Abrisskosten-Rechner 2026
Kosten für den Hausabriss schätzen
Zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2026
Grundlage: Branchenübliche Faustwerte – Abbruch pro m³ umbauter Raum (Leichtbau ca. 25 €/m³, Massivbau ca. 40 €/m³, Stahlbeton ca. 55 €/m³) bzw. 50–100 €/m² Wohnfläche im Schnellmodus, plus Keller-Rückbau, Asbest-Sanierung (TRGS 519), Lage-Zuschlag und Abrissgenehmigung.
Voreinstellungen: Massivbau 40 €/m³, Keller-/Bodenplattenrückbau 60 €/m², Asbest 50 €/m² Schadstofffläche, Lage-Zuschlag 15 %, Genehmigung 600 € (Spanne 200–1.000 €).
Nicht berücksichtigt: regionale Lohn- und Deponiekosten, Bodenkontamination, Baumfällung, Wiederherstellung des Grundstücks. Ergebnis ist eine unverbindliche Schätzung – keine Bau- oder Rechtsberatung, Angaben ohne Gewähr.
Open-Source-Projekt
Dieser Rechner ist Open Source. Hilf mit, ihn aktuell und korrekt zu halten.
Geschätzte Abrisskosten
realistische Spanne 8.400 – 12.600 €
🧮 So wird gerechnet
Kosten = Wohnfläche × Preis pro m²
= 140 m² × 75 € = 10.500 €
Hinweis: Das Ergebnis ist eine unverbindliche Schätzung auf Basis von Faustwerten und Marktpreisen 2026. Verbindliche Kosten erhalten Sie nur über ein Vor-Ort-Angebot eines Abbruch-Fachbetriebs. Asbest- und Schadstoffrückbau darf rechtlich nur von Betrieben mit Sachkundenachweis nach TRGS 519 ausgeführt werden; Asbest ist Sondermüll mit Entsorgungsnachweispflicht. Für den Abriss ist je nach Bundesland und Bebauungsplan ggf. eine Abrissgenehmigung erforderlich. Alle Angaben ohne Gewähr – keine Bau-, Statik- oder Rechtsberatung.
Abrisskosten für den Hausabriss berechnen
Mit dem Abrisskosten-Rechner schätzen Sie, was der Abriss eines Hauses kostet – egal ob Sie ein altes Bestandsgebäude für einen Neubau beseitigen, ein marodes Nebengebäude entfernen oder die Wirtschaftlichkeit von Abriss gegen Sanierung abwägen. Der Rechner bietet zwei Wege: einen Schnellmodus über die Wohnfläche und einen Detailmodus über den umbauten Raum (m³) mit Zuschlägen für Keller, Asbest, beengte Lage und Genehmigung. Realistisch liegen die Gesamtkosten für ein typisches Einfamilienhaus zwischen rund 10.000 € und 35.000 €.
Die Formel
Der Detailmodus rechnet nach dem in der Abbruchbranche üblichen Schema:
- Umbauter Raum (m³) = Grundfläche (m²) × Gebäudehöhe (m)
- Abbruchkosten = umbauter Raum × Preis pro m³ je Bauart (inkl. Bauschutt-Entsorgung)
- + Keller/Bodenplatte = Grundfläche × 60 €/m²
- + Asbest-Sanierung = belastete Fläche × 50 €/m²
- + Lage-Zuschlag = 15 % auf Abbruch + Keller (bei beengter Lage)
- + Abrissgenehmigung = Pauschale (Voreinstellung 600 €)
Der umbaute Raum ist das Volumen des gesamten Gebäudes über Außenmaßen, nicht die Wohnfläche. Als Faustregel rechnet man rund 3 m Höhe je Geschoss; ein Bungalow kommt damit auf etwa 3 m, ein zweigeschossiges Haus auf rund 6 m, mit Spitzdach und Kniestock etwas mehr. Im Schnellmodus wird vereinfacht mit 50–100 €/m² Wohnfläche gerechnet – das genügt für eine erste grobe Hausnummer.
