Schenkungsteuer-Rechner
Steuer auf Schenkungen & Freibeträge 2026
Steuerklasse I
Steuersätze: 7% - 30%
✓ Keine Schenkungsteuer fällig!
Glückwunsch! Die Schenkung liegt unter dem verfügbaren Freibetrag von 400.000 € – es fällt keine Schenkungsteuer an.
💡 Restfreibetrag: Sie haben noch 250.000 € Freibetrag für weitere Schenkungen in den nächsten 10 Jahren übrig.
📊 Berechnungsdetails
🔄 Die 10-Jahres-Regel – So planen Sie clever
Schenkungen werden innerhalb von 10 Jahren zusammengerechnet. Nach 10 Jahren steht der volle Freibetrag erneut zur Verfügung!
Beispiel bei Kind (400.000€ Freibetrag):
= 1,2 Mio € steuerfrei über 21 Jahre!
Tipp: Beginnen Sie früh mit regelmäßigen Schenkungen, um Vermögen steuerfrei auf die nächste Generation zu übertragen.
📋 Schenkungsteuer-Tabelle 2026
| Steuerpfl. Erwerb bis | Kl. I | Kl. II | Kl. III |
|---|---|---|---|
| 75.000 € | 7% | 15% | 30% |
| 300.000 € | 11% | 20% | 30% |
| 600.000 € | 15% | 25% | 30% |
| 6.000.000 € | 19% | 30% | 30% |
| 13.000.000 € | 23% | 35% | 50% |
| 26.000.000 € | 27% | 40% | 50% |
| darüber | 30% | 43% | 50% |
Quelle: § 19 ErbStG – Die Steuer wird auf den gesamten steuerpflichtigen Erwerb mit dem jeweiligen Steuersatz berechnet.
ℹ️ So funktioniert die Schenkungsteuer
- ✓Gleiches Gesetz: Schenkung- und Erbschaftsteuer sind im selben Gesetz (ErbStG) geregelt
- ✓Freibeträge: Identisch zur Erbschaftsteuer – 500.000€ für Ehepartner, 400.000€ für Kinder
- ✓10-Jahres-Rhythmus: Freibeträge können alle 10 Jahre neu genutzt werden
- ✓Wichtiger Unterschied: Bei Schenkung an Eltern gilt Steuerklasse II (nicht I wie bei Erbschaft!)
- ✓Nießbrauch: Vorbehalt von Nutzungsrechten mindert den steuerpflichtigen Wert
- ✓Steuerschuldner: Grundsätzlich der Beschenkte, aber oft übernimmt der Schenker
💰 Freibeträge bei Schenkung 2026
⚠️ Wichtige Hinweise
- •Anzeigepflicht: Schenkungen müssen innerhalb von 3 Monaten dem Finanzamt gemeldet werden
- •Formvorschrift: Schenkung von Immobilien erfordert notarielle Beurkundung
- •Rückforderung: Der Schenker kann bei Verarmung die Schenkung zurückfordern (§ 528 BGB)
- •Pflichtteil: Schenkungen können den Pflichtteil der Erben ergänzen (10-Jahres-Frist)
- •Sozialamt: Bei Pflegebedürftigkeit können Schenkungen der letzten 10 Jahre zurückgefordert werden
- •Steuerberater: Bei größeren Schenkungen unbedingt professionelle Beratung einholen!
🏛️ Zuständige Behörde
Schenkungsteuer-Finanzamt
Zuständig ist das Finanzamt am Wohnsitz des Schenkers. In den meisten Bundesländern gibt es zentrale Erbschaft-/Schenkungsteuer-Finanzämter.
ELSTER Portal
Schenkungsteuererklärung online →Anzeigefrist
3 Monate nach Schenkung
Wichtige Formulare
- • Anzeige einer Schenkung (formlos oder Vordruck)
- • Schenkungsteuererklärung (wenn vom FA angefordert)
- • Anlage Steuerbefreiung Familienheim (falls zutreffend)
Schenkungsteuer in Deutschland: Alles was Sie wissen müssen
Die Schenkungsteuer wird fällig, wenn Vermögen zu Lebzeiten übertragen wird. Mit unserem Schenkungsteuer-Rechner können Sie schnell und einfach berechnen, wie viel Steuer auf Ihre Schenkung anfällt – unter Berücksichtigung aller Freibeträge, Steuerklassen und der wichtigen 10-Jahres-Regel.
Was ist die Schenkungsteuer?
Die Schenkungsteuer ist eine Steuer auf freigiebige Zuwendungen unter Lebenden. Sie ist im Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG) geregelt – zusammen mit der Erbschaftsteuer. Beide Steuerarten verwenden dieselben Steuersätze und Freibeträge, mit einigen wichtigen Unterschieden.
