🇩🇪 DR
Alle Rechner
📦

Zoll-Rechner 2026

Einfuhrabgaben für Bestellungen aus dem Nicht-EU-Ausland

✅

Zuletzt aktualisiert am 16. Oktober 2026

Grundlage: Offizielle Regeln des deutschen Zolls (zoll.de) für Internetbestellungen aus Nicht-EU-Staaten und Verordnung (EU) 2026/382 (Wegfall der 150-€-Zollfreigrenze)

Berücksichtigt: Einfuhrumsatzsteuer 19 % bzw. 7 % ab dem ersten Euro, seit 1. Juli 2026 Pauschalzoll von 3 € je Warenkategorie bis 150 € Warenwert, darüber Zollsatz der Warenart auf den Zollwert inklusive Versandkosten, beispielhafte Zollsätze nach Warenart

Nicht berücksichtigt: Abfertigungspauschale (nach jetzigem Stand ab 1. November 2026), Servicepauschale des Paketdienstes, Verbrauchsteuern (z. B. auf Alkohol, Tabak, Kaffee), Zollpräferenzen, Verbote/Beschränkungen, individuelle Zolltarifnummer – maßgeblich ist im Einzelfall der EZT-Online

Ihre Bestellung aus dem Nicht-EU-Ausland

Einfuhrumsatzsteuer-Satz
7 % gilt z. B. für Bücher und bestimmte Lebensmittel.

Einfuhrabgaben gesamt

71,55€

Zoll + Einfuhrumsatzsteuer

Zollwert (Ware + Versand)215,00 €
Zoll (12 %)25,80 €
Einfuhrumsatzsteuer (19 %)45,75 €
Gesamtkosten inkl. Abgaben286,55 €

Warenwert über 150 € – zusätzlich zur EUSt fällt der Zollsatz der Warenart auf den Zollwert (Ware + Versand) an.

ℹ️ So rechnet der Zoll

  • ✓Einfuhrumsatzsteuer 19 % (bzw. 7 %) – seit Juli 2021 ab dem ersten Euro, ohne 22-€-Freigrenze.
  • ✓Zoll bis 150 € Warenwert: seit 1. Juli 2026 pauschal 3 € je Warenkategorie (befristet bis 1. Juli 2028).
  • ✓Zoll über 150 €: Zollwert × Zollsatz der Warenart.
  • ✓Zollwert = Warenwert plus Versandkosten bis zur EU-Außengrenze.
  • ✓Die EUSt wird auf Zollwert + Zoll berechnet.

📅 Neu seit 1. Juli 2026

⚠️

150-€-Zollfreigrenze entfallen

Seit dem 1. Juli 2026 sind auch Sendungen bis 150 € aus Nicht-EU-Staaten zollpflichtig (Verordnung (EU) 2026/382).

📦

3 € Pauschalzoll je Warenkategorie

Bei Online-Bestellungen bis 150 € Warenwert, befristet bis 1. Juli 2028. Beispiel des Zolls: 4 Paar Socken = 3 €; Socken, Plüschtier und Ladekabel = 9 €. So rechnet auch dieser Rechner.

🔜

Angekündigt: Abfertigungspauschale ab 1. November 2026

Nach jetzigem Stand zusätzlich je Warenkategorie und unabhängig vom Warenwert; laut Zoll sind nach den Entwürfen 2 € vorgesehen. Noch nicht abschließend beschlossen und deshalb nicht eingerechnet.

📋 Wichtiger Hinweis

ℹ️

Die hinterlegten Zollsätze sind Anhaltspunkte laut Zoll und können je nach genauer Zolltarifnummer abweichen. Diese Berechnung erfolgt ohne Gewähr und ersetzt keine verbindliche Zollauskunft. Den exakten Zollsatz Ihrer Ware finden Sie im EZT-Online (Elektronischer Zolltarif).

🔭 Was ändert sich 2027? (Stand 16. Oktober 2026)

  • Seit 01.07.2026 ist die 150-€-Zollfreigrenze abgeschafft (VO (EU) 2026/382): Bei Online-Bestellungen bis 150 € Warenwert wird ein Pauschalzoll von 3 € je Warenkategorie erhoben, befristet bis 01.07.2028; darüber gilt der reguläre Zolltarif. Die Einfuhrumsatzsteuer (19 %/7 %) fällt wie bisher ab dem ersten Euro an (bei IOSS meist schon im Kaufpreis).
  • Neu für 2027: Nach jetzigem Stand kommt ab 01.11.2026 eine Abfertigungspauschale je Warenkategorie hinzu, unabhängig vom Warenwert – laut Zoll sind nach den Entwürfen 2 € vorgesehen, abschließend beschlossen ist das noch nicht. Ab 01.07.2028 soll der reguläre Zolltarif den 3-€-Satz ablösen; ob die dafür nötige zentrale EU-IT bis dahin läuft, prüft die EU-Kommission bis 01.12.2027.

