Skonto-Rechner 2026
Skontobetrag, Zahlbetrag & Effektivzins berechnen
Zuletzt aktualisiert am 5. Juni 2026
Grundlage: Kaufmännische Standardformel zur Skonto- und Effektivzinsberechnung (360-Tage-Konvention)
Berücksichtigt: Skontobetrag, Zahlbetrag, effektiver Jahreszins des Lieferantenkredits, Vergleich mit dem Bankzins, Brutto-/Netto-Hinweis
Nicht berücksichtigt: individuelle Zahlungsbedingungen, taggenaue Zinseszins-Effekte, steuerliche Buchung im Einzelfall – der Rechner liefert die kaufmännische Standardberechnung
Ihr Zahlbetrag mit Skonto
des Lieferantenkredits (360-Tage-Basis)
✅Skonto ziehen lohnt sich
Der effektive Jahreszins des Lieferantenkredits (36,0 %) liegt über Ihrem Vergleichszins von 9,0 %. Es ist günstiger, früh zu zahlen – notfalls sogar über den Dispo finanziert. Wer auf das Skonto verzichtet, „bezahlt“ den Lieferantenkredit mit 36,0 % pro Jahr.
ℹ️ So rechnet der Skonto-Rechner
- ✓Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz
- ✓Zahlbetrag = Rechnungsbetrag − Skontobetrag
- ✓Effektiver Jahreszins = Skontosatz ÷ (Zahlungsziel − Skontofrist) × 360
- ✓Wer das Skonto nicht zieht, gewährt dem Lieferanten faktisch einen teuren Kredit – der Effektivzins liegt fast immer weit über dem Bankzins.
🧾 Brutto oder netto?
Beide Wege führen zum gleichen Ergebnis
Sie können den Skontosatz vom Netto- oder vom Bruttobetrag abziehen – prozentual ist das Ergebnis identisch. Im B2B wird buchhalterisch meist vom Nettobetrag gerechnet, in der Praxis oft direkt vom Bruttobetrag.
Umsatzsteuer korrigieren
Bei Skontoabzug ändert sich auch die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer. Lieferant und Kunde müssen Vorsteuer bzw. Umsatzsteuer entsprechend anpassen (§ 17 UStG).
Skonto berechnen: Formel, Effektivzins & Bedeutung
Skonto ist ein Preisnachlass, den ein Lieferant gewährt, wenn der Kunde seine Rechnung besonders schnell bezahlt – typischerweise innerhalb einer kurzen Skontofrist statt erst zum vollen Zahlungsziel. Mit unserem Skonto-Rechner ermitteln Sie in Sekunden den Skontobetrag, den reduzierten Zahlbetrag und den entscheidenden Wert: den effektiven Jahreszins des Lieferantenkredits.
Die drei Formeln
Der Rechner nutzt die kaufmännische Standardformel:
- Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz
- Zahlbetrag = Rechnungsbetrag − Skontobetrag
- Effektiver Jahreszins = Skontosatz ÷ (Zahlungsziel − Skontofrist) × 360
Der Klammerausdruck (Zahlungsziel − Skontofrist) ist der Kreditzeitraum: die Zeit, die Sie länger zahlen dürfen, wenn Sie auf das Skonto verzichten. Genau dafür „bezahlen“ Sie mit dem entgangenen Skonto.
Übliche Skonto-Konditionen
Es gibt keine gesetzliche Vorgabe für die Höhe des Skontos – jedes Unternehmen legt seine Konditionen selbst fest. In der Praxis haben sich folgende Werte etabliert:
- Skontosatz: meist 1–3 %
- Skontofrist: in der Regel 7–14 Tage
- Zahlungsziel: typischerweise 30 Tage (auch 14 oder 60 Tage)
Eine klassische Zahlungsbedingung lautet: „2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, netto 30 Tage.“
Warum sich Skonto fast immer lohnt
Ein scheinbar kleiner Nachlass von 2 % entpuppt sich auf das Jahr gerechnet als erstaunlich teurer Kredit. Bei 2 % Skonto, 10 Tagen Skontofrist und 30 Tagen Zahlungsziel beträgt der effektive Jahreszins: 2 % ÷ (30 − 10) × 360 = 36 % pro Jahr. Wer das Skonto verstreichen lässt, finanziert seinen Einkauf also de facto zu 36 % p. a. – ein Vielfaches dessen, was selbst ein teurer Dispokredit kostet. Deshalb gilt die kaufmännische Faustregel: Skonto ziehen, notfalls über einen günstigeren Kredit finanziert.
