Deckungsbeitrag-Rechner
Stück-DB, DB-Quote & Break-Even-Punkt berechnen
Preise, Kosten & Menge
Material, Fertigungslohn, Provisionen, Versand …
Miete, Gehälter, Versicherungen, Abschreibungen …
Deckungsbeitrag gesamt (DB I)
20.000 €
Jedes verkaufte Stück trägt 20,00 € zur Deckung der Fixkosten bei (DB-Quote 40,0 %). Nach Fixkosten bleibt ein Gewinn von 5.000 €.
Die Rechnung im Detail
| Umsatz (1.000 × 50,00 €) | 50.000 € |
| − Variable Kosten (1.000 × 30,00 €) | −30.000 € |
| = Deckungsbeitrag (DB I) | 20.000 € |
| − Fixkosten | −15.000 € |
| = Betriebsergebnis | 5.000 € |
🎯 Break-Even-Punkt: Ab 750 Stück (37.500 € Umsatz) sind die Fixkosten gedeckt – jedes weitere Stück ist Gewinn.
⚠️ Einstufige Deckungsbeitragsrechnung mit Nettowerten (ohne Umsatzsteuer). Mehrstufige DB-Rechnung, Engpasskalkulation und Steuern sind nicht abgebildet. Keine betriebswirtschaftliche Beratung.
📚 Quellen
🗓️ Zuletzt aktualisiert am 25. August 2026
Grundlage: Einstufige Deckungsbeitragsrechnung (Teilkostenrechnung): DB = Umsatz − variable Kosten, Break-Even-Menge = Fixkosten ÷ Stückdeckungsbeitrag.
Berücksichtigt: Stück- und Gesamt-Deckungsbeitrag, DB-Quote, Break-Even-Menge (auf ganze Stück aufgerundet) und -Umsatz, Betriebsergebnis, Warnung bei negativem Stückdeckungsbeitrag, Cent-genaue Eingaben.
Nicht berücksichtigt: Mehrstufige DB-Rechnung (DB II/III), Engpass- und Sortimentsoptimierung, Umsatzsteuer, Skonti/Rabatte, Steuern auf den Gewinn.
Deckungsbeitrag berechnen: Formel & Beispiel
Der Deckungsbeitrag ist die zentrale Größe der Teilkostenrechnung: der Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten vom Umsatz übrig bleibt – zur Deckung der Fixkosten und darüber hinaus als Gewinn.
📐 Die Formeln:
- Stück-DB = Verkaufspreis − variable Stückkosten
- DB I = Stück-DB × Menge = Umsatz − variable Kosten
- DB-Quote = Stück-DB ÷ Verkaufspreis × 100
- Break-Even-Menge = Fixkosten ÷ Stück-DB
Rechenbeispiel: Preis 50 €, variable Kosten 30 €, 1.000 Stück, 15.000 € Fixkosten → Stück-DB 20 €, DB I 20.000 €, DB-Quote 40 %, Break-Even bei 750 Stück, Betriebsergebnis +5.000 €.
Wichtig für Preisentscheidungen: Kurzfristig lohnt jeder Auftrag mit positivem Deckungsbeitrag, selbst wenn er nach Vollkosten „Verlust" macht – die Fixkosten laufen ohnehin weiter. Dauerhaft müssen die Deckungsbeiträge aller Produkte aber sämtliche Fixkosten plus Gewinnziel tragen.
⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle
Brutto- und Nettopreise mischen
Die Umsatzsteuer ist ein durchlaufender Posten und gehört nicht in die DB-Rechnung. Wer den Bruttopreis mit Netto-Kosten verrechnet, überschätzt den Deckungsbeitrag um 19 %. Umrechnung im Mehrwertsteuer-Rechner.
Fixkosten auf das Stück umlegen
Wer Fixkosten pro Stück verteilt (Vollkostenrechnung), lehnt bei schwacher Auslastung Aufträge ab, die die Kasse eigentlich verbessern würden. Für kurzfristige Entscheidungen zählt allein: Ist der Stück-DB positiv?
Eigenen Lohn vergessen
Gründer setzen ihren Unternehmerlohn oft weder fix noch variabel an – der Break-Even wirkt dann trügerisch niedrig. Den eigenen Lebensunterhalt als Fixkosten einplanen; zur Einordnung hilft der Stundenlohn-Rechner.
❓ Häufig gestellte Fragen
Wie berechnet man den Deckungsbeitrag?
Deckungsbeitrag = Umsatz minus variable Kosten. Pro Stück: Stückdeckungsbeitrag = Verkaufspreis minus variable Stückkosten. Beispiel: Bei 50 € Preis und 30 € variablen Kosten beträgt der Stück-DB 20 €; bei 1.000 verkauften Stück ergibt das 20.000 € Gesamt-Deckungsbeitrag (DB I).
Was sagt der Deckungsbeitrag aus?
Er zeigt, wie viel ein Produkt zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Erst wenn der Gesamt-Deckungsbeitrag die Fixkosten übersteigt, entsteht Gewinn. Ein positiver Deckungsbeitrag lohnt sich deshalb kurzfristig auch dann, wenn das Produkt nach Vollkostenrechnung Verlust macht – es deckt zumindest einen Teil der ohnehin anfallenden Fixkosten.
Wie berechnet man den Break-Even-Point?
Break-Even-Menge = Fixkosten geteilt durch Stückdeckungsbeitrag. Beispiel: 15.000 € Fixkosten und 20 € Stück-DB ergeben 750 Stück Gewinnschwelle. Ab dem 751. Stück ist jeder weitere Stückdeckungsbeitrag Gewinn. Als Umsatz: Break-Even-Menge mal Verkaufspreis.
Was ist der Unterschied zwischen DB I und DB II?
DB I ist der Umsatz minus variable Kosten. In der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung zieht der DB II zusätzlich die produktfixen Kosten ab (z. B. Werkzeuge für genau dieses Produkt), der DB III die bereichsfixen Kosten. So sieht man, welche Produkte und Sparten wirklich zum Unternehmensergebnis beitragen.
Welche Kosten sind variabel, welche fix?
Variable Kosten steigen mit der Menge: Material, Fertigungslöhne, Provisionen, Versand, Transaktionsgebühren. Fixkosten fallen unabhängig von der Menge an: Miete, Gehälter, Versicherungen, Abschreibungen, Software-Abos. Mischkosten (z. B. Strom) werden für die Rechnung in einen fixen und einen variablen Teil aufgespalten.
Was ist eine gute Deckungsbeitragsquote?
Die DB-Quote (Stück-DB geteilt durch Preis) ist stark branchenabhängig: Software und Dienstleistungen erreichen oft 70 bis 90 Prozent, Handel je nach Sortiment eher 20 bis 50 Prozent, Gastronomie um 60 bis 75 Prozent beim Wareneinsatz. Entscheidend ist, dass die Quote hoch genug ist, um Fixkosten und Gewinnziel bei realistischer Menge zu decken.