Was die Abbruchkosten je m³ bestimmt
Der Preis pro Kubikmeter hängt vor allem von der Bauart ab. Leichte Konstruktionen aus Holz oder mit dünnen Wänden lassen sich günstig abtragen (ca. 25 €/m³). Klassischer Massivbau aus Ziegel oder Kalksandstein liegt bei rund 40 €/m³. Am teuersten ist stark armierter Stahlbeton, etwa bei Industriebauten oder massiven Kellern (ca. 55 €/m³ und mehr), weil das Material aufwendig getrennt und zerkleinert werden muss. In diesen Werten ist die Entsorgung des Bauschutts – grob 30–50 € je m³ Schutt bzw. nach Deponiegewicht – bereits kalkulatorisch enthalten.
Keller, Asbest und Lage als Kostentreiber
Ein zu beseitigender Keller oder eine dicke Bodenplatte erhöht die Kosten deutlich, weil Aushub, Beton-Rückbau und Verfüllung anfallen – im Rechner mit 60 €/m² Grundfläche angesetzt. Findet sich Asbest (häufig in alten Dacheindeckungen, Eternit-Fassaden oder Fußbodenkleber), schreibt die TRGS 519 vor, dass nur Fachbetriebe mit Sachkundenachweis die Sanierung durchführen dürfen; Asbest ist Sondermüll mit Entsorgungsnachweis. Eine beengte, innerstädtische Lage verteuert den Abriss zusätzlich, weil Staubschutz, Handabbruch statt Bagger und schwierige Logistik nötig werden – dafür schlägt der Rechner 15 % auf.
Brauche ich eine Abrissgenehmigung?
Ob für den Abbruch eine Abrissgenehmigung nötig ist, hängt vom jeweiligen Bundesland und Bebauungsplan ab. Viele Landesbauordnungen stellen den Abriss kleiner, freistehender Gebäude genehmigungsfrei, verlangen aber eine Anzeige; bei größeren Objekten, Reihenhäusern oder unter Denkmalschutz stehenden Bauten ist eine Genehmigung Pflicht. Die Gebühren liegen meist zwischen 200 € und 1.000 €. Klären Sie das immer vorab mit Ihrer Bauaufsichtsbehörde – ein nicht genehmigter Abriss kann teuer werden.
🏗️ Richtwerte für Abbruchkosten 2026
Faustwerte je m³ umbauter Raum bzw. typische Pauschalen. Die tatsächlichen Preise schwanken regional je nach Lohn- und Deponiekosten erheblich.
| Position | Einheit | Richtwert |
|---|---|---|
| 🪵 Abbruch Leichtbau / Holz | €/m³ | 20–30 € |
| 🧱 Abbruch Massivbau | €/m³ | 35–50 € |
| 🏭 Abbruch Stahlbeton / Industrie | €/m³ | 50–70 € |
| ⚡ Schnellwert je Wohnfläche | €/m² | 50–100 € |
| 🕳️ Keller / Bodenplatte zurückbauen | €/m² | 40–80 € |
| ♻️ Bauschutt-Entsorgung | €/m³ | 30–50 € |
| ☢️ Asbest-Sanierung (TRGS 519) | €/m² | 30–80 € |
| 📄 Abrissgenehmigung | pauschal | 200–1.000 € |
Quellen: Talu.de, immoverkauf24, Sparkasse Immobilien, BAuA/TRGS 519 (Stand 2026).
📊 Beispielrechnungen
So setzen sich die Abrisskosten in typischen Fällen zusammen:
Beispiel 1: Bungalow (Massivbau) mit Keller
Beispiel 2: Zweigeschossiges Haus mit Asbestdach
Beispiel 3: Schnellschätzung über die Wohnfläche
⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle
Fehler 1: Wohnfläche statt umbauten Raum nehmen
Abbruchpreise je m³ beziehen sich auf den umbauten Raum über Außenmaßen, nicht auf die Wohnfläche. Wer die Wohnfläche in die m³-Formel einsetzt, unterschätzt das Volumen massiv. Nutzen Sie für die Wohnfläche stattdessen den Schnellmodus mit €/m².
