Gehaltserhöhung-Rechner 2026
Wie viel Netto bleibt von Ihrer Erhöhung?
Zuletzt aktualisiert am 5. Juni 2026
Grundlage: BMF-Programmablaufplan Lohnsteuer 2026, §32a EStG (Grundfreibetrag 12.348 €), Rechengrößen der Sozialversicherung 2026 (Bundeskabinett 08.10.2025)
Berücksichtigt: Lohnsteuer nach allen sechs Steuerklassen, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer, Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung bis zu den Beitragsbemessungsgrenzen (KV/PV 69.750 €, RV/AV 101.400 € pro Jahr), durchschnittlicher KV-Zusatzbeitrag 2,9 %
Nicht berücksichtigt: individuelle Freibeträge, geldwerte Vorteile, Einmalzahlungen, betriebliche Altersvorsorge, private Krankenversicherung – maßgeblich ist immer Ihre persönliche Gehaltsabrechnung. Es handelt sich um eine Schätzung, keine Steuerberatung.
Ledig / Geschieden
Davon bleibt netto übrig
bei + 250 € brutto / Monat
Von 250 € mehr brutto bleiben Ihnen 137 € netto.
Effektive Grenzbelastung: 45,2 % gehen an Steuern und Sozialabgaben.
📊 Netto vorher vs. nachher
ℹ️ Warum bleibt nicht alles übrig?
- ✅Auf den Mehrverdienst fallen Sozialabgaben (rund 20–21 % AN-Anteil) und Lohnsteuer an – bis zur jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze.
- ✅Der zusätzliche Euro wird mit Ihrem Grenzsteuersatz versteuert, nicht mit dem Durchschnittssteuersatz – deshalb ist die Belastung höher als gedacht.
- ✅Liegt Ihr Gehalt über der BBG (KV/PV: 69.750 €/Jahr, RV/AV: 101.400 €/Jahr), fallen auf den darüber liegenden Teil keine SV-Beiträge mehr an – die Netto-Quote steigt dann.
- ✅Berechnung der Lohnsteuer nach dem offiziellen BMF-Programmablaufplan 2026 (Grundfreibetrag 12.348 €).
⚠️ Schätzung – keine Steuerberatung
Dieser Rechner liefert eine vereinfachte Schätzung auf Basis der Werte für 2026. Nicht berücksichtigt werden u. a. individuelle Freibeträge, geldwerte Vorteile, Einmalzahlungen, betriebliche Altersvorsorge oder ein freiwilliger PKV-Beitrag. Maßgeblich ist Ihre persönliche Gehaltsabrechnung.
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Gehaltserhöhung 2026: Wie viel Netto bleibt wirklich übrig?
Eine Gehaltserhöhung klingt zunächst nach einem großen Sprung – doch vom Brutto-Mehrverdienst landet nur ein Teil auf Ihrem Konto. Der Grund: Auf jeden zusätzlichen Euro fallen Sozialabgaben und Lohnsteuer an. Unser Gehaltserhöhung-Rechner zeigt Ihnen auf einen Blick, wie viel von Ihrer geplanten Erhöhung netto übrig bleibt – mit einem direkten Vergleich von Netto vorher und nachher. Möchten Sie Ihr gesamtes Netto berechnen, nutzen Sie den Brutto-Netto-Rechner.
Der Unterschied: Grenzsteuersatz statt Durchschnittssteuersatz
Der wichtigste Effekt ist die Progression: Der zusätzlich verdiente Euro wird mit Ihrem Grenzsteuersatz belastet – also dem Steuersatz für das oberste Stück Ihres Einkommens. Dieser liegt deutlich über dem Durchschnittssteuersatz, mit dem Ihr gesamtes Gehalt besteuert wird. Genau deshalb fühlt sich eine Gehaltserhöhung netto oft kleiner an, als sie brutto aussieht. Zusammen mit dem Arbeitnehmer-Anteil an der Sozialversicherung (rund 20–21 %) entsteht die sogenannte Grenzbelastung auf den Mehrverdienst.
