PKV-GKV-Vergleich-Rechner
Private vs. gesetzliche Krankenversicherung 2026
Ihre Angaben
Durchschnitt 2026: 2,9% (günstigste: 1,68%, teuerste: 2,99%)
Falls Sie bereits ein konkretes PKV-Angebot haben
GKV (Gesetzliche)
Ihr Beitrag monatlich
613,22 €
Jährlich
7.358,63 €
PKV (Private)
Ihr Beitrag monatlich
307,50 €
Jährlich
3.690,00 €
✅ PKV ist günstiger
Monatliche Differenz
305,72 €
GKV teurer
Jährliche Differenz
3.668,63 €
pro Jahr
⚖️Tendenz: Individuelle Abwägung nötig
- •PKV aktuell 306 € günstiger pro Monat
📊 Langfristvergleich (20 Jahre)
| Jahr | Alter | GKV/Jahr | PKV/Jahr | Differenz | Kumuliert |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 35 | 7.358,63 € | 3.690,00 € | -3.668,63 € | -3.668,63 € |
| 5 | 40 | 8.530,66 € | 4.382,56 € | -4.148,10 € | -23.428,54 € |
| 10 | 45 | 9.889,38 € | 5.205,11 € | -4.684,27 € | -45.753,82 € |
| 15 | 50 | 11.075,15 € | 6.182,04 € | -4.893,11 € | -70.065,32 € |
| 20 | 55 | 12.227,86 € | 7.342,32 € | -4.885,54 € | -94.542,31 € |
Gesamtdifferenz über 20 Jahre: 94.542,31 € mehr für GKV
* Annahmen: 2% jährl. Gehaltssteigerung, 3.5% PKV-Beitragssteigerung, Rente ab 67 mit 48% des letzten Einkommens
✅ Vorteile GKV
- •Familienversicherung: Partner & Kinder kostenlos mitversichert
- •Einkommensabhängig: Beitrag sinkt bei weniger Einkommen (z.B. Rente)
- •Keine Gesundheitsprüfung: Aufnahme ohne Risikozuschläge
- •Einfacher Kassenwechsel: Jederzeit möglich
- •Solidarprinzip: Alle zahlen nach Leistungsfähigkeit
✅ Vorteile PKV
- •Bessere Leistungen: Chefarzt, Einzelzimmer, schnellere Termine
- •Individuelle Tarife: Leistungen selbst wählen
- •Altersrückstellungen: Beiträge im Alter stabilisiert
- •Beitragsrückerstattung: Bei Nichtinanspruchnahme
- •Für Beamte: Mit Beihilfe sehr günstig
❌ Nachteile GKV
- •Einheitstarif: Keine individuellen Leistungspakete
- •Wartezeiten: Längere Wartezeit auf Facharzttermine
- •Beitrag steigt mit Einkommen: Bis zur BBG
- •Zuzahlungen: Bei Medikamenten und Hilfsmitteln
❌ Nachteile PKV
- •Keine Familienversicherung: Jedes Familienmitglied zahlt
- •Gesundheitsprüfung: Vorerkrankungen führen zu Zuschlägen
- •Rückkehr schwer: Ab 55 kaum möglich zurück in GKV
- •Beitrag im Alter: Kann trotz Rückstellungen steigen
- •Vorleistung: Rechnungen selbst bezahlen, dann einreichen
🔑 Wer kann in die PKV?
Angestellte
Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze von 6.450,00 €/Monat (77.400,00 €/Jahr)
✓ Sie erfüllen diese Voraussetzung
Selbstständige
Können unabhängig vom Einkommen frei zwischen GKV und PKV wählen. Bei Existenzgründung aus Anstellung: 3 Monate Zeit für Entscheidung.
Beamte
Erhalten Beihilfe (50-80% Kostenerstattung) vom Dienstherrn. PKV nur für den Restanteil → sehr günstige Beiträge.
⚠️ Wichtige Hinweise
- •Entscheidung sorgfältig treffen: Ein Wechsel zurück in die GKV ist ab 55 Jahren praktisch nicht mehr möglich.
- •PKV-Beiträge sind Schätzwerte: Die tatsächlichen Beiträge hängen von Gesundheitszustand, gewähltem Tarif und Anbieter ab.
- •Beitragsentwicklung: PKV-Beiträge steigen durchschnittlich 3-4% pro Jahr. Die Altersrückstellungen federn dies nur teilweise ab.
