niedertemperatur bzw. eine Wärmepumpe. Anders als die Heizlastberechnung für das gesamte Gebäude arbeitet dieser Rechner pro Raum und pro Heizkörper.

Warum die Vorlauftemperatur über alles entscheidet

Die auf dem Heizkörper-Datenblatt angegebene Leistung ist eine Norm-Wärmeleistung. Sie gilt für genau einen Betriebspunkt: Vorlauf 75 °C, Rücklauf 65 °C, Raumluft 20 °C – kurz 75/65/20. Senken Sie die Vorlauftemperatur, sinkt die abgegebene Wärme überproportional. Eine Wärmepumpe mit 45/35 °C bringt einen Heizkörper nur noch auf rund ein Drittel seiner Nennleistung. Deshalb muss man die reale Leistung über die logarithmische Übertemperatur umrechnen, statt die Nennleistung unverändert anzunehmen.

Die Formel (DIN EN 442)

Der Rechner nutzt zwei Schritte:

  • Wärmebedarf: QBedarf = Fläche (m²) × spez. Heizlast (W/m²) × Temperatur-Faktor
  • Übertemperatur: ΔΘln = (ΘV − ΘR) ÷ ln((ΘV − ΘL) ÷ (ΘR − ΘL))
  • Leistungsfaktor: f = (ΔΘln ÷ 49,83)n
  • Auslegung: erforderliche Norm-Leistung = QBedarf ÷ f
  • Ist-Prüfung: reale Leistung = Norm-Leistung × f

Dabei sind ΘV der Vorlauf, ΘR der Rücklauf und ΘL die Raumlufttemperatur. Der Wert 49,83 K ist die logarithmische Übertemperatur am Norm-Punkt 75/65/20 – nachgerechnet: (75 − 65) ÷ ln((75 − 20) ÷ (65 − 20)) = 49,83 K. Der Exponent n beschreibt die Bauart des Heizkörpers und liegt nach DIN EN 442 bei rund 1,3 für Plattenheizkörper, etwas höher für Konvektoren und niedriger für Flächenheizungen.

Wie viel Watt braucht ein Raum?

Der Wärmebedarf hängt vor allem vom Dämmstandard ab. Als grobe Richtwerte gelten 100–120 W/m² im ungedämmten Altbau, 60 W/m² im teilsanierten Bestand, rund 50 W/m² im EnEV-Neubau und nur 25–40 W/m² im Effizienz- oder Passivhaus. Für ein 20-m²-Wohnzimmer im Bestand ergibt das also grob 1.200 W Wärmebedarf. Ein Bad mit Wunschtemperatur 24 °C statt 20 °C braucht entsprechend mehr – der Rechner erhöht den Bedarf dafür um etwa 6 % je zusätzlichem Grad.

Heizkörper und Wärmepumpe

Bei der Umstellung auf eine Wärmepumpe ist die entscheidende Frage, ob die vorhandenen Heizkörper auch mit niedriger Vorlauftemperatur den Raum warm bekommen. Nutzen Sie dafür den Modus „Vorhandenen prüfen“: Sie geben die Norm-Leistung vom Datenblatt ein und sehen sofort, wie viel davon bei 45/35 °C übrig bleibt und ob das den Bedarf deckt. Reicht es nicht, hilft oft ein größerer Heizkörper, ein Typenwechsel (z. B. Typ 22 statt Typ 11) oder eine Flächenheizung.

🔥 Spezifische Heizlast nach Dämmstandard

Grobe Orientierungswerte für die überschlägige Auslegung. Der zweite Block zeigt, wie stark die Vorlauftemperatur die nutzbare Heizkörperleistung verändert (Plattenheizkörper, n = 1,3).

