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Erdaushub-Rechner 2026

Aushubvolumen, Tonnage und LKW-Fuhren berechnen

Zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2026

Grundlage: Profilvolumen V = (L + 2 × Arbeitsraum) × (B + 2 × Arbeitsraum) × Tiefe; loses Volumen = festes Volumen × Auflockerungsfaktor; Masse = festes Volumen × Dichte. Arbeitsraum/Böschung nach DIN 4124, Bodenklassen bzw. Homogenbereiche nach DIN 18300 (VOB/C).

Voreinstellungen: Arbeitsraum 0,5 m je Seite; Auflockerungsfaktoren Sand/Kies 1,15, Mutterboden 1,20, Lehm/Ton 1,30, Fels 1,50; Dichten (fest) 1,4–2,2 t/m³. Alle Werte frei anpassbar.

Nicht berücksichtigt: exakte Bodenklasse und Belastung (LAGA-Deklaration), Böschungswinkel, Grundwasser, Wurzeln und Einbauten. Keine Bau-, Statik- oder Rechtsberatung, Angaben ohne Gewähr.

Open-Source-Projekt

Dieser Rechner ist Open Source. Hilf mit, ihn aktuell und korrekt zu halten.

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Abzufahrender Erdaushub

32,2m³ lose

Profilvolumen (fest): 28

Masse zur Entsorgung42 t
LKW-Fuhren (3-Achser (≈ 8 m³))5

🧮 So wird gerechnet

Maße inkl. Arbeitsraum = (L + 2 × a) × (B + 2 × a) = 7 m × 5 m

Festes Volumen = Länge × Breite × Tiefe = 7 × 5 × 0,8 = 28

Loses Volumen = 28 m³ × Auflockerung 1,15 = 32,2

Masse = 28 m³ × 1,5 t/m³ = 42 t

Fuhren = aufrunden(32,2 m³ ÷ 8 m³) = 5

Hinweis: Alle Werte sind unverbindliche Schätzungen. Arbeitsraum und Böschung nach DIN 4124 sowie Bodenklassen bzw. Homogenbereiche nach DIN 18300 (VOB/C) sind projektspezifisch durch ein Baugrundgutachten zu bestimmen. Die Entsorgungskosten hängen von der Belastungsklasse (LAGA/Deklarationsanalyse) und der Region ab. Keine Rechts-, Statik- oder Bauberatung – Angaben ohne Gewähr.

Erdaushub berechnen: Volumen, Tonnen und Fuhren

Mit dem Erdaushub-Rechner ermitteln Sie für eine Baugrube, einen Keller, einen Pool oder einen Graben das auszuhebende Erdvolumen, die Masse in Tonnen und die Anzahl der nötigen LKW-Fuhren. Das ist die Grundlage, um den Aufwand für Bagger, Abtransport und Entsorgung realistisch zu planen – denn lockerer Boden braucht deutlich mehr Ladevolumen, als das reine Grubenmaß vermuten lässt.

Festes Volumen, loses Volumen und Masse

Beim Erdaushub gibt es drei verschiedene Mengen, die man auseinanderhalten muss. Der Rechner gibt alle drei aus:

  • Festes Volumen (Profilvolumen) = (Länge + 2 × Arbeitsraum) × (Breite + 2 × Arbeitsraum) × Tiefe
  • Loses Volumen (abzufahren) = festes Volumen × Auflockerungsfaktor
  • Masse = festes Volumen × Dichte (t/m³)
  • LKW-Fuhren = loses Volumen ÷ Mulden-Volumen, aufgerundet

Das feste Volumen ist das Loch im Boden – also das Profil der Grube. Sobald der Boden gelöst und auf den LKW geladen wird, lockert er auf: Zwischen den Krümeln entsteht Hohlraum, das Schüttvolumen steigt. Genau diese aufgelockerte Menge müssen Sie abfahren und bezahlen. Die Masse in Tonnen wiederum richtet sich nach dem festen Volumen und der Dichte und ist meist die Grundlage für die Entsorgungsgebühr je Tonne.

Auflockerungsfaktor je Bodenart

Der Auflockerungsfaktor beschreibt, um wie viel sich der Boden beim Lösen ausdehnt. Er hängt stark von der Bodenart ab: Sand und Kies lockern nur wenig auf (rund 15 %), bindige Böden wie Lehm und Ton stärker (rund 30 %), gesprengter Fels am meisten (40–60 %). Welche Bodenklasse bzw. welcher Homogenbereich nach DIN 18300 vorliegt, sollte für größere Vorhaben ein Baugrundgutachten klären – davon hängen sowohl der Aushubaufwand als auch die Entsorgungskosten ab.

