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Taschengeld-Rechner 2026

Empfohlener Betrag nach Alter (DJI-Tabelle)

Zuletzt aktualisiert am 5. Juni 2026

Grundlage: Taschengeld-Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts (DJI), wie sie von Jugendämtern und Verbraucherzentralen verwendet werden

Berücksichtigt: Empfohlene Betragsspanne je Altersjahr (1–18), Auszahlungsrhythmus (wöchentlich bis 9 Jahre, danach monatlich) sowie eine Hochrechnung auf Monat und Jahr

Nicht berücksichtigt: Familieneinkommen, Wohnort, „Budgetgeld“ für Kleidung oder Schulsachen und individuelle Reife – die Tabellenwerte sind Richtwerte, keine festen Vorgaben. Es gibt in Deutschland kein Gesetz, das die Höhe von Taschengeld regelt.

10Jahre
1 Jahr18 Jahre

Empfohlenes Taschengeld mit 10 Jahren

1525€ / Monat

Richtwert (Mitte der Spanne): 20 € / Monat

Auszahlungmonatlich
Umgerechnet pro Monat~20
Umgerechnet pro Jahr~240

ℹ️ So funktioniert's

  • Die Werte sind Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts (DJI) – es gibt kein Gesetz, das die Höhe vorschreibt.
  • Bis einschließlich 9 Jahre wöchentlich auszahlen, ab 10 Jahren monatlich – so lernen Kinder, ihr Geld einzuteilen.
  • Taschengeld regelmäßig und pünktlich zahlen – unabhängig vom Verhalten oder von Noten.
  • Die Spanne gibt Spielraum: Passen Sie den Betrag an Familieneinkommen, Wohnort und Reife des Kindes an.

💡 Tipps für die Praxis

🗓️

Fester Termin

Zahlen Sie immer am selben Wochentag bzw. Monatsersten – Verlässlichkeit ist wichtiger als die genaue Höhe.

🧠

Fehler erlauben

Wenn das Geld vorzeitig aufgebraucht ist: nicht aufstocken. Aus leeren Kassen lernt man am meisten.

📒

Budgetgeld ab ~14

Ältere Jugendliche können zusätzlich ein „Budgetgeld“ für Kleidung oder Schulsachen bekommen – das übt eigenständiges Planen.

Taschengeld 2026: Wie viel ist angemessen?

Wie viel Taschengeld Ihr Kind bekommen sollte, ist eine der häufigsten Erziehungsfragen – und es gibt keine gesetzliche Vorgabe dazu. Als Orientierung dient die Taschengeldtabelle des Deutschen Jugendinstituts (DJI), die auch von Jugendämtern empfohlen wird. Unser Taschengeld-Rechner zeigt Ihnen die empfohlene Betragsspanne für jedes Alter, den passenden Auszahlungsrhythmus und eine Hochrechnung auf Monat und Jahr.

Die DJI-Taschengeldtabelle (Richtwerte)

Die folgenden Spannen gelten als gängige Empfehlung. Innerhalb der Spanne wählen Sie selbst einen Betrag, der zu Ihrer Familiensituation passt:

Alter Empfehlung Rhythmus
unter 4 Jahrennoch kein Taschengeld
4–5 Jahre1–2 €wöchentlich
6–7 Jahre2–3 €wöchentlich
8–9 Jahre3–4 €wöchentlich
10–11 Jahre15–25 €monatlich
12–13 Jahre20–30 €monatlich
14–15 Jahre25–45 €monatlich
16–17 Jahre40–60 €monatlich
18 Jahre55–75 €monatlich

Die DJI-Empfehlungen werden in mehrjährigen Abständen an die Inflation angepasst; die letzte Anpassung der unteren Altersgruppen erfolgte 2024. Verschiedene Jugendämter und Banken nennen leicht abweichende Spannen – betrachten Sie die Werte als Korridor, nicht als feste Zahl.

Warum erst wöchentlich, dann monatlich?

Kleine Kinder können einen langen Zeitraum noch nicht überblicken. Ein wöchentlicher Rhythmus bis etwa 9 Jahre macht den Zusammenhang zwischen „Geld da“ und „Geld weg“ greifbar. Ab 10 Jahren ist eine monatliche Auszahlung sinnvoll: Sie zwingt zum Einteilen über mehrere Wochen – eine zentrale Vorstufe zum späteren Umgang mit dem ersten eigenen Gehalt.

Taschengeld als Erziehungswerkzeug

Taschengeld ist kein Lohn und keine Belohnung. Es soll regelmäßig fließen – unabhängig von Noten oder Verhalten. Der pädagogische Wert entsteht gerade dadurch, dass Kinder selbst entscheiden, sparen und auch Fehlkäufe machen dürfen. Wer früh den Umgang mit kleinen Beträgen übt, tut sich später leichter mit größeren finanziellen Entscheidungen.

📊 Beispiele: Taschengeld nach Alter

So liest sich die Empfehlung in der Praxis (jeweils Mitte der Spanne als Richtwert):

Beispiel 1: Grundschulkind, 8 Jahre

Empfohlene Spanne:
3–4 € / Woche
Richtwert:
3,50 € / Woche
Auszahlung:
wöchentlich
Umgerechnet pro Monat:
~15 €

Beispiel 2: Jugendliche, 15 Jahre

Empfohlene Spanne:
25–45 € / Monat
Richtwert:
35 € / Monat
Auszahlung:
monatlich
Pro Jahr:
~420 €
💡 Tipp: Geben Sie oben das genaue Alter Ihres Kindes ein. Der Rechner zeigt die Spanne, den Richtwert und rechnet wöchentliche Beträge automatisch auf den Monat hoch – so lassen sich die Altersstufen direkt vergleichen.

⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle

Fehler 1: Taschengeld an Noten oder Verhalten koppeln

Taschengeld ist kein Lohn. Wird es als Belohnung oder Strafe eingesetzt, verliert es seine Funktion als verlässliches Übungsfeld. Zahlen Sie es regelmäßig und unabhängig vom Verhalten.

Fehler 2: Bei leerer Kasse aufstocken

Wenn das Geld vor dem nächsten Termin weg ist, sollte nicht nachgeschossen werden. Der Lerneffekt entsteht gerade durch die Erfahrung, dass das Budget begrenzt ist.

Sonderfall: Budgetgeld ab ca. 14 Jahren

Ältere Jugendliche bekommen oft zusätzlich ein „Budgetgeld“ für Kleidung, Schulmaterial oder das Handy. Das ist getrennt vom Taschengeld zu sehen und liegt deutlich über den hier genannten Spannen.

Sonderfall: Geschwister & Gerechtigkeit

Jüngere Geschwister vergleichen schnell. Es hilft, die Logik „mehr Taschengeld mit mehr Alter und mehr Verantwortung“ früh zu erklären – nicht alle Kinder bekommen gleich viel, sondern altersgerecht.

Sonderfall: Eigenes Konto fürs Kind

Ab etwa 12–14 Jahren kann ein Taschengeld- oder Jugendkonto sinnvoll sein. Der Umgang mit Karte und digitalem Geld will zusätzlich geübt werden – Bargeld bleibt für jüngere Kinder anschaulicher.

🎯 Was bedeutet das Ergebnis für Sie?

Der Richtwert ist ein Startpunkt, kein fixer Tarif. So nutzen Sie ihn:

✅ Spanne als Korridor verstehen

Bleiben Sie innerhalb der angezeigten Spanne. Den genauen Betrag legen Sie nach Familieneinkommen, Wohnort (Stadt vs. Land) und Reife des Kindes fest.

📈 Jährlich anpassen

Erhöhen Sie das Taschengeld zu einem festen Zeitpunkt – etwa zum Geburtstag oder Schuljahresbeginn. So wird der Anstieg planbar und nachvollziehbar.

💬 Regeln vorher klären

Besprechen Sie, wofür das Taschengeld gedacht ist und was weiterhin die Eltern zahlen. Klare Erwartungen verhindern Streit – und das Kind weiß, womit es planen kann.

❓ Häufig gestellte Fragen zum Taschengeld

Wie viel Taschengeld ist mit 10 Jahren angemessen?

Für 10- bis 11-Jährige empfiehlt die DJI-Taschengeldtabelle 15 bis 25 € pro Monat. Ab 10 Jahren wird das Taschengeld monatlich ausgezahlt, damit das Kind lernt, das Geld über mehrere Wochen einzuteilen. Der konkrete Betrag innerhalb der Spanne hängt von Familieneinkommen und Lebensumständen ab.

Ab welchem Alter sollte man Taschengeld geben?

Sinnvoll wird Taschengeld etwa ab dem 4. bis 5. Lebensjahr mit kleinen Beträgen von 1 bis 2 € pro Woche. Vorher verstehen Kinder das Konzept von Geld noch nicht. Spätestens mit dem Schuleintritt sollte ein regelmäßiges, kleines Taschengeld eingeführt sein.

Gibt es ein Gesetz, das die Höhe von Taschengeld regelt?

Nein. In Deutschland gibt es keine gesetzliche Pflicht und keine vorgeschriebene Höhe für Taschengeld. Die Werte stammen aus den Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts (DJI), die von Jugendämtern verwendet werden. Der oft genannte „Taschengeldparagraph“ (§ 110 BGB) regelt nur, dass Kinder mit ihrem Taschengeld kleine Käufe wirksam tätigen dürfen – nicht dessen Höhe.

Warum soll man Taschengeld bis 9 Jahre wöchentlich zahlen?

Jüngere Kinder können längere Zeiträume noch nicht überblicken. Eine wöchentliche Auszahlung macht den Zusammenhang zwischen verfügbarem und ausgegebenem Geld direkt erfahrbar. Erst ab etwa 10 Jahren ist eine monatliche Auszahlung sinnvoll, weil das Kind dann ein längeres Budget einteilen kann.

Darf man Taschengeld als Strafe kürzen?

Pädagogisch wird davon abgeraten. Taschengeld ist kein Lohn und keine Belohnung, sondern ein festes Übungsfeld für den Umgang mit Geld. Wird es an Verhalten oder Noten gekoppelt, verliert es seine Funktion. Besser ist es, regelmäßig und verlässlich zu zahlen – unabhängig vom Verhalten.

Wie viel Taschengeld bekommt ein 16-Jähriger?

Für 16- bis 17-Jährige empfiehlt die Tabelle 40 bis 60 € pro Monat. In diesem Alter kommt häufig zusätzlich ein „Budgetgeld“ für Kleidung, Handy oder Schulsachen hinzu, das getrennt vom Taschengeld zu sehen ist. Mit eigenem Nebenjob verschiebt sich die Aufteilung oft weiter.