- •Familiengründung bedenken: In der PKV muss jedes Familienmitglied einzeln versichert werden – erhebliche Mehrkosten!
- •Individuelle Beratung: Lassen Sie sich vor dem Wechsel unabhängig beraten (Verbraucherzentrale, Versicherungsberater).
🏛️ Weiterführende Informationen
Bundesgesundheitsministerium
→ Informationen zur KrankenversicherungVerbraucherzentrale
→ Unabhängige Beratung zu KrankenversicherungenGKV-Spitzenverband
→ Übersicht aller gesetzlichen Krankenkassen📚 Quellen & Rechtsgrundlagen
- SGB V – Gesetzliche Krankenversicherung
- VAG – Versicherungsaufsichtsgesetz (PKV)
- BMG – Beitragssätze und Rechengrößen 2026
- PKV-Verband – Zahlen und Fakten
Stand: Februar 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr · PKV-Beiträge sind Richtwerte
PKV oder GKV: Die wichtigste Versicherungsentscheidung
Die Wahl zwischen privater Krankenversicherung (PKV) und gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) ist eine der weitreichendsten finanziellen Entscheidungen im Leben. Unser PKV-GKV-Vergleichsrechner 2026 hilft Ihnen, die Kosten über Jahrzehnte zu vergleichen und die richtige Wahl zu treffen.
Wer darf in die PKV wechseln?
Nicht jeder kann frei zwischen GKV und PKV wählen. Die Zugangsvoraussetzungen für die private Krankenversicherung sind:
- Angestellte: Bruttoeinkommen über der Versicherungspflichtgrenze (2026: 77.400 €/Jahr bzw. 6.450 €/Monat)
- Selbstständige: Können unabhängig vom Einkommen frei wählen
- Beamte: Haben Beihilfeanspruch und sind meist privat versichert
- Studenten: Können sich zu Studienbeginn von der Versicherungspflicht befreien lassen
Die Beitragsbemessungsgrenze 2026
Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der Krankenversicherung legt fest, bis zu welchem Einkommen GKV-Beiträge erhoben werden:
- Monatlich: 5.812,50 € (2025: 5.512,50 €)
- Jährlich: 69.750 € (2025: 66.150 €)
Einkommen über der BBG ist beitragsfrei. Das bedeutet: Auch wenn Sie 10.000 €/Monat verdienen, zahlen Sie GKV-Beiträge nur auf 5.812,50 €.
GKV-Beiträge 2026
In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen Sie:
- Allgemeiner Beitragssatz: 14,6% (Arbeitnehmer/Arbeitgeber je 7,3%)
- Zusatzbeitrag: Durchschnittlich 2,9% (je 50% AN/AG)
- Pflegeversicherung: 3,6% (Kinderlose ab 23: 4,2%)
Bei einem Einkommen an der BBG (5.812,50 €) beträgt der maximale monatliche Eigenanteil etwa 509 € für Krankenversicherung plus 105-122 € für Pflegeversicherung.
PKV-Beiträge – Wie werden sie berechnet?
Anders als in der GKV hängen PKV-Beiträge nicht vom Einkommen ab, sondern von:
- Eintrittsalter: Je jünger, desto günstiger der Beitrag
- Gesundheitszustand: Vorerkrankungen führen zu Risikozuschlägen oder Ausschlüssen
- Gewählter Tarif: Von Basis bis Premium mit entsprechenden Leistungen
- Selbstbeteiligung: Höhere SB = niedrigerer Beitrag
Ein 30-Jähriger zahlt für einen mittleren Tarif etwa 450-550 €/Monat. Mit 50 Jahren steigt dieser Wert auf 700-900 €/Monat – selbst bei gleichen Leistungen.
Der große Unterschied: Familienversicherung
Das wohl wichtigste Argument für die GKV ist die kostenlose Familienversicherung:
| Familienmitglied | GKV | PKV |
|---|---|---|
| Ehepartner (Einkommen unter 565 €) | Kostenlos | 400-600 €/Monat |
| 1. Kind | Kostenlos | 100-200 €/Monat |
| 2. Kind | Kostenlos | 100-200 €/Monat |
| Familie (2 Erwachsene + 2 Kinder) | 0 € Zusatzkosten | +600-1.000 €/Monat |
Beitragsentwicklung im Alter
Ein kritischer Punkt ist die Beitragsentwicklung über die Jahrzehnte:
GKV im Alter
- Beitrag ist prozentual vom Einkommen
- Bei Renteneintritt: Rente ist niedriger → Beitrag sinkt automatisch
- Rente etwa 48% des letzten Einkommens → Beitrag sinkt entsprechend
- Rentenversicherungsträger übernimmt 50% des Beitrags
PKV im Alter
- Beitrag steigt durchschnittlich 3-4% pro Jahr
- Altersrückstellungen sollen Beiträge stabilisieren
- Trotzdem: Viele Rentner zahlen 600-1.000 € monatlich
- Kein Arbeitgeberzuschuss mehr (nur Rentenzuschuss max. 508 €)
Wann lohnt sich die PKV?