Arbeitsraum nach DIN 4124

Eine Baugrube ist immer größer als das geplante Bauwerk: Rund um Fundament oder Keller wird ein Arbeitsraum benötigt, damit Schalung, Abdichtung und Dämmung angebracht werden können. Die DIN 4124 sieht hierfür typischerweise einen Zuschlag von etwa 0,5 bis 0,8 m je Seite vor. Deshalb rechnet der Rechner auf jeder Seite den eingestellten Arbeitsraum hinzu. Wer nur Mutterboden flächig abträgt, setzt den Arbeitsraum einfach auf 0.

Anzahl LKW-Fuhren und Entsorgung

Für den Abtransport teilt der Rechner das lose Volumen durch das Nutzvolumen der gewählten Mulde und rundet auf, denn eine halbe Fuhre gibt es nicht. Als Richtwerte gelten ein 3-Achser mit rund 8 m³, ein 4-Achser mit 12–16 m³ und ein Sattelkipper mit 20–24 m³. Die Entsorgungskosten richten sich nach der Belastungsklasse (LAGA bzw. Deklarationsanalyse): Unbelasteter Boden ist günstig, belasteter Aushub kann ein Vielfaches kosten. Die optionale Kostenschätzung im Rechner liefert nur eine grobe Hausnummer – ein verbindliches Angebot bekommen Sie nur vom Tiefbauer oder der Deponie.

⛏️ Richtwerte: Auflockerung & Dichte je Bodenart

Anhaltswerte – der genaue Wert hängt vom Baugrund ab und ist nach DIN 18300 (Homogenbereiche) bzw. durch ein Bodengutachten zu bestimmen.

Bodenart Auflockerung Dichte (fest)
🏖️ Sand / Kies1,15 (≈ 15 %)≈ 1,5 t/m³
🌱 Mutterboden1,20 (≈ 20 %)≈ 1,4 t/m³
🧱 Lehm / Ton (bindig)1,30 (≈ 30 %)≈ 1,9 t/m³
🪨 Fels / steiniger Boden1,50 (≈ 50 %)≈ 2,2 t/m³

Quellen: DIN 18300 / VOB/C (Bodenklassen & Homogenbereiche), LBEG Niedersachsen, Fachliteratur Erdbau (Stand 2026).

📊 Beispielrechnungen

So wirken sich Maße, Arbeitsraum und Bodenart aus:

Beispiel 1: Garagen-Baugrube in Sand

Maße:
6 × 4 m, 0,8 m tief
Arbeitsraum:
0,5 m je Seite → 7 × 5 m
Festes Volumen:
7 × 5 × 0,8 = 28 m³
Loses Volumen:
28 × 1,15 = 32,2 m³
Masse:
28 × 1,5 = 42 t
LKW-Fuhren (8 m³):
aufgerundet 5

Beispiel 2: Pool-Grube in Lehm

Maße:
8 × 4 m, 1,5 m tief
Arbeitsraum:
0,5 m je Seite → 9 × 5 m
Festes Volumen:
9 × 5 × 1,5 = 67,5 m³
Loses Volumen:
67,5 × 1,3 = 87,75 m³
Masse:
67,5 × 1,9 = 128,25 t
LKW-Fuhren (14 m³):
aufgerundet 7

Beispiel 3: Mutterboden flächig abtragen

Maße:
10 × 8 m, 0,3 m tief
Arbeitsraum:
0 m (Oberbodenabtrag)
Festes Volumen:
10 × 8 × 0,3 = 24 m³
Loses Volumen:
24 × 1,2 = 28,8 m³
Masse:
24 × 1,4 = 33,6 t
LKW-Fuhren (8 m³):
aufgerundet 4
💡 Tipp: Achten Sie immer auf das lose Volumen, wenn Sie Fuhren und Container planen – nicht auf das Grubenmaß. Beispiel 2 zeigt, wie stark Tiefe und Arbeitsraum die Menge treiben: aus einem 8 × 4 m großen Pool werden fast 88 m³ Aushub.

⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle

Fehler 1: Auflockerung vergessen

Das Loch hat 28 m³ – aber abzufahren sind 32 m³ und mehr, weil der gelöste Boden auflockert. Wer mit dem festen Grubenmaß Container bestellt, ordert zu wenig. Rechnen Sie für den Abtransport immer mit dem losen Volumen.

Fehler 2: Arbeitsraum nicht einplanen

Ohne Arbeitsraum passt kein Mensch zum Abdichten neben das Fundament. Die DIN 4124 fordert je nach Tiefe rund 0,5–0,8 m je Seite. Das vergrößert die Grube spürbar: Aus 6 × 4 m werden mit 0,5 m schon 7 × 5 m – rund 46 % mehr Grundfläche.

Fehler 3: Böschung ignorieren

Tiefe Gruben haben selten senkrechte Wände – ohne Verbau müssen sie geböscht werden. Eine geböschte Grube ist oben breiter und hat dadurch mehr Volumen. Dieser Rechner geht von senkrechten Wänden aus; für geböschte Gruben fällt das tatsächliche Volumen höher aus.

Sonderfall: Belasteter Boden

Bauschutt, Altlasten oder schadstoffhaltiger Boden fallen unter eine höhere Belastungsklasse (LAGA). Die Entsorgung kostet dann statt weniger Euro pro Tonne schnell 50–70 € und mehr. Vor dem Abtransport klärt eine Deklarationsanalyse die Einstufung.

Sonderfall: Wiederverwendung statt Entsorgung

Mutterboden und unbelasteter Erdaushub lassen sich oft im Garten wieder einbauen, verfüllen oder verschenken. Das spart Entsorgungs- und Transportkosten. Rechnen Sie deshalb, welcher Anteil wirklich abgefahren werden muss.

❓ Häufig gestellte Fragen zum Erdaushub

Wie berechne ich den Erdaushub?

Das feste Aushubvolumen ergibt sich aus (Länge + 2 × Arbeitsraum) × (Breite + 2 × Arbeitsraum) × Tiefe. Eine 6 × 4 m große Grube mit 0,8 m Tiefe und 0,5 m Arbeitsraum je Seite ergibt 7 × 5 × 0,8 = 28 m³. Für den Abtransport multiplizieren Sie dieses Volumen noch mit dem Auflockerungsfaktor.

Was ist der Unterschied zwischen festem und losem Volumen?

Das feste Volumen ist das Loch im Boden (Profilvolumen). Sobald der Boden gelöst wird, lockert er auf und nimmt mehr Platz ein – das ist das lose Volumen, das tatsächlich abgefahren wird. Es ergibt sich aus festem Volumen × Auflockerungsfaktor und ist je nach Bodenart 15 bis 60 % größer.

Wie viele Tonnen wiegt ein Kubikmeter Erdaushub?

Das hängt von der Bodenart ab. Als Richtwerte gelten Sand rund 1,5 t/m³, Mutterboden rund 1,4 t/m³, Lehm 1,8–2,0 t/m³ und Fels über 2 t/m³. Die Masse berechnet der Rechner aus festem Volumen × Dichte – sie ist meist die Grundlage für die Entsorgungsgebühr je Tonne.

Was kostet die Entsorgung von Erdaushub?

Der Aushub selbst kostet grob 10–25 € pro m³. Die Entsorgung liegt bei unbelastetem Boden bei wenigen Euro je Tonne, bei belastetem Aushub aber bei 50–70 € pro Tonne und mehr. Maßgeblich ist die Belastungsklasse (LAGA-Deklaration) und die Region. Die Schätzung im Rechner ersetzt kein Angebot vom Tiefbauer oder der Deponie.

Was ist der Auflockerungsfaktor?

Der Auflockerungsfaktor gibt an, um wie viel sich der Boden beim Lösen ausdehnt. Sand und Kies lockern nur rund 15 % auf (Faktor 1,15), bindige Böden wie Lehm rund 30 % (Faktor 1,30), gesprengter Fels 40–60 % (Faktor 1,40–1,60). Er wandelt das feste in das lose, abzufahrende Volumen um.

Wie viel Arbeitsraum braucht eine Baugrube?

Nach DIN 4124 wird rund um das Bauwerk ein Arbeitsraum von typischerweise 0,5 bis 0,8 m je Seite vorgesehen, damit Schalung, Abdichtung und Dämmung angebracht werden können. Der Rechner schlägt diesen Wert auf jeder Seite zu. Bei reinem Oberbodenabtrag setzen Sie den Arbeitsraum auf 0.