Quellen: Zoll – Wegfall der 150-Euro-Zollfreigrenze (01.07.2026) · Verordnung (EU) 2026/382, Art. 2 und 3. Entwürfe sind als solche gekennzeichnet und können sich im Gesetzgebungsverfahren noch ändern.

Zoll & Einfuhrumsatzsteuer: Was kostet eine Bestellung aus China, den USA oder UK?

Wer im Nicht-EU-Ausland online bestellt – etwa bei Shops aus China, den USA oder seit dem Brexit auch aus dem Vereinigten Königreich – muss bei der Einfuhr nach Deutschland mit Einfuhrabgaben rechnen. Diese setzen sich aus zwei Posten zusammen: der Einfuhrumsatzsteuer und dem Zoll, der seit dem 1. Juli 2026 auch für kleine Sendungen fällig wird. Unser Zoll-Rechner schätzt beide Posten und zeigt Ihnen, was die Bestellung am Ende wirklich kostet.

Einfuhrumsatzsteuer ab dem ersten Euro

Die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) entspricht der deutschen Mehrwertsteuer und beträgt 19 % bzw. ermäßigt 7 % (z. B. für Bücher). Wichtig: Seit dem 1. Juli 2021 ist die frühere 22-Euro-Freigrenze abgeschafft – die EUSt fällt damit ab dem ersten Euro an. Schon eine kleine Bestellung für 10 € ist also nicht mehr automatisch abgabenfrei.

Zoll bis 150 Euro: 3 € je Warenkategorie

Bis Juni 2026 waren Sendungen bis 150 € Warenwert zollfrei. Seit dem 1. Juli 2026 gibt es diese Freigrenze nicht mehr: Bei Online-Bestellungen mit einem Warenwert bis 150 € erhebt der Zoll pauschal 3 € je Warenkategorie – also je Gruppe gleichartiger Waren in der Sendung. Vier Paar Socken zählen einmal, Socken, ein Plüschtier und ein Ladekabel dreimal. Liegt der Warenwert über 150 €, gilt der Zollsatz der jeweiligen Ware laut Zolltarif. Die Einfuhrumsatzsteuer kommt in beiden Fällen hinzu.

So wird gerechnet: der Zollwert

Der Zoll über 150 € und die Einfuhrumsatzsteuer bemessen sich nicht am reinen Kaufpreis, sondern am Zollwert:

  • Zollwert = Warenwert + Versandkosten
  • Zoll bis 150 € Warenwert = 3 € × Anzahl der Warenkategorien
  • Zoll über 150 € Warenwert = Zollwert × Zollsatz
  • Einfuhrumsatzsteuer = (Zollwert + Zoll) × 19 % bzw. 7 %
  • Gesamtkosten = Zollwert + Zoll + Einfuhrumsatzsteuer

Die Versandkosten zählen also zum Zollwert und in die EUSt-Bemessungsgrundlage hinein. Wer den Versand vergisst, unterschätzt die Abgaben.

Typische Zollsätze nach Warenart

Über 150 € Warenwert hängt der Zollsatz von der genauen Warenart ab. Der Zoll nennt unter anderem folgende Anhaltspunkte (die im Einzelfall je nach Beschaffenheit abweichen können):

  • Elektronik (Smartphone, Laptop, Tablet, Kamera): 0 % – zollfrei nach dem ITA-Abkommen
  • Bekleidung / Textilien: 8–12 %
  • Schuhe mit Lederoberteil: 5–8 %
  • Schuhe ohne Leder (Sneaker, Synthetik): bis ca. 17 %
  • Taschen & Lederwaren: 3–9,7 %
  • Fahrräder: 14 % – mit Ursprung in China zusätzlich 48,5 % Antidumpingzoll (vom Rechner nicht eingerechnet)
  • Bücher: 0 % (EUSt ermäßigt auf 7 %)

Gut zu wissen: Den pauschalierten Abgabensatz von 17,5 %, der Zoll und Einfuhrumsatzsteuer in einem Schritt abdeckt, gibt es nur für Geschenksendungen von Privatperson an Privatperson mit einem Sachwert über 45 € bis 700 € – nicht für Online-Bestellungen.