Die Werte 2026 im Überblick
- Grundfreibetrag: 12.348 € (§32a EStG)
- Rentenversicherung: 9,3 % Arbeitnehmer-Anteil (18,6 % gesamt)
- Arbeitslosenversicherung: 1,3 % Arbeitnehmer-Anteil (2,6 % gesamt)
- Krankenversicherung: 7,3 % + halber Zusatzbeitrag (Ø 2,9 % in 2026)
- Pflegeversicherung: 1,8 % (kinderlos ab 23 Jahren +0,6 %)
- BBG Kranken-/Pflegeversicherung: 69.750 € pro Jahr (5.812,50 €/Monat)
- BBG Renten-/Arbeitslosenversicherung: 101.400 € pro Jahr (8.450 €/Monat)
Was passiert oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze?
Verdienen Sie bereits über der Beitragsbemessungsgrenze, fallen auf den darüber liegenden Teil der Erhöhung keine Sozialbeiträge mehr an. Dann bleibt von der Erhöhung relativ mehr Netto übrig – die Netto-Quote steigt. Liegt Ihr Gehalt dagegen im mittleren Bereich, wirken Steuerprogression und volle Sozialabgaben zusammen, und die Grenzbelastung ist am höchsten. Wie sich die einzelnen Steuern zusammensetzen, sehen Sie im Lohnsteuer-Rechner.
Lohnt sich die Gehaltsverhandlung trotzdem?
Ja – auch wenn netto „nur“ etwa die Hälfte ankommt, summiert sich der Effekt: Eine Erhöhung wirkt dauerhaft, erhöht künftige Erhöhungen (Basis-Effekt) und steigert auch Ihre spätere Rente. Bevor Sie verhandeln, lohnt ein Blick darauf, ob Ihr Gehalt überhaupt marktgerecht ist – das prüfen Sie mit dem Gehaltsvergleich-Rechner.
📊 Beispielrechnungen: Was bleibt netto?
Drei typische Fälle (Steuerklasse 1, kinderlos, NRW, KV-Zusatzbeitrag 2,9 % – Schätzwerte nach BMF-PAP 2026):
Beispiel 1: 3.500 € brutto, +250 € Erhöhung
Beispiel 2: 4.500 € brutto, +5 % Erhöhung
Beispiel 3: 9.000 € brutto, +500 € Erhöhung
⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle
Fehler 1: Brutto-Erhöhung mit Netto-Plus gleichsetzen
Eine Erhöhung um 200 € brutto bedeutet nicht 200 € mehr Netto. Je nach Einkommen bleibt netto häufig nur etwa die Hälfte übrig – der Rest geht an Steuern und Sozialabgaben.
Fehler 2: Mit dem Durchschnittssteuersatz rechnen
Der Mehrverdienst wird mit dem höheren Grenzsteuersatz versteuert, nicht mit dem niedrigeren Durchschnittssteuersatz. Wer das verwechselt, überschätzt das Netto-Plus.
Fehler 3: Sachleistungen vergessen
Statt einer Brutto-Erhöhung können steuerfreie oder pauschal versteuerte Leistungen (z. B. Sachbezug, Jobticket, betriebliche Altersvorsorge) netto oft mehr bringen. Diese sind in diesem Rechner nicht abgebildet.
Sonderfall: Wechsel des Beitragssatzes
Ändert sich durch die Erhöhung Ihr individueller KV-Zusatzbeitrag (Kassenwechsel) oder fällt der Kinderlos-Zuschlag weg, verschiebt sich das Ergebnis. Passen Sie die Felder im Rechner entsprechend an.
Sonderfall: Steuerklasse 5 oder 6
In Steuerklasse 5 und 6 ist die monatliche Belastung besonders hoch, weil Freibeträge fehlen. Der endgültige Betrag ergibt sich erst aus der Einkommensteuererklärung – die Monatsschätzung kann deutlich abweichen.