Fehler 2: Keller und Bodenplatte vergessen
Viele Angebote rechnen zunächst nur den oberirdischen Abbruch. Aushub, Beton-Rückbau und Verfüllung eines Kellers können aber mehrere tausend Euro ausmachen. Klären Sie immer, ob die Bodenplatte entfernt oder im Boden verbleiben darf.
Fehler 3: Asbest unterschätzen
Asbest in Dach, Fassade oder Bodenkleber macht den Abriss teuer und rechtlich heikel. Die Sanierung darf nur ein Fachbetrieb mit Sachkundenachweis nach TRGS 519 durchführen, die Entsorgung erfolgt als Sondermüll mit Nachweispflicht. Vor dem Abriss lohnt ein Schadstoffgutachten.
Sonderfall: Verwertbarer Bauschutt
Sauber getrennter, unbelasteter Beton- und Ziegelschutt lässt sich recyceln und senkt die Entsorgungskosten. Eine getrennte Demontage („Rückbau“ statt „Abriss“) kostet zwar mehr Arbeitszeit, kann aber bei hohen Deponiegebühren unter dem Strich günstiger sein.
Sonderfall: Förderung und Grundstücksaufbereitung
Manche Kommunen fördern den Abriss leerstehender Gebäude. Umgekehrt fallen nach dem Abriss oft Folgekosten an: Verfüllung der Baugrube, Entfernung von Fundamenten, Baumfällung oder Bodenuntersuchung. Diese sind im Rechner nicht enthalten.
❓ Häufig gestellte Fragen zu Abrisskosten
Was kostet es, ein Haus abzureißen?
Für ein typisches Einfamilienhaus liegen die Abrisskosten grob zwischen 10.000 € und 35.000 €. Als Faustwert rechnet man 50–100 € je m² Wohnfläche oder rund 25–55 € je m³ umbauten Raum je nach Bauart. Keller, Asbest und eine beengte Lage können die Kosten deutlich erhöhen.
Wie berechne ich die Abrisskosten pro m³?
Multiplizieren Sie den umbauten Raum (Grundfläche × Gebäudehöhe) mit dem Abbruchpreis je Bauart. Ein Massivhaus mit 120 m² Grundfläche und 7 m Höhe hat 840 m³; bei 40 €/m³ sind das 33.600 € allein für den oberirdischen Abbruch, zuzüglich Keller, Asbest und Genehmigung.
Was kostet der Abriss eines Kellers?
Der Rückbau von Keller und Bodenplatte schlägt mit rund 40–80 € je m² Grundfläche zu Buche, im Rechner mit 60 €/m² angesetzt. Bei 100 m² Grundfläche sind das also etwa 6.000 €. Teurer wird es, wenn der Keller aus Stahlbeton besteht oder die Baugrube anschließend verfüllt werden muss.
Was kostet die Asbest-Entsorgung beim Abriss?
Die Asbest-Sanierung kostet je nach Material und Aufwand etwa 30–80 € je m² belasteter Fläche. Sie darf laut TRGS 519 nur von Fachbetrieben mit Sachkundenachweis ausgeführt werden, und Asbest ist Sondermüll mit Entsorgungsnachweispflicht. Eine 150 m² große Asbest-Dachfläche kostet damit grob 4.500–12.000 €.
Brauche ich für den Hausabriss eine Genehmigung?
Das hängt vom Bundesland und Bebauungsplan ab. Viele Landesbauordnungen stellen den Abriss kleiner, freistehender Gebäude genehmigungsfrei (oft mit Anzeigepflicht), bei größeren, angebauten oder denkmalgeschützten Objekten ist eine Abrissgenehmigung Pflicht. Die Gebühren liegen meist zwischen 200 € und 1.000 €. Klären Sie das vorab mit der Bauaufsichtsbehörde.
Was bedeutet umbauter Raum und wie ermittle ich ihn?
Der umbaute Raum ist das Volumen des gesamten Gebäudes über Außenmaßen in Kubikmetern, gemessen von der Bodenplatte bis zum Dach. Vereinfacht berechnen Sie ihn als Grundfläche × Gebäudehöhe. Als Faustregel gelten rund 3 m je Geschoss; ein zweigeschossiges Haus mit 100 m² Grundfläche kommt also auf etwa 600 m³.