Was sich 2026 geändert hat

Die EU hat die 150-Euro-Zollfreigrenze zum 1. Juli 2026 abgeschafft (Verordnung (EU) 2026/382). Seitdem ist grundsätzlich jede Sendung aus dem Nicht-EU-Ausland zollpflichtig. Für Online-Bestellungen bis 150 € gilt übergangsweise bis zum 1. Juli 2028 der Pauschalzoll von 3 € je Warenkategorie; danach sollen warenindividuelle Zölle über eine zentrale EU-Zollplattform erhoben werden. Nach jetzigem Stand kommt ab dem 1. November 2026 eine Abfertigungspauschale je Warenkategorie hinzu (laut Zoll nach den Entwürfen 2 €, noch nicht abschließend beschlossen). Der Rechner bildet die seit 1. Juli 2026 geltenden Regeln ab; die Abfertigungspauschale ist noch nicht eingerechnet.

📊 Beispielrechnungen

So wirken sich Warenwert, Versand, Warenart und Zahl der Warenkategorien auf die Einfuhrabgaben aus:

Beispiel 1: Smartphone aus China für 120 €

Warenwert:
120,00 €
Versand:
10,00 €
Zollwert:
130,00 €
Zoll (bis 150 €, 1 Warenkategorie):
3,00 €
Einfuhrumsatzsteuer (19 % auf 133 €):
25,27 €
Einfuhrabgaben gesamt:
28,27 €
Gesamtkosten:
158,27 €

Beispiel 2: Jacke (Textil) aus den USA für 200 €

Warenwert:
200,00 €
Versand:
25,00 €
Zollwert:
225,00 €
Zoll (Bekleidung, 12 %):
27,00 €
Einfuhrumsatzsteuer (19 % auf 252 €):
47,88 €
Einfuhrabgaben gesamt:
74,88 €
Gesamtkosten:
299,88 €

Beispiel 3: Sneaker (Synthetik) aus UK für 90 €

Warenwert:
90,00 €
Versand:
12,00 €
Zollwert:
102,00 €
Zoll (bis 150 €, 1 Warenkategorie):
3,00 €
Einfuhrumsatzsteuer (19 % auf 105 €):
19,95 €
Einfuhrabgaben gesamt:
22,95 €
Gesamtkosten:
124,95 €

Beispiel 4: Sammelbestellung aus China für 45 € – Socken, Plüschtier, Ladekabel

Warenwert:
45,00 €
Versand:
5,00 €
Zollwert:
50,00 €
Zoll (3 Warenkategorien × 3 €):
9,00 €
Einfuhrumsatzsteuer (19 % auf 59 €):
11,21 €
Einfuhrabgaben gesamt:
20,21 €
Gesamtkosten:
70,21 €
💡 Tipp: Knapp über 150 € Warenwert springt der Zoll vom Pauschalbetrag auf den Zollsatz der Ware: Eine Jacke (12 %) für 160 € ohne Versand kostet dann 19,20 € Zoll statt 3 € – dazu kommt die entsprechend höhere Einfuhrumsatzsteuer. Der Vergleich mit einem EU-Anbieter lohnt sich.

⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle

Fehler 1: Mit der alten 22-Euro-Freigrenze rechnen

Diese Freigrenze gibt es seit Juli 2021 nicht mehr. Die Einfuhrumsatzsteuer fällt heute ab dem ersten Euro an – auch bei Kleinstbestellungen.

Fehler 2: Versandkosten vergessen

Der Versand zählt zum Zollwert und erhöht damit die Basis der Einfuhrumsatzsteuer – über 150 € Warenwert auch die des Zolls. Für die 150-€-Grenze selbst zählt dagegen nur der Warenwert: Gesondert ausgewiesene Versandkosten schieben eine Sendung nicht darüber.

Fehler 3: Elektronik für immer zollfrei halten

Über 150 € sind Smartphones, Laptops und Tablets nach dem ITA-Abkommen zollfrei (0 %) – es bleibt bei der Einfuhrumsatzsteuer. Bis 150 € fällt seit Juli 2026 aber auch für Elektronik der Pauschalzoll von 3 € je Warenkategorie an.

Sonderfall: Verbrauchsteuern

Bei Alkohol, Tabak, Kaffee oder bestimmten Energieerzeugnissen kommen zusätzlich Verbrauchsteuern hinzu, die dieser Rechner nicht abbildet.

