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Trockenbau-Rechner 2026

Material für Gipskarton-Ständerwand berechnen

Zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2026

Grundlage: Metallständerwand Knauf W111 nach DIN 18181 – Achsabstand der CW-Profile 62,5 cm (= halbe Plattenbreite), Standard-Plattenbreite 1.250 mm. Platten = Wandfläche ÷ Plattenfläche × Seiten × Lagen × Verschnitt; CW-Profile = aufgerundet(Länge ÷ 0,625) + 1.

Voreinstellungen: Platte 1,25 × 2,00 m (= 2,5 m²), Verschnitt 10 %, ca. 28 Schnellbauschrauben/m², Spachtel 0,4 kg/m² (Q2-Fugen) bzw. 1,2 kg/m² (Q3/Q4-Vollflächen). Alle Werte sind frei anpassbar.

Nicht berücksichtigt: Tür-/Fensteröffnungen, Anschlussdetails, Eckausbildungen sowie statische Grenzen der zulässigen Wandhöhe. Keine Fachplanung oder Statik, Angaben ohne Gewähr.

Open-Source-Projekt

Dieser Rechner ist Open Source. Hilf mit, ihn aktuell und korrekt zu halten.

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Plattenformat (Gipskarton)
Beplankung (Lagen je Seite)
Beplankte Seiten
CW-Profilbreite
Bestimmt die Dämmstoffdicke und die maximale Wandhöhe (Statik beachten).

Materialbedarf Ständerwand

9Gipsplatten

für 10 m² Wand (beidseitig, 1-lagig) inkl. 10 % Verschnitt

CW-Ständerprofile (CW 75)8 Stk
UW-Profil (Boden + Decke)8 lfm
Schnellbauschrauben560 Stk
Spachtelmasse (Q2)8 kg
Fugendeckstreifen24 lfm
Dübel / Schrauben für UW12 Stk
Mineralwolle (75 mm)10

🧮 So wird gerechnet

Wandfläche = 4 m × 2,5 m = 10

Platten = 10 ÷ 2,5 m² × 2 Seiten × 1 Lage × 1,1 (Verschnitt) = 9 Stück

CW-Profile = aufgerundet(4 m ÷ 0,625 m) + 1 = 8 Stück (Achsabstand 62,5 cm)

Schrauben = 20 m² Beplankung × 28 Stk/m² = 560 Stück

Spachtelmasse = 10 m² × 2 Seiten × 0,4 kg/m² = 8 kg

Hinweis: Die Ergebnisse gelten für nichttragende Trennwände in Metallständerbauweise (Knauf W111 / DIN 18181). Die maximal zulässige Wandhöhe hängt von CW-Profilbreite und Achsabstand ab – bei tragenden Wänden sowie Brand- oder Schallschutzanforderungen ist eine Fachplanung erforderlich. Die Mengen sind Schätzwerte inklusive Verschnitt und keine verbindliche Materialliste. Alle Angaben ohne Gewähr.

Trockenbau-Material für eine Ständerwand berechnen

Mit dem Trockenbau-Rechner ermitteln Sie in Sekunden, wie viel Material Sie für eine Metallständerwand aus Gipskarton (umgangssprachlich „Rigips“) brauchen: Gipskartonplatten, CW- und UW-Profile, Schnellbauschrauben, Spachtelmasse, Fugendeckstreifen und Mineralwolle-Dämmung. Anders als ein reiner Quadratmeterpreis-Rechner liefert dieser Rechner einen kompletten Materialsatz für das gesamte Gewerk – ideal für die Heimwerker-Planung oder als Gegenkontrolle zum Handwerkerkosten-Rechner.

Die Formeln im Überblick

Der Rechner folgt dem Systemaufbau einer Knauf-W111-Metallständerwand nach DIN 18181:

  • Wandfläche A = Wandlänge × Wandhöhe
  • Gipsplatten = A ÷ Plattenfläche × Seiten × Lagen × (1 + Verschnitt), aufgerundet
  • CW-Ständerprofile = aufgerundet(Länge ÷ 0,625 m) + 1
  • UW-Profil = 2 × Wandlänge (Boden- und Deckenanschluss)
  • Schnellbauschrauben = Beplankungsfläche × ca. 28 Stück/m²
  • Spachtelmasse = Wandfläche × Seiten × 0,4 kg/m² (Q2) bzw. 1,2 kg/m² (Q3/Q4)
  • Mineralwolle = Wandfläche (Dicke = CW-Profilbreite)

Der Achsabstand von 62,5 cm ist kein Zufall: Er entspricht exakt der halben Standard-Plattenbreite von 1,25 m. Dadurch trifft jeder Plattenstoß zweier benachbarter Platten genau auf der Mitte eines CW-Profils auf – die Voraussetzung für eine saubere, rissfreie Verschraubung. Das „+ 1“ in der Profilformel berücksichtigt das zusätzliche Endprofil am Wandabschluss.