Gebäudetyp W/m² 20 m² ≈ Bedarf
🏚️ Altbau unsaniert (vor 1977)100–1202.000–2.400 W
🏠 Bestand 1977–1995801.600 W
🔧 Bestand teilsaniert601.200 W
🏢 EnEV-Neubau (ab 2002)501.000 W
🌿 Niedrigenergiehaus (KfW 55)40800 W
✨ Passiv-/Effizienzhaus25500 W
System (V/R bei 20 °C Raum) ΔΘln Leistungsfaktor
Norm-Punkt 75/6549,8 K1,00
Gas-Bestand 70/5542,1 K0,80
Modernisiert 55/4529,7 K0,51
Wärmepumpe 45/3519,6 K0,30
Wärmepumpe 35/2811,1 K0,14

Quellen: DIN EN 442-2 (2015-03), SBZ Monteur, Recknagel/bosy-online (Stand 2026).

📊 Beispielrechnungen

Drei typische Fälle – jeweils mit Plattenheizkörper (n = 1,3) durchgerechnet:

Beispiel 1: Wohnzimmer im Bestand, Gasheizung 70/55

Raum:
20 m², Bestand 1977–1995 (80 W/m²), 20 °C
Wärmebedarf:
20 × 80 × 1,0 = 1.600 W
Faktor 70/55/20:
(42,1 ÷ 49,83)1,3 = 0,802
Norm-Leistung nötig:
1.600 ÷ 0,802 ≈ 1.995 W

Beispiel 2: Vorhandener 1.500-W-Heizkörper an der Wärmepumpe 45/35

Heizkörper:
Norm-Leistung 1.500 W (75/65/20)
Raum:
20 m², teilsaniert (60 W/m²) → Bedarf 1.200 W
Faktor 45/35/20:
(19,6 ÷ 49,83)1,3 = 0,297
Reale Leistung:
1.500 × 0,297 ≈ 445 W
Deckung:
445 ÷ 1.200 ≈ 37 % – reicht nicht!

Beispiel 3: Bad im Neubau, 24 °C, modernisiert 55/45

Raum:
8 m², EnEV-Neubau (50 W/m²), 24 °C
Temperatur-Faktor:
1 + 4 × 0,06 = 1,24
Wärmebedarf:
8 × 50 × 1,24 = 496 W
Faktor 55/45/24:
(25,7 ÷ 49,83)1,3 = 0,422
Norm-Leistung nötig:
496 ÷ 0,422 ≈ 1.174 W
💡 Tipp: Beispiel 2 zeigt das Kernproblem der Wärmepumpen-Umrüstung: Derselbe Heizkörper liefert bei 45/35 °C nur noch knapp ein Drittel seiner Nennleistung. Wer von Gas auf Wärmepumpe umsteigt, sollte jeden Raum so durchrechnen – sonst wird es im Winter kalt.

⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle

Fehler 1: Nennleistung als reale Leistung nehmen

Die Datenblatt-Angabe gilt nur bei 75/65/20 °C. Wer heute mit 55/45 oder 45/35 heizt, bekommt deutlich weniger Wärme. Ohne die Übertemperatur-Umrechnung ist der Heizkörper schnell um den Faktor zwei zu klein dimensioniert.

Fehler 2: Pauschale W/m² mit echter Heizlast verwechseln

Die W/m²-Richtwerte sind nur ein Überschlag. Die verbindliche raumweise Heizlast wird nach DIN EN 12831 berechnet und berücksichtigt Fensterflächen, Wärmebrücken, Lüftung und Lage des Raums. Für die finale Auslegung führt daran kein Weg vorbei.

Fehler 3: Falscher Exponent n

n = 1,3 ist ein Mittelwert für Plattenheizkörper. Konvektoren liegen höher (bis ~1,4), Flächenheizungen niedriger (~1,1). Bei niedriger Vorlauftemperatur macht schon eine kleine Abweichung im Exponenten einen spürbaren Unterschied – den exakten Wert nennt das Datenblatt.

