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Weihnachtsgeld-Rechner 2026

Brutto in Netto umrechnen – was von der Sonderzahlung bleibt

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Zuletzt aktualisiert am 16. Oktober 2026

Grundlage: Sozialversicherungs-Rechengrößen 2026 und Einkommensteuertarif 2026 nach § 32a EStG (BMF)

Berücksichtigt: Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung (Arbeitnehmeranteile), Beitragsbemessungsgrenzen, KV-Zusatzbeitrag, Steuerklasse, Kinderlosenzuschlag und Kirchensteuer

Nicht berücksichtigt: individuelle Freibeträge, weiteres Einkommen, taggenaue Vorsorgepauschale – der Rechner liefert eine nachvollziehbare Schätzung, keine verbindliche Lohnabrechnung

Ihr Weihnachtsgeld netto (Schätzung)

903,88€ netto

von 1.750,00 € brutto · Abzugsquote 48.4 %

Sozialversicherung− 370,13 €
Lohnsteuer− 476,00 €
Abzüge gesamt− 846,13 €

Grobe Schätzung nach der Jahreslohnsteuer-Differenzmethode mit Pauschalannahmen. Der tatsächliche Abzug auf Ihrer Lohnabrechnung kann abweichen.

🔍 Aufschlüsselung der Abzüge

Rentenversicherung (9,3 %)− 162,75 €
Arbeitslosenversicherung (1,3 %)− 22,75 €
Krankenversicherung (8.75 %)− 153,13 €
Pflegeversicherung (1.8 %)− 31,50 €
Lohnsteuer− 476,00 €

⚠️ Wichtiger Hinweis

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Nur eine Orientierung

Weihnachtsgeld ist ein „sonstiger Bezug“ und wird über die Jahreslohnsteuer-Differenzmethode versteuert. Dieser Rechner schätzt das Netto mit vereinfachten Pauschalannahmen (Vorsorgepauschale, Steuerklassen-Faktor). Die exakte Berechnung hängt von Freibeträgen, weiterem Einkommen und Ihrer Krankenkasse ab.

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Ohne Gewähr. Dieser Rechner ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung. Die verbindliche Abrechnung erstellt Ihr Arbeitgeber bzw. Steuerberater.

🔭 Was ändert sich 2027? (Stand 7. Oktober 2026)

  • Einkommensteuertarif 2027 lt. Regierungsentwurf Einkommensteuerreformgesetz 2027 (Kabinett 02.09.2026, Bundestag/Bundesrat stehen aus): Grundfreibetrag 12.564 € (2026: 12.348 €), 42 % ab 70.601 €, 45 % bereits ab 250.000 € und neuer Spitzensatz 47 % ab 280.000 € zu versteuerndem Einkommen; 2028: Grundfreibetrag 12.900 €. Weihnachtsgeld ist „sonstiger Bezug" und wird mit der Jahreslohnsteuer besteuert – der höhere Grundfreibetrag 2027 mindert auch die Steuer auf die Sonderzahlung.
  • Öffentlicher Dienst: TV-L-Jahressonderzahlung 2027 auf Basis der um 2,0 % erhöhten Tabelle ab 01.03.2027; TVöD abhängig vom Ergebnis der Tarifrunde 2027 (Verhandlungen ab April 2027).
  • Beitragsbemessungsgrenzen 2027: Das Bundeskabinett hat am 7. Oktober 2026 die Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2027 beschlossen, die Zustimmung des Bundesrats steht aus. Danach gelten 2027 in der Renten- und Arbeitslosenversicherung 106.200 € (8.850 €/Monat) und in der Krankenversicherung 76.500 € (6.375 €/Monat) im Jahr; 2026 sind es RV/AV 101.400 € und KV/PV 69.750 €. Die KV-Grenze wird über die Lohnentwicklung hinaus um 300 € im Monat angehoben (§ 223 Abs. 4 SGB V, GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz). Die Pflegeversicherung soll ihr nach dem Regierungsentwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes (Kabinett 30.09.2026) folgen; Bundestag und Bundesrat stehen aus. Nach geltendem Recht läge die Pflege-Grenze 2027 bei 72.900 € (§ 55 Abs. 2 SGB XI).

