Raumvolumen-Rechner 2026
Kubikmeter (m³) eines Raums berechnen
Zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2026
Grundlage: Geometrische Standardformel Volumen = Länge × Breite × Raumhöhe (m³); bei Dachschräge mittlere Raumhöhe = (höchste + niedrigste Höhe) ÷ 2. Wandfläche = 2 × (Länge + Breite) × Höhe − Tür-/Fensterflächen.
Faustwerte: Heizlast 30–50 W/m³ je nach Dämmstandard (Orientierung, nicht DIN EN 12831), Lüftungsbedarf = Volumen × Luftwechselrate (Wohnräume 0,5–1,0/h, nach DIN 1946-6).
Nicht berücksichtigt: Nischen, Erker, komplexe Dachformen und Sonderquerschnitte; reines Volumen ist keine Wohnflächenermittlung nach WoFlV. Keine Heizungs- oder Lüftungsplanung, Angaben ohne Gewähr.
Open-Source-Projekt
Dieser Rechner ist Open Source. Hilf mit, ihn aktuell und korrekt zu halten.
Raumvolumen
entspricht 50.000 Liter Luftraum
Abgeleitete Richtwerte
Heizlast und Luftvolumenstrom sind unverbindliche Faustwerte zur Orientierung – keine normgerechte Auslegung.
🧮 So wird gerechnet
Volumen = Länge × Breite × Raumhöhe
= 5 m × 4 m × 2,5 m = 50 m³
Wandfläche = 2 × (Länge + Breite) × Höhe − Öffnungen = 18 m × 2,5 m − 0 m² = 45 m²
Hinweis: Der Heizlast-Wert (W/m³) und der Lüftungs-Luftvolumenstrom sind nur grobe Faustwerte zur Orientierung. Eine verbindliche Heizlastberechnung muss nach DIN EN 12831, eine Lüftungsplanung nach DIN 1946-6 durch eine Fachkraft erfolgen – die Auslegung von Heizung und Lüftung ist sicherheits- und kostenrelevant. Die Wandfläche ist ein rechnerischer Richtwert ohne Abzug von Nischen oder Schrägen-Sonderflächen. Reines Raumvolumen ist keine Wohnflächenermittlung nach WoFlV. Alle Angaben ohne Gewähr.
Raumvolumen in Kubikmeter berechnen
Mit dem Raumvolumen-Rechner ermitteln Sie den Rauminhalt eines Zimmers in Kubikmeter (m³) – also wie viel Luft sich tatsächlich im Raum befindet. Den Wert brauchen Sie für ganz unterschiedliche Zwecke: zum Auslegen einer Heizung oder Klimaanlage, zur Planung der Lüftung, beim Umzug für das Volumen des Transportguts oder schlicht, um ein Gefühl für die Größe eines Raums zu bekommen. Anders als der Wohnflächen-Rechner, der die nutzbare Grundfläche in Quadratmetern liefert, rechnet dieser Rechner den dreidimensionalen Raum aus.
Die Formel
Der Rechner nutzt die geometrische Standardformel für einen Quader:
- Volumen (m³) = Länge (m) × Breite (m) × Raumhöhe (m)
- 1 m³ = 1.000 Liter Luftraum
- Wandfläche (m²) = 2 × (Länge + Breite) × Höhe − Tür-/Fensterflächen
Alle drei Maße müssen in Metern eingesetzt werden. Haben Sie in Zentimetern gemessen, teilen Sie den Wert vorher durch 100 (250 cm = 2,5 m). Ein Kubikmeter ist ein Würfel mit 1 m Kantenlänge und fasst genau 1.000 Liter.
Räume mit Dachschräge
Bei einem Raum unter dem Dach ist die Höhe nicht überall gleich. Für eine durchgehende, gleichmäßige Schräge rechnet man mit der mittleren Raumhöhe: dem Mittelwert aus der höchsten Stelle (am First) und der niedrigsten Stelle (am Kniestock). Die Formel lautet dann mittlere Höhe = (hmax + hmin) ÷ 2, multipliziert mit der Grundfläche. Aktivieren Sie dazu im Rechner die Option „Raum mit Dachschräge“ und tragen Sie beide Höhen ein. Wichtig: Das so ermittelte Volumen ist ein geometrischer Näherungswert – komplexe Dachformen mit mehreren Schrägen oder Gauben müssen in Teilkörper zerlegt werden.