Skonto vom Brutto- oder Nettobetrag?
Der Skontosatz kann sowohl vom Netto- als auch vom Bruttobetrag abgezogen werden – das prozentuale Ergebnis ist identisch. Im B2B-Bereich wird buchhalterisch häufig vom Nettobetrag gerechnet, in der Praxis oft direkt vom Bruttobetrag. Wichtig: Beim Skontoabzug ändert sich auch die Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer. Lieferant und Kunde müssen Umsatzsteuer bzw. Vorsteuer nach § 17 UStG entsprechend korrigieren.
📊 Beispielrechnungen
So wirken sich unterschiedliche Konditionen aus:
Beispiel 1: Klassische Bedingung „2 %, 10 Tage, netto 30“
Beispiel 2: Höherer Skonto „3 %, 14 Tage, netto 60“
⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle
Fehler 1: Skontosatz mit Jahreszins verwechseln
„2 % sind doch wenig“ – auf das Jahr hochgerechnet werden daraus schnell 36 % und mehr. Der niedrige Prozentsatz täuscht über die kurze Frist hinweg.
Fehler 2: Falscher Kreditzeitraum
Der Kreditzeitraum ist Zahlungsziel minus Skontofrist – nicht das volle Zahlungsziel. Bei „10 Tage Skonto, netto 30“ sind es 20 Tage, nicht 30.
Fehler 3: Umsatzsteuer nicht angepasst
Wird Skonto gezogen, sinkt das Entgelt und damit die Umsatzsteuer. Lieferant und Kunde müssen die Steuer nach § 17 UStG korrigieren – sonst stimmt die Buchhaltung nicht.
Sonderfall: Liquidität fehlt
Auch wenn das Konto leer ist, lohnt es sich oft, den Dispo oder einen Kontokorrentkredit zu nutzen, um das Skonto zu ziehen – solange der Bankzins unter dem Skonto-Effektivzins liegt.
Sonderfall: Skontofrist verpasst
Wird die Skontofrist auch nur um einen Tag überschritten, entfällt der Nachlass vollständig. Dann gilt der volle Rechnungsbetrag zum Zahlungsziel.
❓ Häufig gestellte Fragen zum Skonto
Wie berechnet man Skonto?
Der Skontobetrag ergibt sich aus Rechnungsbetrag × Skontosatz. Den reduzierten Zahlbetrag erhalten Sie, indem Sie diesen Skontobetrag vom Rechnungsbetrag abziehen. Beispiel: 1.190 € × 2 % = 23,80 € Skonto, Zahlbetrag also 1.166,20 €.
Wie hoch ist der effektive Jahreszins beim Skonto?
Der effektive Jahreszins des Lieferantenkredits berechnet sich als Skontosatz ÷ (Zahlungsziel − Skontofrist) × 360. Bei 2 % Skonto, 10 Tagen Frist und 30 Tagen Zahlungsziel sind das 2 % ÷ 20 × 360 = 36 % pro Jahr. Die 360 stehen für das kaufmännische Geschäftsjahr.
Lohnt sich Skonto immer?
Fast immer. Der effektive Jahreszins liegt typischerweise zwischen 20 % und 70 % – und damit weit über jedem Bank- oder Dispokredit. Solange Ihr Vergleichszins niedriger ist als der Skonto-Effektivzins, lohnt es sich, das Skonto zu ziehen, notfalls sogar über einen Kredit finanziert.
Wird Skonto vom Brutto- oder Nettobetrag berechnet?
Beides ist möglich und führt prozentual zum identischen Ergebnis. Im B2B wird buchhalterisch meist vom Nettobetrag gerechnet, in der Praxis oft direkt vom Bruttobetrag. Wichtig ist nur, dass die Umsatzsteuer beim Skontoabzug nach § 17 UStG korrekt angepasst wird.
Was ist die Skontofrist?
Die Skontofrist ist der Zeitraum, innerhalb dessen Sie zahlen müssen, um den Skonto zu erhalten – üblich sind 7 bis 14 Tage. Wird sie überschritten, entfällt der Nachlass und es gilt der volle Rechnungsbetrag zum regulären Zahlungsziel.
Wie hoch ist ein üblicher Skontosatz?
Üblich sind 1 bis 3 %. Es gibt keine gesetzliche Vorgabe – Unternehmen legen ihren Skontosatz frei fest. Höhere Sätze sind selten, weil sie für den Lieferanten teuer werden.