Quellen: Regierungsentwurf Einkommensteuerreformgesetz 2027 (BT-Drucksache 21/8235, Kabinett 02.09.2026) · TdL – Tarifeinigung TV-L vom 14.02.2026 · VKA – Tarifeinigung TVöD vom 06.04.2025 (Laufzeit bis 31.03.2027) · BMAS – Bundeskabinett beschließt Sozialversicherungsrechengrößen 2027 (07.10.2026) · BMAS – Entwurf der Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2027 · GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BGBl. 2026 I Nr. 228), § 223 Abs. 4 SGB V · BMG – Regierungsentwurf Pflegeneuordnungsgesetz (Kabinett 30.09.2026) · § 55 SGB XI. Entwürfe sind als solche gekennzeichnet und können sich im Gesetzgebungsverfahren noch ändern.

Weihnachtsgeld netto berechnen: Warum so viel abgeht

Das Weihnachtsgeld ist eine Sonderzahlung des Arbeitgebers – steuerlich ein sogenannter „sonstiger Bezug“. Das bedeutet: Es wird nicht wie das normale Monatsgehalt behandelt, sondern nach der Jahreslohnsteuer-Differenzmethode versteuert. Genau deshalb wirkt der Abzug auf der Lohnabrechnung oft erschreckend hoch. Mit unserem Weihnachtsgeld-Rechner sehen Sie in Sekunden, wie viel von Ihrer Sonderzahlung netto übrig bleibt.

So funktioniert die Differenzmethode

Beim Weihnachtsgeld berechnet der Arbeitgeber die Lohnsteuer in drei Schritten:

  1. Lohnsteuer auf den voraussichtlichen Jahresarbeitslohn ohne Weihnachtsgeld
  2. Lohnsteuer auf den Jahresarbeitslohn inklusive Weihnachtsgeld
  3. Die Differenz beider Beträge ist die Lohnsteuer auf das Weihnachtsgeld

Weil das Weihnachtsgeld das Jahreseinkommen erhöht, rutscht es durch den progressiven Steuertarif häufig in einen höheren Grenzsteuersatz. Dadurch wird die Sonderzahlung anteilig stärker besteuert als das laufende Gehalt – das ist der gefürchtete „Mehrwert“ der Progression.

Sozialversicherung 2026 auf einen Blick

Auch Sozialabgaben fallen an – allerdings nur bis zur jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze. Diese Arbeitnehmeranteile gelten 2026:

  • Rentenversicherung: 9,3 % (gesamt 18,6 %)
  • Arbeitslosenversicherung: 1,3 % (gesamt 2,6 %)
  • Krankenversicherung: 7,3 % + halber Zusatzbeitrag (Durchschnitt 2026: 2,9 %, also +1,45 %)
  • Pflegeversicherung: 1,8 % – kinderlose Beschäftigte ab 23 zahlen 0,6 % Zuschlag allein

Die Beitragsbemessungsgrenze liegt 2026 bei 5.812,50 € / Monat für Kranken- und Pflegeversicherung und bei 8.450 € / Monat für Renten- und Arbeitslosenversicherung. Wer mit dem laufenden Gehalt schon nahe an dieser Grenze ist, zahlt auf das Weihnachtsgeld entsprechend weniger oder gar keine Sozialabgaben mehr.

Wie viel Weihnachtsgeld ist üblich?

Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf Weihnachtsgeld – es entsteht aus Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung, Arbeitsvertrag oder betrieblicher Übung. In vielen Tarifverträgen liegt es bei 50 % bis 100 % eines Monatsgehalts, teils auch als fester Betrag. Den genauen Brutto-Wert finden Sie in Ihrem Vertrag oder in Ihrer Lohnabrechnung. Für die laufende Gehaltsabrechnung nutzen Sie den Brutto-Netto-Rechner, für die reine Steuer den Lohnsteuer-Rechner.

📊 Beispielrechnungen

Gerundete Schätzwerte (Steuerklasse I, kinderlos, Zusatzbeitrag 2,9 %, ohne Kirchensteuer) – zur Veranschaulichung der Größenordnung:

Beispiel 1: 1.750 € Weihnachtsgeld bei 3.500 € Monatsbrutto

Weihnachtsgeld brutto:
1.750,00 €
Sozialversicherung:
rund − 380 €
Lohnsteuer (geschätzt):
rund − 480 €
Netto (ca.):
rund 890 €

Abzugsquote etwa 49 % – rund die Hälfte bleibt übrig.

