Dachflächen-Rechner 2026
Dachfläche & Ziegelbedarf berechnen
Zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2026
Grundlage: Geometrische Standardformel – geneigte Dachfläche = überdachte Grundfläche × (1 ÷ cos α). Der Neigungsfaktor (Faktor X) beträgt bei 30° = 1,1547, bei 40° = 1,3054 und bei 45° = 1,4142. Beim Flachdach entfällt der Faktor.
Voreinstellungen: Dachüberstand 0 cm (frei wählbar), Ziegelbedarf 12 Stück/m² (Frankfurter Pfanne), Verschnitt 7 %. Alle Werte sind anpassbar.
Nicht berücksichtigt: Gauben, Kehlen, Grate, Deckmaße der konkreten Ziegelmarke, Statik und Dachaufbau. Rein geometrische Näherung – keine verbindliche Mengenkalkulation, keine Fachberatung, Angaben ohne Gewähr.
Open-Source-Projekt
Dieser Rechner ist Open Source. Hilf mit, ihn aktuell und korrekt zu halten.
Zwei gleich große Schrägen – Standardform in Deutschland.
Überstand pro Seite. Standard ca. 30–50 cm; 0 lassen, wenn ohne Dachüberstand gerechnet wird.
Geneigte Dachfläche (Satteldach)
überdachte Grundfläche 80 m² · Neigungsfaktor 1,3054
🧮 So wird gerechnet
Überdachte Grundfläche = (Länge + 2 × Ortgang) × (Breite + 2 × Traufe)
= 10 m × 8 m = 80 m²
Dachfläche = Grundfläche × (1 ÷ cos 40°) = 80 m² × 1,3054 = 104,43 m²
Hinweis: Dies ist eine rein geometrische Näherung, keine verbindliche Mengenkalkulation. Der tatsächliche Ziegelbedarf hängt von Deckbreite und -länge der gewählten Marke, von Graten, Kehlen und Gauben sowie vom realen Verschnitt ab. Statik, Dachaufbau und Unterkonstruktion sind nicht berücksichtigt. Gauben, Kehlen und komplexe Dächer erhöhen den realen Verschnitt. Keine Fachberatung – Angaben ohne Gewähr.
Dachfläche berechnen – so geht es
Mit dem Dachflächen-Rechner ermitteln Sie die tatsächliche, geneigte Dachfläche in Quadratmetern – die Basis für jede Material- und Kostenkalkulation rund ums Dach: Ziegel, Dämmung, Unterspannbahn, Photovoltaik oder die Neueindeckung. Anders als der Dachneigungs-Rechner, der aus Höhe und Länge die Neigung bestimmt, nimmt dieser Rechner die Neigung als Eingabe und liefert daraus die fertige Dachfläche – für Satteldach, Pultdach, Walmdach und Flachdach.
Die Formel: der Neigungsfaktor
Die wahre Dachfläche ist immer größer als die Grundfläche darunter, weil das Dach schräg steht. Der Zusammenhang ist rein trigonometrisch:
- Geneigte Dachfläche = überdachte Grundfläche × (1 ÷ cos α)
- Überdachte Grundfläche = (Länge + 2 × Ortgang-Überstand) × (Breite + 2 × Trauf-Überstand)
- Faktor X = 1 ÷ cos α (Dachneigung α)
Der Kosinus der Dachneigung beschreibt das Verhältnis von Grundriss zu Schräge. Bei 0° (waagerecht) ist der Faktor 1, bei 45° rund 1,41 – die Dachfläche ist dann also gut 41 % größer als der Grundriss. Praktisch gilt: Je steiler das Dach, desto mehr Material brauchen Sie pro Quadratmeter Grundfläche.
Warum alle Dachformen die gleiche Formel nutzen
Beim Satteldach bilden die zwei Schrägen zusammen genau die überdachte Grundfläche, multipliziert mit dem Faktor X. Beim Pultdach ist es eine einzige Fläche über dem gesamten Grundriss. Beim Walmdach zerlegt man das Dach in zwei Trapeze und zwei Dreiecke – haben alle die gleiche Neigung, ergibt ihre Summe wieder die überdachte Grundfläche × Faktor X. Deshalb rechnet dieser Rechner alle geneigten Formen mit derselben Kernformel; nur das Flachdach kommt ohne Neigungsfaktor aus, weil seine Fläche praktisch der Grundfläche entspricht.
Dachüberstand richtig einrechnen
Das Dach ragt fast immer über die Außenwand hinaus. Diesen Dachüberstand gibt es an der Traufe (untere Dachkante) und am Ortgang (seitliche Dachkante). Übliche Werte liegen bei 30 bis 50 cm pro Seite. Da der Überstand beidseitig wirkt, addieren Sie ihn doppelt: effektive Länge = Gebäudelänge + 2 × Überstand. Wer ihn vergisst, unterschätzt die Dachfläche und damit den Materialbedarf spürbar.
Vom Quadratmeter zum Ziegelbedarf
Aus der Dachfläche lässt sich der Dachziegel-Bedarf direkt ableiten: Fläche × Stück pro m² × Verschnittfaktor. Der Bedarf pro Quadratmeter hängt stark von der Marke ab – eine Frankfurter Pfanne deckt mit rund 10–12 Stück/m², ein kleiner Biberschwanz braucht 32–36 Stück/m². Für Grate, Kehlen, Ränder und Bruch rechnet man 5–10 % Verschnitt auf. Für Unterspannbahn und Dämmung genügt meist ein Aufschlag von rund 10 % auf die reine Dachfläche.