Sonderfall: Geschenksendungen

Für echte Geschenke von Privatperson an Privatperson gilt der Pauschalzoll nicht – er setzt einen Fernverkauf durch einen Händler voraus. Geschenke bis 45 € Sachwert bleiben abgabenfrei, darüber ist bis 700 € ein pauschalierter Abgabensatz von 17,5 % möglich. Reine Online-Bestellungen sind keine Geschenksendungen.

❓ Häufig gestellte Fragen zum Zoll

Ab welchem Warenwert fällt Zoll an?

Seit dem 1. Juli 2026 ab dem ersten Euro: Die frühere Zollfreigrenze von 150 € gibt es nicht mehr. Bei Online-Bestellungen bis 150 € Warenwert werden pauschal 3 € Zoll je Warenkategorie fällig, darüber der Zollsatz der jeweiligen Ware. Die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % (bzw. 7 %) kommt in beiden Fällen hinzu.

Was zählt als Warenkategorie?

Gleichartige Waren mit derselben Zolltarifnummer bilden eine Kategorie – sie stehen in einer Position der Zollanmeldung, egal wie viele Stück es sind. Zehn Paar Socken, zwei Kabelbinder und vier Hosen sind laut Zoll drei Kategorien, also 9 € Pauschalzoll.

Wie wird die Einfuhrumsatzsteuer berechnet?

Die Einfuhrumsatzsteuer beträgt 19 % bzw. ermäßigt 7 % und wird auf die Summe aus Zollwert (Warenwert + Versand) und Zoll berechnet. Sie entspricht der deutschen Mehrwertsteuer.

Zählen die Versandkosten zum Zollwert?

Ja. Der Zollwert setzt sich aus dem Warenwert und den Versandkosten bis zur EU-Außengrenze zusammen. Darauf wird die Einfuhrumsatzsteuer berechnet, über 150 € Warenwert auch der Zoll. Für die 150-€-Grenze selbst zählt dagegen nur der Warenwert ohne gesondert ausgewiesene Versandkosten.

Wie hoch ist der Zoll auf Kleidung und Elektronik?

Über 150 € Warenwert wird Bekleidung aus Textilien je nach Material mit 8–12 % verzollt, Schuhe mit Lederoberteil mit 5–8 %, Schuhe ohne Leder mit bis zu rund 17 %. Elektronik wie Smartphones, Laptops und Tablets ist dann nach dem ITA-Abkommen zollfrei (0 %). Bis 150 € gilt stattdessen für jede Warenkategorie der Pauschalzoll von 3 € – auch für Elektronik. Die Sätze sind Anhaltspunkte und können je nach genauer Warenart abweichen.

Was hat sich 2026 beim Zoll geändert?

Seit dem 1. Juli 2026 gilt die 150-Euro-Zollfreigrenze nicht mehr (Verordnung (EU) 2026/382). Für Online-Bestellungen bis 150 € Warenwert werden übergangsweise bis zum 1. Juli 2028 pauschal 3 € Zoll je Warenkategorie erhoben. Nach jetzigem Stand kommt ab dem 1. November 2026 eine Abfertigungspauschale je Warenkategorie hinzu, unabhängig vom Warenwert (laut Zoll nach den Entwürfen 2 €, noch nicht abschließend beschlossen). Der Rechner bildet die seit 1. Juli 2026 geltenden Regeln ab; die Abfertigungspauschale ist noch nicht eingerechnet.

Gilt der Pauschalzoll auch für Geschenke?

Nein. Die 3 € je Warenkategorie setzen einen Fernverkauf durch einen Händler voraus. Echte Geschenke von Privatperson an Privatperson bleiben bis 45 € Sachwert abgabenfrei; darüber kann bis 700 € ein pauschalierter Abgabensatz von 17,5 % für Zoll und Einfuhrumsatzsteuer zusammen angewendet werden. Online-Käufe – auch zwischen Privatleuten über Auktionsplattformen – sind keine Geschenke.

Fällt auf Bestellungen aus England (UK) Zoll an?

Ja. Seit dem Brexit gilt das Vereinigte Königreich als Nicht-EU-Staat. Für Bestellungen aus UK gelten dieselben Regeln wie für China oder die USA: Einfuhrumsatzsteuer ab dem ersten Euro, bis 150 € Warenwert 3 € Zoll je Warenkategorie, darüber der Zollsatz der Ware.