E-Auto-Ladezeit-Rechner 2026
Ladedauer & Ladekosten an Wallbox und Schnelllader
Zuletzt aktualisiert am 5. Juni 2026
Grundlage: Ladezeit = (Akku × (Ziel − Start) ÷ 100) ÷ effektive Leistung. AC durch den Onboard-Charger begrenzt (typ. 11/22 kW), DC durch die Ladekurve gedrosselt (ø ≈ 75 % der Spitzenleistung über 10 → 80 %). Ladeverluste: AC ≈ 10 %, DC ≈ 7 %.
Standardwerte: 60-kWh-Akku, AC 11 kW, Ladestand 10 → 80 %. Ladekosten optional.
Nicht berücksichtigt: exakte fahrzeugindividuelle Ladekurve, Außen- und Batterietemperatur, Batteriealter, Vorkonditionierung, Standzeit/Blockiergebühren. Angaben ohne Gewähr.
AC (Wechselstrom): durch den Onboard-Charger des Autos begrenzt (oft 11 kW).
Empfehlung beim Schnellladen: 10 → 80 %. Über 80 % drosselt das BMS stark, das letzte Fünftel dauert überproportional lange.
Ladezeit 10 → 80 %
AC-Laden mit 11 kW effektiv
🧮 So wird gerechnet
Energie = Akku × (Ziel − Start) ÷ 100 = 60 × 70 ÷ 100 = 42 kWh
Ladezeit = Energie ÷ effektive Leistung = 42 ÷ 11 = 3 h 49 min
Hinweis: Die berechnete Ladezeit ist ein Richtwert. Real weicht sie um etwa ±10–30 % ab, weil Außentemperatur, Batterietemperatur, Batteriealter, die individuelle Ladekurve und das BMS die Leistung dynamisch begrenzen. Beim DC-Laden rechnen wir mit einem Durchschnitt von 75 % der Spitzenleistung über 10 → 80 %; oberhalb 80 % steigt die Ladezeit stark an. Angaben ohne Gewähr.
Wie lange dauert das Laden eines E-Autos?
Mit dem E-Auto-Ladezeit-Rechner finden Sie heraus, wie lange Ihr Elektroauto zum Laden braucht – egal ob an der heimischen Wallbox (AC) oder am öffentlichen Schnelllader (DC). Sie geben Akkukapazität, Ladeleistung und den gewünschten Ladestand ein, der Rechner liefert die Ladedauer und auf Wunsch die Ladekosten.
Die Formel
Die Ladezeit ergibt sich grundsätzlich aus Energiemenge geteilt durch Leistung:
- Nachzuladende Energie = Akku (kWh) × (Ziel % − Start %) ÷ 100
- Ladezeit (h) = Energie ÷ effektive Ladeleistung (kW)
Entscheidend ist die effektive Leistung – nicht die Typenschild-Leistung der Ladestation. Sie ist immer das Minimum aus Stationsleistung und dem, was das Fahrzeug tatsächlich annimmt.
AC laden: der Onboard-Charger begrenzt
Beim AC-Laden (Wechselstrom, z. B. Wallbox) wandelt der eingebaute Onboard-Charger des Autos den Strom für die Batterie um. Genau dieser Lader ist der Flaschenhals: Viele E-Autos laden AC nur mit 11 kW, manche mit 22 kW. Steht eine 22-kW-Wallbox bereit, das Auto kann aber nur 11 kW, lädt es trotzdem mit 11 kW. Die Ladeverluste liegen bei AC bei rund 10–15 %.
DC laden: die Ladekurve drosselt
Beim DC-Schnellladen (Gleichstrom) lädt das Auto direkt mit hoher Leistung. Die angegebene Spitzenleistung (z. B. 150 kW) wird aber nur kurz und meist nur im unteren Ladebereich erreicht. Mit steigendem Ladestand drosselt das Batteriemanagement (BMS) die Leistung, um die Zellen zu schützen. Über den typischen Bereich 10 → 80 % liegt die durchschnittliche Leistung deshalb nur bei etwa 75 % des Peaks – mit diesem Faktor rechnet der Rechner. Deshalb gibt man Schnellladezeiten fast immer für 10–80 % an, nicht für 0–100 %.
Warum nur bis 80 %?
Oberhalb von 80 % bricht die DC-Ladeleistung stark ein – das letzte Fünftel kann genauso lange dauern wie die ersten 70 %. Auf der Langstrecke ist es daher meist schneller, früher weiterzufahren und erneut kurz zu laden, statt auf 100 % zu warten. Für die Akku-Gesundheit empfiehlt sich im Alltag ohnehin ein Ladefenster von etwa 20–80 %.
