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Restschuld-Rechner 2026

Restschuld nach der Zinsbindung berechnen

Zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2026

Grundlage: Annuitätendarlehen mit monatlicher Verzinsung. Restschuld nach k Monaten = Darlehen × (1 + i)k − Rate × ((1 + i)k − 1) ÷ i, mit Monatszins i = Sollzins p.a. ÷ 12.

Default-Werte: 300.000 € Darlehen, 3,5 % Sollzins, 2 % anfängliche Tilgung, 10 Jahre Zinsbindung – alle frei anpassbar. Optional jährliche Sondertilgung.

Nicht berücksichtigt: Gebühren, Disagio, Bereitstellungszinsen, Restschuldversicherung sowie abweichende Tilgungsverrechnung der Bank (täglich/monatlich/jährlich). Keine Anlage- oder Finanzierungsberatung, Angaben ohne Gewähr.

Open-Source-Projekt

Dieser Rechner ist Open Source. Hilf mit, ihn aktuell und korrekt zu halten.

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Monatsrate festlegen über

Restschuld nach 10 Jahren

228.283,74

verbleibende Schuld zum Ende der Zinsbindung

bereits getilgt71.716,26
gezahlte Zinsen bis Stichtag93.283,74

🧮 So wird gerechnet

Monatszins i = Sollzins ÷ 12 = 3.5 % ÷ 12 = 0,2917 %

Monatsrate = Darlehen × (Sollzins + Tilgung) ÷ 12 = 300.000 € × 0,055 ÷ 12 = 1.375,00

Restschuld = Darlehen × (1 + i)k − Rate × ((1 + i)k − 1) ÷ i

mit k = 10 × 12 = 120 Monaten = 228.283,74

Hinweis: Dies ist eine vereinfachte Modellrechnung (konstanter Sollzins, idealisiertes Annuitätenmodell, monatliche Tilgungsverrechnung) – ohne Gebühren, Disagio, Bereitstellungszinsen oder Restschuldversicherung. Reale Banken rechnen die Tilgung je nach Vertrag täglich, monatlich oder jährlich an, wodurch die Restschuld leicht abweichen kann. Das Ergebnis ist unverbindlich und ersetzt keine Finanzierungsberatung – keine Anlage- oder Finanzierungsberatung, Angaben ohne Gewähr.

Restschuld berechnen – was nach der Zinsbindung übrig bleibt

Die Restschuld ist der Betrag, den Sie zu einem bestimmten Stichtag noch schulden – am wichtigsten ist sie am Ende der Zinsbindung. Bei einer typischen Baufinanzierung ist das Darlehen nach 10 oder 15 Jahren fester Zinsbindung nämlich längst noch nicht abbezahlt. Für den verbleibenden Rest brauchen Sie eine Anschlussfinanzierung – und je niedriger die Restschuld, desto kleiner das Zinsänderungsrisiko. Dieser Restschuldrechner zeigt Ihnen in einem Schritt, wie hoch die Restschuld zu Ihrem Wunsch-Stichtag ist, wie viel Sie bis dahin getilgt haben und wie viele Zinsen Sie gezahlt haben.

Anders als ein voller Tilgungsplan-Rechner, der jede einzelne Rate auflistet, liefert dieser Rechner gezielt eine Zahl: die Restschuld zum gewählten Zeitpunkt. Das ist die entscheidende Größe für Anschlussfinanzierung, Forward-Darlehen und den Vergleich verschiedener Tilgungsstrategien.

Die Formel

Der Rechner nutzt die anerkannte Formel für das Annuitätendarlehen mit monatlicher Verzinsung:

  • Monatszins i = Sollzins p.a. ÷ 12 (als Dezimalzahl)
  • Monatsrate = Darlehen × (Sollzins + anfängliche Tilgung) ÷ 12
  • Restschuld nach k Monaten = Darlehen × (1 + i)k − Rate × ((1 + i)k − 1) ÷ i

Hinter der Formel steckt das Prinzip der Annuität: Die Monatsrate bleibt konstant, aber ihre Zusammensetzung verschiebt sich. Anfangs zahlen Sie viel Zins und wenig Tilgung; mit jeder Rate sinkt die Restschuld, dadurch wird der Zinsanteil kleiner und der Tilgungsanteil größer. Genau deshalb steigt die Tilgung über die Jahre – und genau deshalb ist die Restschuld am Ende der Zinsbindung deutlich höher, als viele erwarten.

