Pflaster-Rechner 2026
Pflastersteine, Splitt und Schotter berechnen
Zuletzt aktualisiert am 5. Juni 2026
Grundlage: Steine/m² = 1.000.000 ÷ ((Steinlänge + Fuge) × (Steinbreite + Fuge)) [mm]; Splitt-Bettung ≈ 75 kg/m² bei 5 cm (15 kg je m² und cm); Schotter-Tragschicht = Fläche × Dicke × 1,3 (Auflockerung)
Voreinstellungen: Fuge 4 mm, Bettung 4 cm, Reihenverband (+5 % Verschnitt, Diagonal/Fischgrät +9 %); Tragschichtdicke Gehweg 40 cm, PKW-Einfahrt 55 cm, Schwerlast 90 cm.
Nicht berücksichtigt: konkreter Untergrund, Frostschutz, Gefälle und Entwässerung. Maßgeblich sind DIN 18318, FLL und ZTV Wegebau. Keine Fachplanung, Angaben ohne Gewähr.
Open-Source-Projekt
Dieser Rechner ist Open Source. Hilf mit, ihn aktuell und korrekt zu halten.
Benötigte Pflastersteine
für 20 m² (47,1 Steine/m², Reihenverband)
🧮 So wird gerechnet
Steine/m² = 1.000.000 ÷ ((L + Fuge) × (B + Fuge)) = 1.000.000 ÷ ((200 + 4) × (100 + 4)) = 47,1 Steine/m²
Gesamt = 20 m² × 47,1 × 1,05 = 990 Steine
Splitt = 20 × 4 cm × 15 kg = 1.200 kg; Schotter = Fläche × 55 cm × 1,3.
Hinweis: Die Werte sind GaLaBau-Richtwerte für die Materialbestellung. Die nötige Tragschicht- und Frostschutzdicke hängt von Untergrund und Nutzung ab (DIN 18318, FLL, ZTV Wegebau). Bei tragender oder befahrener Fläche im Zweifel einen Fachbetrieb hinzuziehen. Alle Angaben ohne Gewähr.
Pflastersteine und Unterbau richtig berechnen
Mit dem Pflaster-Rechner planen Sie eine Terrasse, einen Gehweg oder eine Einfahrt komplett durch: Sie erhalten die Anzahl Pflastersteine, die Menge Pflastersplitt für die Bettung und das Volumen Schotter für die Tragschicht. So vermeiden Sie Fehlmengen beim teuersten Posten – dem Unterbau.
Die Formel
Der Steinbedarf ergibt sich aus der Ansichtsfläche eines Steins inklusive Fuge:
- Steine/m² = 1.000.000 ÷ ((Steinlänge + Fuge) × (Steinbreite + Fuge)) in mm
- Gesamtsteine = Fläche × Steine/m² × (1 + Verschnitt)
- Splitt ≈ 15 kg pro m² und cm Bettungsdicke (75 kg/m² bei 5 cm)
- Schotter (m³) = Fläche × Tragschichtdicke × 1,3
Der Faktor 1,3 beim Schotter berücksichtigt, dass das lose Material beim Verdichten an Volumen verliert. Sie müssen also rund 30 % mehr Schotter anliefern lassen, als das fertige, verdichtete Volumen ergibt.
Der richtige Aufbau
Ein dauerhafter Pflasterbelag besteht von unten nach oben aus Frostschutz- und Tragschicht (Schotter), einer Bettung aus Pflastersplitt (3–5 cm) und den Pflastersteinen. Die Fugen werden anschließend mit feinem Fugensplitt oder Sand verfüllt. Wichtig ist ein leichtes Gefälle von etwa 2 %, damit Regenwasser ablaufen kann.
Tragschichtdicke je Nutzung
Je höher die Last, desto dicker der Unterbau. Für einen Gehweg oder eine Terrasse genügen rund 30–50 cm Tragschicht, für eine PKW-Einfahrt sind 45–70 cm üblich und bei Schwerlast (LKW, Stellplätze) eher 75–105 cm. Der Rechner verwendet die Mittelwerte dieser Spannen. Der genaue Wert hängt vom Untergrund und der Frostempfindlichkeit des Bodens ab.
Verlegemuster und Verschnitt
Beim einfachen Reihenverband fällt wenig Verschnitt an – etwa 5 %. Wer diagonal oder im Fischgrätmuster verlegt, muss an allen Rändern Steine zuschneiden und sollte rund 8–10 % einplanen. Der Rechner stellt das je nach gewähltem Muster automatisch ein.