🔋 Typische Ladezeiten (10 → 80 %)
Richtwerte für die nachgeladene Energie (70 % des Akkus). DC mit ø 75 % der Spitzenleistung.
| Akku | AC 11 kW | DC 50 kW | DC 150 kW |
|---|---|---|---|
| 40 kWh | 2 h 33 min | 45 min | 15 min |
| 60 kWh | 3 h 49 min | 1 h 07 min | 22 min |
| 77 kWh | 4 h 54 min | 1 h 26 min | 29 min |
| 100 kWh | 6 h 22 min | 1 h 52 min | 37 min |
Quelle: eigene Berechnung nach Ladeformel; vgl. ADAC, ENBW, Mennekes (Stand 2026). Reale Werte ±10–30 %.
📊 Beispielrechnungen
Beispiel 1: 60-kWh-Akku an der 11-kW-Wallbox (AC)
Beispiel 2: 77-kWh-Akku am 150-kW-Schnelllader (DC)
Beispiel 3: 60-kWh-Akku am 50-kW-Lader (DC), 20 → 80 %
⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle
Fehler 1: Mit der Säulenleistung rechnen
Eine 22-kW-Wallbox lädt ein Auto mit 11-kW-Onboard-Charger nur mit 11 kW. Maßgeblich ist immer das Minimum aus Station und Fahrzeug-Limit.
Fehler 2: DC-Spitzenleistung durchgängig annehmen
„350-kW-Lader“ heißt nicht, dass das Auto 350 kW durchgehend zieht. Über 10 → 80 % liegt die Durchschnittsleistung deutlich niedriger – der Rechner setzt ø 75 % des Peaks an.
Fehler 3: Auf 100 % laden wollen
Oberhalb 80 % drosselt das BMS stark. Die letzten 20 % können so lange dauern wie die vorherigen 70 %. Auf Reisen lohnt sich Laden meist nur bis 80 %.
Sonderfall: Kälte und kalte Batterie
Im Winter oder bei kalter Batterie lädt das Auto DC deutlich langsamer. Eine Vorkonditionierung (Akku auf Temperatur bringen) auf dem Weg zum Lader verkürzt die Ladezeit.
Sonderfall: Phasen und Hausanschluss
11 kW AC setzen Drehstrom über drei Phasen voraus. Eine einphasige Steckdose liefert nur rund 2,3 kW – das vervielfacht die Ladezeit. Prüfen Sie, mit wie vielen Phasen Ihr Auto und Ihr Anschluss laden.
❓ Häufig gestellte Fragen zur Ladezeit
Wie berechne ich die Ladezeit eines E-Autos?
Die nachzuladende Energie ist Akku × (Ziel % − Start %) ÷ 100. Geteilt durch die effektive Ladeleistung ergibt sich die Ladezeit in Stunden. Ein 60-kWh-Akku von 10 auf 80 % an 11 kW braucht 42 ÷ 11 ≈ 3 Stunden 49 Minuten.
Warum lädt mein Auto langsamer als die Säule angibt?
Es zählt das Minimum aus Stationsleistung und Fahrzeug-Limit. Beim AC begrenzt der Onboard-Charger (oft 11 kW), beim DC drosselt das Batteriemanagement mit steigendem Ladestand. Eine 150-kW-Säule liefert die volle Leistung nur kurz im unteren Ladebereich.
Warum lädt man nur von 10 auf 80 Prozent?
Oberhalb von 80 % drosselt das BMS die DC-Leistung stark, das letzte Fünftel dauert überproportional lange. Auf der Langstrecke ist es daher schneller, bei 80 % weiterzufahren. Für die Akku-Gesundheit ist im Alltag ohnehin ein Fenster von rund 20–80 % ideal.
Was ist der Unterschied zwischen AC- und DC-Laden?
AC ist Wechselstrom-Laden, etwa an der Wallbox; der Onboard-Charger des Autos wandelt den Strom um und begrenzt die Leistung (oft 11 kW). DC ist Gleichstrom-Schnellladen am öffentlichen Lader, hier lädt das Auto direkt mit hoher Leistung – ideal für unterwegs.
Wie viel kostet eine Ladung an Strom?
Die Kosten ergeben sich aus den geladenen kWh (inklusive Ladeverlust) mal dem Strompreis. Zu Hause kostet die Kilowattstunde rund 30–35 ct, öffentliches AC etwa 45–55 ct, DC-Schnellladen oft 55–79 ct/kWh. 42 kWh zu Hause bei 35 ct sind also rund 16 €.
Warum dauert das Laden im Winter länger?
Eine kalte Batterie nimmt weniger Leistung an, weil das BMS die Zellen schützt. Bei Kälte kann die DC-Ladezeit deutlich steigen. Eine Vorkonditionierung – das Aufwärmen des Akkus auf dem Weg zum Schnelllader – verkürzt die Ladezeit spürbar.