Die private Krankenversicherung kann sich lohnen, wenn:
- Sie Beamter sind (Beihilfe macht PKV sehr attraktiv)
- Sie jung, gesund und kinderlos sind und gut verdienen
- Sie selbstständig sind mit stabilem Einkommen
- Sie keine Familienplanung haben
- Ihnen bessere Leistungen wichtiger sind als Beitragsersparnis
Wann sollten Sie in der GKV bleiben?
Die gesetzliche Krankenversicherung ist meist besser, wenn:
- Sie Kinder haben oder planen
- Ihr Partner mitversichert werden soll
- Sie über 40 Jahre alt sind
- Ihr Einkommen schwankt (z.B. Freiberufler)
- Sie Vorerkrankungen haben
- Sie Flexibilität bei Berufswechsel wünschen
Rückkehr in die GKV – geht das?
Ein Wechsel von der PKV zurück in die GKV ist nur eingeschränkt möglich:
- Unter 55 Jahren: Möglich bei Einkommen unter der Versicherungspflichtgrenze (z.B. durch Teilzeit, Arbeitslosigkeit, Ehepartnerjob)
- Ab 55 Jahren: Praktisch unmöglich – selbst bei Arbeitslosigkeit bleiben Sie PKV-versichert
- Ausnahme: Familienversicherung über den GKV-versicherten Ehepartner
Beamte: Ein Sonderfall
Für Beamte gelten besondere Regeln:
- Beihilfe: Der Dienstherr erstattet 50-80% der Krankheitskosten
- PKV nur für den Rest: Beiträge dadurch deutlich niedriger
- Beispiel: PKV-Beitrag für 50% Restkostenversicherung: 200-350 €/Monat
- Im Ruhestand: Beihilfe steigt oft auf 70% → PKV-Beitrag sinkt
Für Beamte ist die PKV fast immer die wirtschaftlich sinnvollere Wahl.
PKV-Tarifwechsel: Der Ausweg bei hohen Beiträgen
Wenn PKV-Beiträge im Alter zu hoch werden, gibt es Möglichkeiten:
- Interner Tarifwechsel (§ 204 VVG): Wechsel in günstigeren Tarif beim selben Versicherer unter Anrechnung der Altersrückstellungen
- Standardtarif: Für langjährig Versicherte, Beitrag maximal GKV-Höchstbeitrag
- Basistarif: GKV-ähnliche Leistungen, Beitrag gedeckelt auf GKV-Höchstbeitrag
- Selbstbeteiligung erhöhen: Senkt den monatlichen Beitrag
Leistungsunterschiede: GKV vs. PKV
| Leistung | GKV | PKV (je nach Tarif) |
|---|---|---|
| Arzttermine | Oft Wartezeiten | Bevorzugte Behandlung |
| Krankenhaus | Mehrbettzimmer | Einzelzimmer, Chefarzt |
| Zahnersatz | 50-65% Festzuschuss | 80-100% Erstattung |
| Brillen/Kontaktlinsen | Nur bei starker Sehschwäche | Oft vollständig erstattet |
| Heilpraktiker | Nicht enthalten | Je nach Tarif enthalten |
| Auslandsbehandlung | EU + Abkommen-Länder | Weltweit |
Fazit: Eine individuelle Entscheidung
Die Wahl zwischen PKV und GKV ist keine Entscheidung, die man pauschal treffen kann. Sie hängt von Ihren individuellen Lebensumständen ab:
- Kurzfristig kann die PKV oft günstiger sein
- Langfristig (Familie, Alter) ist die GKV meist vorteilhafter
- Beamte profitieren fast immer von der PKV
Wichtig: Lassen Sie sich vor dem Wechsel unabhängig beraten – zum Beispiel von der Verbraucherzentrale oder einem Versicherungsberater (nicht -vertreter!).