Sonderfall: Bad und beheizte Sonderräume

Im Bad sind 24 °C üblich, das erhöht den Bedarf gegenüber 20 °C deutlich. Auch Handtuchheizkörper haben oft eine niedrige Norm-Leistung – hier lohnt der genaue Blick, ob die gewünschte Temperatur überhaupt erreicht wird.

Sonderfall: Rücklauf gleich oder höher als Vorlauf

Die Formel verlangt Vorlauf > Rücklauf > Raumtemperatur. Gibt man eine zu geringe Spreizung oder unrealistische Werte ein, ist die logarithmische Übertemperatur nicht definiert – der Rechner weist dann auf gültige Temperaturen hin.

❓ Häufig gestellte Fragen zur Heizkörper-Leistung

Wie viel Watt braucht ein Heizkörper pro Quadratmeter?

Das hängt vom Dämmstandard ab: rund 100–120 W/m² im ungedämmten Altbau, etwa 60 W/m² im teilsanierten Bestand, ca. 50 W/m² im EnEV-Neubau und nur 25–40 W/m² im Effizienzhaus. Für ein 20-m²-Zimmer im Bestand ergibt das grob 1.200 W Wärmebedarf. Das ist aber nur die Bedarfsseite – die nötige Heizkörper-Nennleistung liegt wegen niedriger Vorlauftemperaturen oft höher.

Warum liefert mein Heizkörper bei der Wärmepumpe weniger Leistung?

Die angegebene Norm-Leistung gilt für 75/65/20 °C. Eine Wärmepumpe heizt mit etwa 45/35 °C, also viel kühler. Dadurch sinkt die abgegebene Wärme überproportional: Bei 45/35 °C beträgt der Leistungsfaktor nur noch rund 0,30. Ein 1.500-W-Heizkörper bringt dann nur etwa 445 W. Deshalb müssen Heizkörper für Niedertemperatur größer ausgelegt werden.

Was ist die Norm-Wärmeleistung (75/65/20)?

Das ist die Leistung, die ein Heizkörper nach DIN EN 442 bei Vorlauf 75 °C, Rücklauf 65 °C und Raumluft 20 °C abgibt. Diese drei Zahlen 75/65/20 stehen im Datenblatt des Herstellers. Die logarithmische Übertemperatur beträgt an diesem Punkt 49,83 K – sie ist der Bezugswert, mit dem man die Leistung bei anderen Temperaturen umrechnet.

Wie rechne ich die Heizkörperleistung auf eine andere Vorlauftemperatur um?

Man bildet zuerst die logarithmische Übertemperatur ΔΘln = (Vorlauf − Rücklauf) ÷ ln((Vorlauf − Raum) ÷ (Rücklauf − Raum)). Die reale Leistung ist dann Norm-Leistung × (ΔΘln ÷ 49,83) hoch n, mit n ≈ 1,3 für Plattenheizkörper. Beispiel: bei 55/45/20 ergibt sich ΔΘln = 29,7 K und ein Faktor von rund 0,51.

Was bedeutet der Exponent n beim Heizkörper?

Der Heizkörper-Exponent n beschreibt, wie stark die Leistung von der Übertemperatur abhängt. Nach DIN EN 442 liegt er bei rund 1,3 für Plattenheizkörper, etwas höher (bis ~1,4) für Konvektoren und niedriger (~1,1) für Flächen- und Fußbodenheizungen. Den exakten Wert nennt das Datenblatt des konkreten Modells.

Ersetzt der Rechner eine Heizlastberechnung?

Nein. Der Rechner liefert einen Überschlags- und Orientierungswert auf Basis pauschaler W/m²-Richtwerte und der Standard-Exponenten nach DIN EN 442. Die verbindliche raumweise Heizlast wird nach DIN EN 12831 berechnet, die finale Auslegung übernehmen Heizungsbauer oder Energieberater. Für eine erste Einschätzung beim Heizkörpertausch oder vor der Wärmepumpe ist er aber gut geeignet.