Unterschied Schenkungsteuer vs. Erbschaftsteuer
Der wichtigste Unterschied: Bei Schenkung an Eltern oder Großeltern gilt Steuerklasse II (nur 20.000€ Freibetrag), während bei Erbschaft Steuerklasse I (100.000€ Freibetrag) anwendbar wäre. Auch der Versorgungsfreibetrag für Ehepartner und Kinder entfällt bei Schenkungen.
Die 10-Jahres-Regel – Der Schlüssel zur Steueroptimierung
Die 10-Jahres-Regel ist das wichtigste Instrument zur legalen Minimierung der Schenkungsteuer:
- Freibeträge können alle 10 Jahre erneut genutzt werden
- Schenkungen innerhalb von 10 Jahren werden zusammengerechnet
- Nach 10 Jahren "verfallen" frühere Schenkungen steuerlich
- Frühzeitiges Schenken ermöglicht steuerfreie Vermögensübertragung über Generationen
Beispiel: 1,2 Millionen steuerfrei schenken
Ein Elternteil kann seinem Kind alle 10 Jahre 400.000€ steuerfrei schenken. Über 30 Jahre sind das 1,2 Millionen Euro ohne einen Cent Schenkungsteuer! Bei zwei Elternteilen verdoppelt sich dieser Betrag auf 2,4 Millionen Euro.
Freibeträge bei der Schenkungsteuer 2026
- Ehepartner/Lebenspartner: 500.000 € (Steuerklasse I)
- Kinder: 400.000 € pro Kind (Steuerklasse I)
- Enkel: 200.000 € (Steuerklasse I)
- Urenkel: 100.000 € (Steuerklasse I)
- Eltern/Großeltern: 20.000 € (Steuerklasse II bei Schenkung!)
- Geschwister: 20.000 € (Steuerklasse II)
- Lebensgefährte: 20.000 € (Steuerklasse III – bis 50% Steuer!)
Steuerklassen und Steuersätze
Die Höhe der Schenkungsteuer hängt von der Steuerklasse und dem steuerpflichtigen Betrag ab:
- Steuerklasse I (7-30%): Ehepartner, Kinder, Enkel
- Steuerklasse II (15-43%): Eltern (bei Schenkung!), Geschwister, Nichten/Neffen
- Steuerklasse III (30-50%): Lebensgefährte, Freunde, alle anderen
Schenkung mit Nießbrauch – Steuerwert mindern
Bei der Schenkung einer Immobilie kann der Schenker sich ein Nießbrauchrecht oder Wohnrecht vorbehalten. Der Kapitalwert dieses Rechts mindert den steuerpflichtigen Wert der Schenkung. So können auch wertvolle Immobilien oft steuerfrei übertragen werden.
Wer muss die Schenkungsteuer zahlen?
Grundsätzlich ist der Beschenkte steuerpflichtig. Allerdings kann auch der Schenker die Steuer übernehmen – Vorsicht: Dies gilt dann als zusätzliche Schenkung und erhöht den steuerpflichtigen Wert!
Anzeigepflicht beim Finanzamt
Schenkungen müssen dem Finanzamt innerhalb von 3 Monaten angezeigt werden (§ 30 ErbStG). Auch wenn keine Steuer anfällt, besteht diese Anzeigepflicht! Bei notariellen Schenkungen (z.B. Immobilien) übernimmt der Notar diese Meldung.
Schenkungsteuer vermeiden: Legale Strategien
- 10-Jahres-Rhythmus nutzen: Regelmäßige Schenkungen planen
- Nießbrauch vereinbaren: Mindert den steuerpflichtigen Wert
- Kettenschenkung: Über mehrere Generationen schenken
- Gelegenheitsgeschenke: Angemessene Geschenke zu Anlässen sind steuerfrei
- Heirat: Freibetrag springt von 20.000€ auf 500.000€!
Vorsicht: Rückforderung durch Sozialamt
Wird der Schenker innerhalb von 10 Jahren nach der Schenkung pflegebedürftig und bezieht Sozialhilfe, kann das Sozialamt die Schenkung zurückfordern (§ 528 BGB). Dies sollte bei der Planung unbedingt berücksichtigt werden!
Verwandte Rechner
- Erbschaftsteuer-Rechner – Erbschaftsteuer berechnen
- Einkommensteuer-Rechner – Einkommensteuer berechnen
- Grunderwerbsteuer-Rechner – Grunderwerbsteuer bei Immobilienkauf
- Notarkosten-Rechner – Notarkosten berechnen
Schenkung vs. Erbschaft: Was ist günstiger?
In den meisten Fällen ist die frühzeitige Schenkung steuerlich günstiger, da die 10-Jahres-Freibeträge mehrfach genutzt werden können. Allerdings sollten auch Aspekte wie Pflichtteilsergänzung, Rückforderungsrisiken und die persönliche Absicherung des Schenkers berücksichtigt werden.