🧩 Richtwerte für Pflasterflächen
Empfohlene Tragschichtdicke und Steinbedarf gängiger Formate (Fuge 4 mm).
| Merkmal | Richtwert |
|---|---|
| Stein 20 × 10 cm | ≈ 47 Steine/m² |
| Stein 10 × 10 cm | ≈ 94 Steine/m² |
| Stein 20 × 16,5 cm | ≈ 29 Steine/m² |
| Splitt-Bettung 5 cm | ≈ 75 kg/m² |
| Tragschicht Gehweg/Terrasse | 30–50 cm |
| Tragschicht PKW-Einfahrt | 45–70 cm |
| Tragschicht Schwerlast | 75–105 cm |
Quellen: steda.de, bauen.de, sanier.de (GaLaBau-Faustwerte).
📊 Beispielrechnungen
Drei typische Flächen mit unterschiedlichem Format und Muster:
Beispiel 1: Terrasse 5 × 4 m, Stein 20 × 10 cm, Reihenverband
Beispiel 2: PKW-Einfahrt 6 × 3,5 m, Stein 10 × 10 cm, Fuge 3 mm
Beispiel 3: Hofzufahrt 8 × 4 m, Stein 20 × 16,5 cm, Fischgrät, Schwerlast
⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle
Fehler 1: Fuge nicht mitrechnen
Ohne die 3–5 mm Fuge wird die Steinzahl pro m² überschätzt. Die Fuge vergrößert das wirksame Steinmaß und senkt damit den Bedarf – tragen Sie sie immer ein.
Fehler 2: Tragschicht zu dünn
Eine zu dünne Tragschicht führt bei Frost und Last zu Setzungen und Wellen im Belag. Für eine befahrene Einfahrt sind 45–70 cm nötig, nicht die 30 cm eines Gehwegs.
Fehler 3: Auflockerung des Schotters vergessen
Loser Schotter verliert beim Verdichten Volumen. Wer ohne den Faktor 1,3 rechnet, bestellt rund 30 % zu wenig und muss nachordern.
Sonderfall: Diagonalverlegung
Diagonale Muster und Fischgrät erzeugen viele Schnittsteine an den Rändern. Planen Sie hier 8–10 % Verschnitt statt der üblichen 5 % ein.
Sonderfall: Gefälle und Entwässerung
Ein Gefälle von rund 2 % ist Pflicht, damit Wasser abläuft. Bei großen oder versiegelten Flächen kann zusätzlich eine Entwässerungsrinne nötig sein – das berücksichtigt der Rechner nicht.
❓ Häufig gestellte Fragen zum Pflaster-Rechner
Wie viele Pflastersteine brauche ich pro m²?
Das hängt vom Steinformat ab. Bei 20 × 10 cm und 4 mm Fuge sind es rund 47 Steine/m², bei 10 × 10 cm etwa 94 Steine/m². Die Formel lautet: 1.000.000 ÷ ((Steinlänge + Fuge) × (Steinbreite + Fuge)) in Millimetern.
Wie viel Splitt brauche ich für die Bettung?
Pflastersplitt für die Bettung wiegt bei 5 cm Dicke rund 75 kg pro m², also etwa 15 kg je m² und Zentimeter. Für 20 m² mit 4 cm Bettung ergeben sich rund 1.200 kg.
Wie dick muss die Tragschicht sein?
Für Gehwege und Terrassen reichen 30–50 cm, für PKW-Einfahrten 45–70 cm und für Schwerlastflächen 75–105 cm. Der genaue Wert hängt von Untergrund und Frostempfindlichkeit des Bodens ab.
Wie viel Schotter brauche ich?
Multiplizieren Sie Fläche, Tragschichtdicke und den Auflockerungsfaktor 1,3. Für eine 21 m² große Einfahrt mit 55 cm Tragschicht sind das rund 15 m³ Schotter, da loses Material beim Verdichten Volumen verliert.
Wie viel Verschnitt sollte ich einplanen?
Beim Reihenverband etwa 5 %, bei diagonaler Verlegung oder Fischgrätmuster eher 8–10 %, weil an den Rändern viele Steine zugeschnitten werden. Der Rechner stellt den Wert je nach Muster automatisch ein.
Welches Gefälle braucht eine Pflasterfläche?
Ein Gefälle von rund 2 % ist üblich, damit Regenwasser sicher abläuft und sich keine Pfützen bilden. Das Gefälle wird in der Tragschicht und Bettung angelegt, nicht erst in den Steinen.