📐 Neigungsfaktor nach Dachneigung
Der Faktor X = 1 ÷ cos α gibt an, um wie viel die Dachfläche größer ist als die Grundfläche. Multiplizieren Sie Ihre überdachte Grundfläche mit dem passenden Wert.
| Dachneigung | Faktor X | Mehrfläche |
|---|---|---|
| 10° | 1,0154 | +1,5 % |
| 15° | 1,0353 | +3,5 % |
| 20° | 1,0642 | +6,4 % |
| 25° | 1,1034 | +10,3 % |
| 30° | 1,1547 | +15,5 % |
| 35° | 1,2208 | +22,1 % |
| 40° | 1,3054 | +30,5 % |
| 45° | 1,4142 | +41,4 % |
| 50° | 1,5557 | +55,6 % |
Faktor X = 1 ÷ cos α. Quellen: 11880-dachdecker.com, wirdaemmendeinhaus.com (Stand 2026).
📊 Beispielrechnungen
So wirken sich Dachform, Neigung und Überstand auf die Fläche aus:
Beispiel 1: Satteldach, 40° Neigung
Beispiel 2: Pultdach, 15° Neigung
Beispiel 3: Walmdach, 35° mit Überstand
⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle
Fehler 1: Grundfläche statt Dachfläche nehmen
Die Grundfläche des Hauses ist nicht die Dachfläche. Wer den Neigungsfaktor vergisst, unterschätzt die Fläche je nach Neigung um 15 bis über 40 % – und bestellt zu wenig Material.
Fehler 2: Dachüberstand vergessen
Das Dach ragt über die Wände hinaus. Werden 30–50 cm Überstand an Traufe und Ortgang nicht mitgerechnet, fehlen bei einem typischen Einfamilienhaus schnell mehrere Quadratmeter und mehr als hundert Ziegel.
Fehler 3: Verschnitt zu niedrig ansetzen
Bei einem einfachen Satteldach genügen oft 5 % Verschnitt. Sobald Gauben, Kehlen, Grate oder ein verwinkelter Grundriss dazukommen, steigt der reale Verschnitt deutlich – kalkulieren Sie dann lieber 10 % oder mehr ein.
Sonderfall: Gauben und Dachfenster
Gauben vergrößern die zu deckende Fläche und erzeugen zusätzliche Kehlen; Dachfenster reduzieren sie geringfügig. Beides ist in der reinen Rechteck-Näherung nicht enthalten und sollte bei komplexen Dächern separat berücksichtigt werden.
Sonderfall: Neigung in Prozent angegeben
Dachneigungen werden manchmal in Prozent statt Grad genannt. Rechnen Sie zuerst um: Grad = arctan(Prozent ÷ 100). 100 % entsprechen 45°, 50 % rund 26,6°. Den genauen Wert liefert der Dachneigungs-Rechner.
❓ Häufig gestellte Fragen zur Dachfläche
Wie berechne ich die Dachfläche?
Die geneigte Dachfläche ergibt sich aus überdachter Grundfläche × (1 ÷ cos Dachneigung). Bei einem Satteldach mit 80 m² Grundfläche und 40° Neigung sind das 80 × 1,3054 = 104,43 m². Den Dachüberstand rechnen Sie vorher zur Grundfläche hinzu.
Was ist der Faktor X bei der Dachfläche?
Der Faktor X ist der Neigungsfaktor 1 ÷ cos α. Er gibt an, um wie viel größer die schräge Dachfläche gegenüber der Grundfläche ist. Bei 30° beträgt er 1,1547, bei 40° 1,3054 und bei 45° 1,4142 – die Dachfläche ist dann also rund 15, 31 bzw. 41 % größer als der Grundriss.
Wie berechne ich die Dachfläche eines Walmdachs?
Ein Walmdach besteht aus zwei Trapezen (Längsseiten) und zwei Dreiecken (Walmseiten). Haben alle vier Flächen dieselbe Neigung, ergibt ihre Summe genau die überdachte Grundfläche × (1 ÷ cos α). Sie können das Walmdach also wie Satteldach und Pultdach mit der gleichen Kernformel berechnen.
Wie viele Dachziegel brauche ich pro Quadratmeter?
Das hängt von der Ziegelmarke ab: Eine Frankfurter Pfanne deckt mit rund 10–12 Stück/m², ein kleiner Biberschwanz braucht 32–36 Stück/m². Multiplizieren Sie die Dachfläche mit dem Wert Ihrer Marke und schlagen Sie 5–10 % Verschnitt für Grate, Kehlen und Ränder auf.
Muss ich den Dachüberstand mitrechnen?
Ja. Das Dach ragt an Traufe und Ortgang über die Außenwände hinaus, üblich sind 30–50 cm pro Seite. Da der Überstand beidseitig wirkt, addieren Sie ihn doppelt: effektive Länge = Gebäudelänge + 2 × Überstand. Ohne diesen Schritt fallen Fläche und Materialbedarf zu niedrig aus.
Wie unterscheidet sich der Dachflächen-Rechner vom Dachneigungs-Rechner?
Der Dachneigungs-Rechner bestimmt aus Höhe und Länge die Neigung in Grad, Prozent und Sparrenlänge – das Ergebnis ist die Neigung. Dieser Dachflächen-Rechner nimmt die Neigung als Eingabe und liefert daraus die Dachfläche in m² sowie den Ziegel- und Dämmbedarf für mehrere Dachformen.