Tilgungssatz oder feste Rate?

Sie können die Monatsrate auf zwei Arten festlegen. Bei der anfänglichen Tilgung geben Sie an, mit wie viel Prozent des Darlehens Sie im ersten Jahr tilgen wollen – der Rechner ermittelt daraus die Rate. Üblich sind heute 2 bis 3 Prozent; je höher die Tilgung, desto schneller sind Sie schuldenfrei und desto niedriger die Restschuld. Alternativ tragen Sie eine feste Monatsrate in Euro ein, etwa wenn Ihre Bank Ihnen bereits eine konkrete Rate genannt hat.

Sondertilgung senkt die Restschuld spürbar

Viele Darlehensverträge erlauben jährliche Sondertilgungen, oft bis zu 5 % der ursprünglichen Darlehenssumme pro Jahr ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Im Rechner tragen Sie einen jährlichen Sondertilgungsbetrag ein, der jeweils am Ende eines vollen Jahres zusätzlich verrechnet wird. Weil dadurch früh weniger Restschuld verzinst wird, sparen Sondertilgungen über die Laufzeit überproportional viel Zinsen – ein wirksamer Hebel, um die Restschuld zum Stichtag zu drücken.

Restschuld und Anschlussfinanzierung

Endet die Zinsbindung, vereinbaren Sie für die Restschuld neue Konditionen – das ist die Anschlussfinanzierung. Steigen die Zinsen bis dahin, kann die Anschlussrate deutlich teurer werden. Wer früh plant, kann sich mit einem Forward-Darlehen die heutigen Zinsen für die spätere Restschuld sichern. Die hier berechnete Restschuld ist die Basis für all diese Überlegungen.

📉 Restschuld nach 10 Jahren Zinsbindung

Beispiel: 300.000 € Darlehen, 3,5 % Sollzins, 10 Jahre Zinsbindung. So wirkt sich die anfängliche Tilgung auf die verbleibende Restschuld aus.

Anf. Tilgung Monatsrate getilgt Restschuld
1 %1.125 €35.858 €264.142 €
2 %1.375 €71.716 €228.284 €
3 %1.625 €107.574 €192.426 €
4 %1.875 €143.433 €156.567 €
5 %2.125 €179.291 €120.709 €

Werte gerundet, gerechnet mit dem Annuitätenmodell dieses Rechners. Faustregel: Jeder Prozentpunkt mehr Tilgung senkt die Restschuld nach 10 Jahren um rund 36.000 €.

📊 Beispielrechnungen

Drei typische Fälle – jeweils mit Restschuld zum Ende der Zinsbindung:

Beispiel 1: Baufinanzierung, 2 % Tilgung

Darlehen:
300.000 €
Sollzins / Tilgung:
3,5 % / 2 %
Monatsrate:
300.000 × 5,5 % ÷ 12 = 1.375 €
Zinsbindung:
10 Jahre (120 Monate)
Restschuld:
228.283,74 €

getilgt: 71.716,26 € · gezahlte Zinsen: 93.283,74 €

Beispiel 2: Feste Monatsrate von 1.000 €

Darlehen:
200.000 €
Sollzins:
4,0 %
Feste Rate:
1.000 € / Monat
Laufzeit:
15 Jahre (180 Monate)
Restschuld:
117.969,84 €

getilgt: 82.030,16 € · gezahlte Zinsen: 97.969,84 €

Beispiel 3: 5.000 € Sondertilgung pro Jahr

Darlehen:
250.000 €
Sollzins / Tilgung:
3,0 % / 3 %
Monatsrate:
1.250 €
Sondertilgung:
5.000 € / Jahr
Restschuld nach 10 Jahren:
105.232,29 €

Ohne Sondertilgung läge die Restschuld bei 162.661,61 € – die Sondertilgungen senken sie um über 57.000 €.

💡 Tipp: Beispiel 3 zeigt den Hebel der Sondertilgung: 50.000 € extra über zehn Jahre senken die Restschuld um mehr als 57.000 €, weil zusätzlich Zinsen auf die früher getilgten Beträge gespart werden.

⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle

Fehler 1: Restschuld linear schätzen

„2 % Tilgung über 10 Jahre = 20 % getilgt“ stimmt nicht. Durch den steigenden Tilgungsanteil bei konstanter Rate wird mehr getilgt – im Beispiel rund 24 % statt 20 %. Die Restschuld lässt sich nur mit der Annuitätenformel korrekt bestimmen.

Fehler 2: Sollzins und Effektivzins verwechseln

Für die Restschuld zählt der Sollzins, nicht der höhere Effektivzins. Der Effektivzins enthält Nebenkosten und dient nur dem Tarifvergleich – die Tilgung wird mit dem Sollzins verrechnet.

Fehler 3: Tilgung zu niedrig wählen

Bei nur 1 % anfänglicher Tilgung bleibt nach 10 Jahren der Großteil der Schuld stehen. Das volle Zinsänderungsrisiko trifft dann die Anschlussfinanzierung. Schon 1 Prozentpunkt mehr Tilgung senkt die Restschuld nach 10 Jahren um rund 36.000 €.

Sonderfall: Rate deckt die Zinsen nicht

Liegt die Monatsrate unter dem monatlichen Zins, wächst die Schuld statt zu sinken (negative Tilgung). Der Rechner warnt in diesem Fall – erhöhen Sie dann Rate oder Tilgung.

Sonderfall: Abweichende Bank-Verrechnung

Dieser Rechner verrechnet die Tilgung monatlich. Manche Banken rechnen täglich oder nur jährlich an. Dadurch kann die tatsächliche Restschuld um einige hundert Euro abweichen – maßgeblich bleibt immer Ihr Darlehensvertrag.

❓ Häufig gestellte Fragen zur Restschuld

Was ist die Restschuld?

Die Restschuld ist der Betrag, den Sie zu einem bestimmten Stichtag noch schulden – am häufigsten am Ende der Zinsbindung. Sie ergibt sich aus dem ursprünglichen Darlehen abzüglich aller bis dahin geleisteten Tilgungen. Für die Restschuld vereinbaren Sie dann eine Anschlussfinanzierung.

Wie berechnet man die Restschuld?

Beim Annuitätendarlehen gilt: Restschuld nach k Monaten = Darlehen × (1 + i)k − Rate × ((1 + i)k − 1) ÷ i, wobei i der Monatszins (Sollzins p.a. ÷ 12) ist. Bei 300.000 € Darlehen, 3,5 % Sollzins und 1.375 € Rate ergibt sich nach 120 Monaten eine Restschuld von 228.283,74 €.

Wie hoch ist die Restschuld nach der Zinsbindung?

Das hängt vor allem von der anfänglichen Tilgung ab. Bei 300.000 € Darlehen, 3,5 % Sollzins und 10 Jahren Zinsbindung verbleiben bei 1 % Tilgung rund 264.000 €, bei 2 % etwa 228.000 € und bei 3 % rund 192.000 € Restschuld. Je höher die Tilgung, desto kleiner die Restschuld und das Zinsänderungsrisiko.

Wie senkt eine Sondertilgung die Restschuld?

Eine Sondertilgung verringert die Restschuld sofort und damit auch die künftig anfallenden Zinsen. Bei 250.000 € Darlehen, 3 % Sollzins und 1.250 € Rate über 10 Jahre senken jährliche Sondertilgungen von 5.000 € die Restschuld von 162.661,61 € auf 105.232,29 € – ein Plus von über 57.000 € weniger Schuld bei nur 50.000 € Sondertilgung.

Was ist der Unterschied zum Tilgungsplan-Rechner?

Der Tilgungsplan-Rechner listet jede einzelne Rate mit Zins- und Tilgungsanteil über die gesamte Laufzeit auf. Der Restschuld-Rechner liefert dagegen gezielt die eine Zahl, die für die Anschlussfinanzierung zählt: die verbleibende Schuld zu Ihrem Wunsch-Stichtag – ohne die komplette Tabelle.

Warum ist nach 10 Jahren noch so viel Restschuld offen?

Bei einer Annuität ist der Zinsanteil anfangs hoch und der Tilgungsanteil niedrig. Mit 2 % anfänglicher Tilgung dauert die vollständige Rückzahlung knapp 30 Jahre. Nach 10 Jahren sind deshalb erst rund ein Viertel getilgt – der große Rest bleibt als Restschuld stehen und muss anschlussfinanziert werden.