Heizlast als grober Faustwert
Aus dem Volumen lässt sich überschlägig abschätzen, welche Heizleistung ein Raum braucht. Als Faustwert gilt je nach Dämmstandard etwa 50 W/m³ im unsanierten Altbau, rund 40 W/m³ teilsaniert und etwa 30 W/m³ im Neubau bzw. KfW-Standard. Das ist ausdrücklich nur eine Orientierung. Die verbindliche Heizlastberechnung erfolgt nach DIN EN 12831 und berücksichtigt unter anderem Außenwände, Fensterflächen, Lage und Wärmebrücken. Für die tatsächliche Dimensionierung einer Heizung oder Wärmepumpe sollten Sie eine Fachkraft hinzuziehen – siehe auch unseren Wärmepumpen-Rechner.
Lüftungsbedarf aus dem Volumen
Für eine gute Luftqualität sollte die Raumluft mehrmals täglich ausgetauscht werden. Der nötige Frischluftbedarf ergibt sich aus Volumen × Luftwechselrate. Für Wohnräume liegt die empfohlene Luftwechselrate bei rund 0,5 bis 1,0 pro Stunde, das heißt, die gesamte Raumluft wird ein- bis zweimal pro Stunde erneuert. Ein 50 m³ großer Raum braucht bei n = 0,5 also etwa 25 m³ Frischluft pro Stunde. Eine normgerechte Lüftungsplanung erfolgt nach DIN 1946-6.
Wandfläche als Nebenergebnis
Aus Umfang und Höhe gibt der Rechner zusätzlich die Wandfläche aus – praktisch als erster Anhaltspunkt. Für das exakte Material brauchen Sie aber spezielle Rechner: Wie viel Farbe Sie benötigen, klärt der Wandfarben-Rechner, den Bedarf an Tapetenrollen der Tapeten-Rechner. Die Wandfläche hier ist ein rechnerischer Richtwert ohne Abzug von Nischen oder Schrägflächen.
📐 Typische Raumvolumen im Überblick
Richtwerte bei einer Standard-Raumhöhe von 2,50 m. Das tatsächliche Volumen hängt von der exakten Höhe und etwaigen Dachschrägen ab.
| Raum | Grundfläche | Höhe | Volumen |
|---|---|---|---|
| 🚪 Kleines Bad / Flur | 6 m² | 2,50 m | 15 m³ |
| 🛏️ Schlafzimmer | 14 m² | 2,50 m | 35 m³ |
| 🛋️ Wohnzimmer | 25 m² | 2,50 m | 62,5 m³ |
| 🍳 Küche | 12 m² | 2,50 m | 30 m³ |
| 🏛️ Altbau-Zimmer | 20 m² | 3,20 m | 64 m³ |
| 🏠 Komplette 70-m²-Wohnung | 70 m² | 2,50 m | 175 m³ |
1 m³ = 1.000 Liter. Werte gerundet, dienen nur der groben Orientierung.
📊 Beispielrechnungen
So setzen sich Volumen und abgeleitete Werte zusammen:
Beispiel 1: Wohnzimmer (Quader)
Beispiel 2: Schlafzimmer mit Dachschräge
Beispiel 3: Büro im Neubau (Heizlast-Faustwert)
⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle
Fehler 1: Zentimeter und Meter mischen
Die häufigste Fehlerquelle. Alle drei Maße müssen in derselben Einheit stehen – am besten in Metern. Eine Raumhöhe von 250 cm sind 2,50 m, nicht 250 m. Wer Zentimeter einträgt, erhält ein um den Faktor eine Million zu großes Volumen.