🎯 Was bedeutet das Ergebnis für Sie?
Ihr Ergebnis zeigt, wie viel von der Brutto-Erhöhung netto übrig bleibt. So nutzen Sie es weiter:
✅ Verhandlungsbasis prüfen
Vergleichen Sie Ihr Gehalt zuerst mit dem Marktniveau, bevor Sie verhandeln – mit dem Gehaltsvergleich-Rechner.
📋 Alternativen durchrechnen
Steuerfreie oder begünstigte Zusatzleistungen können netto attraktiver sein als eine reine Brutto-Erhöhung. Fragen Sie gezielt nach Sachbezug oder betrieblicher Altersvorsorge.
💰 Komplettes Netto berechnen
Das gesamte neue Netto inklusive aller Abzüge ermitteln Sie im Brutto-Netto-Rechner.
❓ Häufig gestellte Fragen zur Gehaltserhöhung
Wie viel Netto bleibt von einer Gehaltserhöhung übrig?
Das hängt von Ihrem Einkommen, Ihrer Steuerklasse und Ihren Sozialbeiträgen ab. In der Praxis bleibt vom Brutto-Mehrverdienst je nach Konstellation häufig etwa die Hälfte netto übrig, weil Lohnsteuer und Sozialabgaben anfallen. Geben Sie Ihre Werte in den Rechner ein, um Ihren persönlichen Netto-Zuwachs zu sehen.
Was ist die Grenzbelastung bei einer Gehaltserhöhung?
Die Grenzbelastung ist der Anteil der Brutto-Erhöhung, der durch Steuern und Sozialabgaben „verloren“ geht. Sie ergibt sich aus Ihrem Grenzsteuersatz plus dem Arbeitnehmer-Anteil an der Sozialversicherung. Im mittleren Einkommensbereich liegt sie häufig zwischen 45 % und 50 %.
Warum bleibt von der Gehaltserhöhung netto so wenig übrig?
Der zusätzliche Euro wird mit dem höheren Grenzsteuersatz versteuert, nicht mit dem niedrigeren Durchschnittssteuersatz. Zusätzlich fallen Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung an. Erst oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze entfallen die Sozialbeiträge auf den darüber liegenden Teil, sodass relativ mehr Netto übrig bleibt.
Lohnt sich eine Gehaltserhöhung überhaupt?
Ja. Auch wenn netto nur ein Teil ankommt, wirkt eine Erhöhung dauerhaft: Sie ist Basis für künftige prozentuale Erhöhungen, erhöht Ihre Beiträge zur Rentenversicherung und damit Ihre spätere Rente. Über die Jahre summiert sich der Effekt deutlich.
Wann bringt eine Erhöhung netto besonders viel?
Liegt Ihr Gehalt bereits über der Beitragsbemessungsgrenze (2026: 69.750 € für Kranken-/Pflegeversicherung bzw. 101.400 € für Renten-/Arbeitslosenversicherung pro Jahr), fallen auf den Mehrverdienst keine bzw. weniger Sozialbeiträge an. Dann steigt die Netto-Quote, und von der Erhöhung kommt relativ mehr an.
Sind die Werte im Rechner verbindlich?
Nein. Der Rechner liefert eine Schätzung nach dem BMF-Programmablaufplan 2026 und den Sozialversicherungs-Rechengrößen 2026. Nicht berücksichtigt werden individuelle Freibeträge, geldwerte Vorteile, Einmalzahlungen oder eine private Krankenversicherung. Maßgeblich ist Ihre persönliche Gehaltsabrechnung – im Zweifel hilft eine Steuerberatung.
🏛️ Zuständige Stellen
Finanzamt & Krankenkasse
Für Lohnsteuer und Steuerklasse ist Ihr Finanzamt zuständig (online über ELSTER). Den KV-Zusatzbeitrag legt Ihre Krankenkasse individuell fest – ein Kassenwechsel kann sich nach einer Gehaltserhöhung lohnen.
Online: elster.de · bmf-steuerrechner.de