CW, UW und die richtige Profilbreite

Die Unterkonstruktion besteht aus zwei Profiltypen: Das UW-Profil (U-förmig) wird an Boden und Decke befestigt und bildet die waagerechte Führung. Die CW-Profile (C-förmig) werden senkrecht eingestellt und tragen die Beplankung. Die Profilbreite – CW 50, 75 oder 100 mm – bestimmt sowohl die Dicke der einlegbaren Dämmung als auch die maximal zulässige Wandhöhe: Je breiter das Profil, desto höher darf die Wand bei gleichem Achsabstand werden. Für hohe Wände oder erhöhte Anforderungen wählt man breitere Profile oder einen engeren Achsabstand (z. B. 41,7 cm). Die genauen Grenzwerte stehen im jeweiligen Knauf- oder Siniat-Datenblatt.

Ein- oder zweilagig, ein- oder beidseitig

Eine klassische Trennwand wird beidseitig einlagig beplankt – also auf beiden Seiten des Ständerwerks je eine Plattenlage. Für besseren Schall- und Brandschutz wird zweilagig (doppelt) beplankt. Eine einseitige Beplankung kommt etwa bei einer Vorsatzschale vor einer bestehenden Wand vor. Der Rechner multipliziert die Wandfläche entsprechend mit der Zahl der Seiten und Lagen – bei beidseitig zweilagig also mit dem Faktor vier.

Spachteln in Qualitätsstufen Q1 bis Q4

Die DIN-Norm 18181 bzw. das Merkblatt zu Oberflächengüten kennt vier Stufen: Q1 ist die reine Grundverspachtelung der Fugen, Q2 die Standard-Fugenspachtelung für tapezierfertige Wände (Richtwert ca. 0,4 kg/m²). Q3 und vor allem Q4 bedeuten eine vollflächige Verspachtelung für Streiflicht-empfindliche Glanzanstriche – hier steigt der Materialbedarf auf grob 1 bis 1,5 kg/m². Stellen Sie im Rechner die passende Stufe ein, damit die Spachtelmenge realistisch ist.

🧱 Richtwerte: Material pro 10 m² Wandfläche

Faustwerte für eine beidseitig einlagig beplankte Metallständerwand (Platte 1,25 × 2,00 m, Achsabstand 62,5 cm, 10 % Verschnitt). Tatsächliche Mengen hängen von Zuschnitten, Öffnungen und System ab.

Material Einheit ≈ pro 10 m² Wand
🧱 Gipskartonplatten (beidseitig)ca. 22 m²
⬛ CW-Ständerprofile (Wand 4 m)Stückca. 8
➖ UW-Profil (Boden + Decke)lfmca. 8 lfm
🔩 SchnellbauschraubenStückca. 560
🪣 Fugenspachtel (Q2)kgca. 8 kg
🪣 Vollspachtel (Q3/Q4)kgca. 24 kg
📏 Fugendeckstreifenlfmca. 24 lfm
🧶 Mineralwolle (Dämmung)ca. 10 m²

Quellen: Knauf W11.de / W111.de (DIN 18181), Siniat „Unterkonstruktion bauen“ (Stand 2026).

📊 Beispielrechnungen

Drei typische Wände, jeweils mit Platte 2,5 m² (1,25 × 2,00 m):

Beispiel 1: Trennwand 4 × 2,5 m, beidseitig 1-lagig

Wandfläche:
4 × 2,5 = 10 m²
Platten:
10 ÷ 2,5 × 2 × 1 × 1,10 = 8,8 → 9 Stück
CW-Profile:
⌈4 ÷ 0,625⌉ + 1 = 7 + 1 = 8
UW-Profil:
2 × 4 = 8 lfm
Schrauben:
10 × 2 × 28 = 560
Spachtel (Q2):
10 × 2 × 0,4 = 8 kg

Beispiel 2: Vorsatzschale 6 × 2,75 m, einseitig 1-lagig

Wandfläche:
6 × 2,75 = 16,5 m²
Platten:
16,5 ÷ 2,5 × 1 × 1 × 1,10 = 7,26 → 8 Stück
CW-Profile:
⌈6 ÷ 0,625⌉ + 1 = 10 + 1 = 11
UW-Profil:
2 × 6 = 12 lfm
Schrauben:
16,5 × 1 × 28 = 462
Spachtel (Q2):
16,5 × 1 × 0,4 = 6,6 kg

Beispiel 3: Schallschutzwand 5 × 3 m, beidseitig 2-lagig, Q3/Q4

Wandfläche:
5 × 3 = 15 m²
Platten:
15 ÷ 2,5 × 2 × 2 × 1,15 = 27,6 → 28 Stück
CW-Profile:
⌈5 ÷ 0,625⌉ + 1 = 8 + 1 = 9
Schrauben:
15 × 2 × 2 × 28 = 1.680
Spachtel (Q3/Q4):
15 × 2 × 1,2 = 36 kg
💡 Tipp: Beispiel 3 zeigt, wie stark eine zweilagige, beidseitige Beplankung den Bedarf treibt – aus 15 m² Wand werden mit dem Faktor 4 ganze 60 m² zu beplankende Fläche. Wer nur Schallschutz braucht, prüft, ob eine einlagige Wand mit Mineralwolle bereits ausreicht.

⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle

Fehler 1: Nur eine Seite gerechnet

Eine freistehende Trennwand wird beidseitig beplankt – die zu beplankende Fläche ist also doppelt so groß wie die Wandfläche. Wer nur eine Seite einplant, bestellt die Hälfte der Platten und Schrauben. Achten Sie auf die Einstellung „einseitig / beidseitig“.

Fehler 2: Achsabstand 62,5 cm ignorieren

Der 62,5-cm-Achsabstand ist auf die Plattenbreite von 1,25 m abgestimmt, damit jeder Plattenstoß auf einem Profil sitzt. Ein willkürlicher Abstand führt zu Fugen „in der Luft“ und damit zu Rissen. Bei höheren Wänden wird der Abstand verengt, nicht vergrößert.

Fehler 3: Verschnitt zu knapp

Bei Türen, Fenstern, Schrägen oder vielen Zuschnitten reichen 10 % Verschnitt oft nicht. Planen Sie dann 15 bis 20 % ein. Ein angebrochenes Plattenpaket lässt sich meist nicht zurückgeben – etwas Reserve ist günstiger als ein zweiter Baumarktweg.

Sonderfall: Maximale Wandhöhe

Nicht jede Wandhöhe ist mit jedem Profil zulässig. CW 50 trägt bei 62,5 cm Achsabstand deutlich weniger Höhe als CW 100. Überschreiten Sie die Grenzwerte, braucht es breitere Profile, einen engeren Abstand oder eine statische Betrachtung – siehe Knauf-Datenblatt.

Sonderfall: Spachtelstufe unterschätzt

Für tapezierfertige Wände genügt Q2 mit rund 0,4 kg/m². Wer einen Glanzanstrich oder Streiflicht-Situationen hat, braucht eine Q3/Q4-Vollverspachtelung mit dem drei- bis vierfachen Materialeinsatz. Stellen Sie die richtige Stufe ein, sonst fehlt Spachtel.

❓ Häufig gestellte Fragen zum Trockenbau

Wie viele Gipskartonplatten brauche ich pro Quadratmeter Wand?

Eine Standardplatte misst 1,25 × 2,00 m und deckt 2,5 m² ab. Für eine beidseitig einlagig beplankte Wand brauchen Sie also rund 2,2 m² Platte je 1 m² Wand (beide Seiten plus 10 % Verschnitt). Bei 10 m² Wand sind das etwa 9 Platten. Zweilagig verdoppelt sich dieser Bedarf.

Wie groß ist der Abstand der CW-Profile?

Der Standard-Achsabstand beträgt 62,5 cm – das entspricht der halben Plattenbreite von 1,25 m, damit jeder Plattenstoß mittig auf einem Profil sitzt. Die Profilzahl ist aufgerundet(Wandlänge ÷ 0,625) + 1. Bei höheren Wänden oder erhöhten Anforderungen wird der Abstand auf 41,7 cm oder 31,25 cm verengt.

Was ist der Unterschied zwischen CW- und UW-Profilen?

Das UW-Profil (U-förmig) wird an Boden und Decke verschraubt und bildet die waagerechte Führung – Sie brauchen es zweimal je Wandlänge. Die CW-Profile (C-förmig) werden senkrecht in die UW-Profile gestellt und tragen die Beplankung. Beide gibt es in den Breiten 50, 75 und 100 mm.

Welche CW-Profilbreite soll ich wählen?

Die Profilbreite bestimmt Dämmstoffdicke und maximale Wandhöhe. CW 50 reicht für niedrige Trennwände, CW 75 ist der gängige Standard, CW 100 für hohe Wände oder besseren Schallschutz. Je breiter das Profil, desto höher darf die Wand bei gleichem Achsabstand werden. Die genauen Höhengrenzen stehen im Knauf- bzw. Siniat-Datenblatt.

Wie viel Spachtelmasse brauche ich beim Trockenbau?

Für die Standard-Fugenspachtelung Q2 (tapezierfertig) rechnet man rund 0,4 kg je Quadratmeter beplankter Fläche. Für eine vollflächige Q3/Q4-Verspachtelung – nötig bei Glanzanstrichen oder Streiflicht – steigt der Bedarf auf etwa 1 bis 1,5 kg/m². Bei beidseitiger Beplankung zählt jede Seite einzeln.

Brauche ich eine Genehmigung für eine Trockenbauwand?

Eine nichttragende Trennwand im Inneren ist in der Regel nicht genehmigungspflichtig. Sobald aber statisch relevante, tragende Wände, der Brandschutz oder bei Mietwohnungen die Zustimmung des Vermieters betroffen sind, sollten Sie das vorab klären. Dieser Rechner ersetzt keine Fachplanung oder statische Bemessung.