Beispiel 2: 3.000 € Weihnachtsgeld bei 6.000 € Monatsbrutto

Weihnachtsgeld brutto:
3.000,00 €
Sozialversicherung:
teilweise beitragsfrei (über BBG-KV)
Lohnsteuer (geschätzt):
hoher Grenzsteuersatz
Netto (ca.):
rund 1.600–1.700 €

Bei hohem Gehalt sinkt die SV-Last (BBG), die Steuerlast steigt durch die Progression.

💡 Tipp: Die Beispiele sind gerundete Orientierungswerte. Für Ihre konkrete Zahl geben Sie oben Ihr echtes Monatsbrutto, Weihnachtsgeld und Ihre Steuerklasse ein.

⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle

Fehler 1: Weihnachtsgeld wie das Monatsgehalt rechnen

Als „sonstiger Bezug“ wird das Weihnachtsgeld über die Jahresdifferenz versteuert – nicht mit dem Durchschnittssteuersatz des Monats. Der Abzug ist deshalb meist höher als gedacht.

Fehler 2: Beitragsbemessungsgrenze ignorieren

Wer mit dem laufenden Gehalt schon über der Beitragsbemessungsgrenze liegt, zahlt auf das Weihnachtsgeld keine oder nur anteilige Sozialabgaben. Das wird oft übersehen.

Fehler 3: Steuererstattung vergessen

Wurde im Jahr insgesamt zu viel Lohnsteuer einbehalten, etwa weil Sie nicht das ganze Jahr beschäftigt waren oder Werbungskosten über der Pauschale haben, holen Sie das über die Einkommensteuererklärung zurück – die Lohnsteuer ist nur eine Vorauszahlung.

Sonderfall: Steuerklasse VI / Nebenjob

In Steuerklasse VI gibt es keine Freibeträge – der Steuerabzug auf Sonderzahlungen ist am höchsten. Auch hier lohnt sich am Jahresende die Steuererklärung.

Sonderfall: Rückzahlung bei Kündigung

Manche Verträge enthalten eine Rückzahlungsklausel, wenn Sie kurz nach der Auszahlung kündigen. Prüfen Sie Ihren Arbeitsvertrag, bevor Sie fest mit dem Geld planen.

❓ Häufig gestellte Fragen zum Weihnachtsgeld

Wie viel Weihnachtsgeld bleibt netto übrig?

Das hängt von Ihrem Gehalt und Ihrer Steuerklasse ab. Als grobe Orientierung gehen durch Lohnsteuer und Sozialversicherung häufig etwa 40 bis 55 % ab – netto bleiben also rund die Hälfte. Bei sehr hohem Gehalt sinkt die Sozialversicherung wegen der Beitragsbemessungsgrenze, die Steuerlast steigt aber durch die Progression. Geben Sie oben Ihre Werte ein, um eine individuelle Schätzung zu erhalten.

Wie wird Weihnachtsgeld versteuert?

Weihnachtsgeld ist ein „sonstiger Bezug“ und wird über die Jahreslohnsteuer-Differenzmethode versteuert: Der Arbeitgeber berechnet die Lohnsteuer auf das Jahreseinkommen mit und ohne Weihnachtsgeld – die Differenz ist die Steuer auf die Sonderzahlung. Durch den progressiven Tarif kann der Abzug überproportional hoch ausfallen.

Sind auf Weihnachtsgeld Sozialabgaben fällig?

Ja, grundsätzlich schon – aber nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. 2026 liegt sie bei 5.812,50 € pro Monat für die Kranken- und Pflegeversicherung und bei 8.450 € für die Renten- und Arbeitslosenversicherung. Wer mit dem laufenden Gehalt bereits darüber liegt, zahlt auf das Weihnachtsgeld keine oder nur anteilige Sozialabgaben.

Gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf Weihnachtsgeld?

Nein. Einen gesetzlichen Anspruch auf Weihnachtsgeld gibt es nicht. Es kann sich aus dem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder einer betrieblichen Übung (mehrfache vorbehaltlose Zahlung) ergeben. Die Höhe legt der jeweilige Vertrag fest – oft 50 bis 100 % eines Monatsgehalts.

Bekommen Rentner Weihnachtsgeld?