Fehler 2: Volumen mit Wohnfläche verwechseln
Das Raumvolumen in m³ ist nicht die Wohnfläche in m². Für mietrechtlich relevante Wohnflächen gilt die Wohnflächenverordnung (WoFlV) mit eigenen Regeln zur Höhenstaffelung bei Dachschrägen. Nutzen Sie dafür den Wohnflächen-Rechner.
Fehler 3: Heizlast für bare Münze nehmen
Die W/m³-Faustwerte sind nur eine erste Orientierung. Sie ersetzen keine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, die Außenwände, Verglasung, Lage und Wärmebrücken berücksichtigt. Für die Heizungs- oder Wärmepumpen-Auslegung immer eine Fachkraft einbeziehen.
Sonderfall: Komplexe Dachformen
Bei Gauben, mehreren Schrägen oder einem L-förmigen Grundriss liefert die einfache mittlere Höhe kein exaktes Ergebnis. Zerlegen Sie den Raum in einfache Teilkörper (Quader, Dreiecks-Prismen), berechnen Sie jeden einzeln und addieren Sie die Volumen.
Sonderfall: Wandfläche zu großzügig
Die ausgegebene Wandfläche zieht nur die von Ihnen eingetragene Tür- und Fensterfläche ab. Nischen, Vorsprünge oder eine offene Wandseite sind nicht berücksichtigt. Für den exakten Farb- oder Tapetenbedarf nutzen Sie die spezialisierten Rechner.
❓ Häufig gestellte Fragen zum Raumvolumen
Wie berechnet man das Raumvolumen?
Das Volumen eines rechteckigen Raums ergibt sich aus Länge × Breite × Raumhöhe, alle Maße in Metern. Ein Raum mit 5 m × 4 m × 2,50 m hat also 5 × 4 × 2,5 = 50 m³. Das entspricht 50.000 Litern Luftraum.
Wie viele Liter sind ein Kubikmeter?
Ein Kubikmeter (1 m³) entspricht genau 1.000 Litern. Es ist das Volumen eines Würfels mit 1 Meter Kantenlänge. Ein Raum mit 50 m³ fasst demnach 50.000 Liter Luft.
Wie berechne ich das Volumen bei einer Dachschräge?
Bei einer gleichmäßigen Schräge rechnen Sie mit der mittleren Raumhöhe: (höchste Höhe + niedrigste Höhe) ÷ 2. Diese multiplizieren Sie mit der Grundfläche. Bei 4 m × 3 m und Höhen von 1,20 m bis 2,60 m ergibt sich (2,60 + 1,20) ÷ 2 = 1,90 m und damit 4 × 3 × 1,9 = 22,8 m³.
Wie viel Heizleistung braucht ein Raum pro Kubikmeter?
Als grober Faustwert gelten je nach Dämmstandard etwa 30 bis 50 W pro m³: rund 50 W/m³ im unsanierten Altbau, etwa 30 W/m³ im Neubau. Das ist nur eine Orientierung. Die verbindliche Heizlast wird nach DIN EN 12831 von einer Fachkraft berechnet und berücksichtigt Außenwände, Fenster und Wärmebrücken.
Wie viel Frischluft braucht ein Raum pro Stunde?
Der Frischluftbedarf ergibt sich aus Volumen × Luftwechselrate. Für Wohnräume liegt die empfohlene Rate bei 0,5 bis 1,0 pro Stunde. Ein 50 m³ großer Raum braucht bei n = 0,5 also etwa 25 m³ Frischluft pro Stunde. Alternativ rechnet man rund 30 m³/h pro anwesender Person.
Ist das Raumvolumen dasselbe wie die Wohnfläche?
Nein. Das Volumen wird in Kubikmetern (m³) gemessen und beschreibt den dreidimensionalen Luftraum, die Wohnfläche dagegen in Quadratmetern (m²) die nutzbare Grundfläche. Für die mietrechtlich verbindliche Wohnfläche gilt die Wohnflächenverordnung (WoFlV) mit eigenen Regeln, etwa zur anteiligen Anrechnung von Flächen unter Dachschrägen.