Von der gesetzlichen Rentenversicherung nicht: Die Rente wird als Monatsbetrag gezahlt (§ 64 SGB VI), ein Weihnachtsgeld oder eine 13. Monatsrente sieht das Gesetz nicht vor. Weihnachtsgeld aus dem Berufsleben steckt aber in der Rente: Es zählte zum beitragspflichtigen Jahresentgelt und hat die Entgeltpunkte erhöht, so der Petitionsausschuss des Bundestages (Petition 180284, abgeschlossen am 19. März 2026). Eine Betriebsrente enthält eine Sonderzahlung nur, wenn die Versorgungszusage oder ein Tarifvertrag sie vorsieht; ob Beamte im Ruhestand eine bekommen, regelt das Besoldungs- und Versorgungsrecht von Bund und Ländern. Wer als Rentner arbeitet, bekommt Weihnachtsgeld vom Arbeitgeber wie andere Beschäftigte, wenn Arbeits- oder Tarifvertrag es vorsehen.

Warum ist der Steuerabzug auf das Weihnachtsgeld so hoch?

Weil das Weihnachtsgeld zum Jahreseinkommen hinzukommt und deshalb mit Ihrem Grenzsteuersatz besteuert wird, der über dem Durchschnittssatz auf das Monatsgehalt liegt. Die Differenzmethode bildet genau diesen Progressionseffekt ab. Über die Einkommensteuererklärung kommt nur zurück, was im Jahr insgesamt zu viel einbehalten wurde, etwa wegen Werbungskosten über der Pauschale oder weil Sie nicht das ganze Jahr beschäftigt waren – nicht schon deshalb, weil es Weihnachtsgeld war.

Wie genau ist dieser Weihnachtsgeld-Rechner?

Der Rechner liefert eine nachvollziehbare Schätzung mit den Sozialversicherungs- und Steuerwerten 2026. Er arbeitet mit Pauschalannahmen (vereinfachte Vorsorgepauschale, Steuerklassen-Faktor) und kann individuelle Freibeträge oder weiteres Einkommen nicht abbilden. Die verbindliche Abrechnung erstellt Ihr Arbeitgeber – Angaben ohne Gewähr, der Rechner ersetzt keine steuerliche Beratung.

Muss ich das Weihnachtsgeld bei Kündigung zurückzahlen?

Das hängt vom Zweck der Zahlung ab und davon, wo die Klausel steht. Belohnt das Weihnachtsgeld nur die Betriebstreue, darf es an ein ungekündigtes Arbeitsverhältnis geknüpft werden, und eine Rückzahlungsklausel für den Fall, dass Sie vor Ablauf einer zumutbaren Bindungsfrist ausscheiden, ist möglich – oft bis zum 31. März des Folgejahres (BAG, 10 AZR 667/10). Ist das Weihnachtsgeld dagegen auch Vergütung für geleistete Arbeit, etwa weil es für Monate ohne Gehalt anteilig gekürzt wird, kann eine Klausel im Arbeitsvertrag es weder vom Bestand des Arbeitsverhältnisses am Jahresende abhängig machen (BAG, 10 AZR 848/12) noch bei einer Kündigung zurückverlangen (BAG, 10 AZR 162/24). Gilt ein Tarifvertrag kraft Tarifbindung oder ist er im Arbeitsvertrag als Ganzes vereinbart, prüfen die Gerichte seine Klauseln nicht auf diese Weise (§ 310 Abs. 4 BGB); dann zählt, was der Tarifvertrag regelt. Ohne wirksame Klausel gibt es keine Rückzahlungspflicht.

Ist Weihnachtsgeld steuerfrei?

Nein. Weihnachtsgeld ist als „sonstiger Bezug“ voll steuerpflichtig und bis zur Beitragsbemessungsgrenze sozialversicherungspflichtig – deshalb bleibt netto oft deutlich weniger übrig, als der Bruttobetrag vermuten lässt (genau das rechnet der Rechner oben aus). Steuerfrei sind nur andere Instrumente: Sachgeschenke bis 60 € zu persönlichen Anlässen, die 50-€-Sachbezugsfreigrenze pro Monat oder die Inflationsausgleichsprämie, die es bis Ende 2024 gab.

Wie hoch ist das Weihnachtsgeld im TVöD?

Im öffentlichen Dienst heißt das Weihnachtsgeld Jahressonderzahlung und wird mit dem November-Entgelt gezahlt. Im TVöD VKA (Kommunen) beträgt sie ab 2026 einheitlich 85 % des Durchschnittsentgelts aus Juli–September, beim Bund gestaffelt 95/90/75 % je nach Entgeltgruppe. Die genaue Berechnung mit Zwölftelung und Ihrem Entgelt übernimmt unser Jahressonderzahlung-Rechner.