Grundstückspreis-Rechner 2026
Grundstückswert und m²-Preis berechnen
Zuletzt aktualisiert am 5. Juni 2026
Grundlage: Gesamtpreis = Fläche × Preis/m². Zusätzlich Rückrechnung des m²-Preises, Hochrechnung auf eine Wunschgröße und Vergleich mit dem amtlichen Bodenwert (Bodenrichtwert × Fläche, ImmoWertV 2021).
Datenquelle Vergleich: Bodenrichtwerte aus dem amtlichen Portal BORIS-D.
Nicht berücksichtigt: Grunderwerbsteuer, Notar- und Maklerkosten sowie Erschließungskosten – diese kommen zum Kaufpreis hinzu. Überschlägige Werte, kein Wertgutachten. Angaben ohne Gewähr.
Open-Source-Projekt
Dieser Rechner ist Open Source. Hilf mit, ihn aktuell und korrekt zu halten.
Gesamtpreis des Grundstücks
600 m² × 400 €/m²
🧮 So wird gerechnet
Gesamtpreis = 600 m² × 400 €/m² = 240.000 €
Hochrechnung = 800 m² × 400 €/m² = 320.000 €
Bodenwert = 430 €/m² × 600 m² = 258.000 €
Hinweis: Das Tool liefert überschlägige Werte und ersetzt kein Wertgutachten nach ImmoWertV durch einen Gutachterausschuss oder Sachverständigen. Bodenrichtwerte sind Durchschnittswerte einer Zone und nicht der Verkehrswert des konkreten Grundstücks. Prüfen Sie regionale Werte über das offizielle Portal BORIS. Erschließungskosten und Grunderwerbsteuer sind gesondert zu berücksichtigen. Alle Angaben ohne Gewähr.
Grundstückspreis und Bodenwert berechnen
Mit dem Grundstückspreis-Rechner ermitteln Sie den Gesamtpreis eines Grundstücks, rechnen den Quadratmeterpreis zurück und vergleichen ein Angebot mit dem amtlichen Bodenrichtwert. So erkennen Sie, ob ein Preis im Rahmen liegt oder über dem Marktniveau der Zone. Für reine Wohnflächen- oder Mietpreis-Vergleiche nutzen Sie den Quadratmeterpreis-Rechner; dieser Rechner ist auf Bauland und Bodenwert zugeschnitten.
Die Formeln
- Gesamtpreis = Fläche (m²) × Preis pro m² (€/m²)
- Preis pro m² = Gesamtpreis ÷ Fläche
- Hochrechnung = Wunschfläche × Preis pro m²
- Bodenwert = Bodenrichtwert × Fläche (Vergleichswert)
Angebot gegen Bodenrichtwert prüfen
Der Bodenrichtwert ist ein amtlicher Durchschnitt aus echten Kaufpreisen einer Zone. Liegt der geforderte Preis deutlich über dem Bodenwert, kann das an besonderer Lage, Zuschnitt oder schlicht einem ambitionierten Verkäufer liegen. Der Rechner zeigt die prozentuale Abweichung an, damit Sie eine fundierte Verhandlungsbasis haben.
Erschließung getrennt betrachten
Bodenrichtwerte enthalten in der Regel bereits die Erschließungsbeiträge (§ 127 BauGB). Bei unerschlossenem Bauland sollten Sie die Erschließungskosten von etwa 30 bis 100 €/m² getrennt ausweisen und nicht im Quadratmeterpreis verstecken – sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.
Mehrere Angebote vergleichen
Um Angebote fair zu vergleichen, normieren Sie sie auf den Quadratmeterpreis. Ein größeres, günstiger wirkendes Grundstück kann pro m² teurer sein als ein kleineres. Erst der m²-Preis macht unterschiedliche Größen vergleichbar – und die Hochrechnung auf eine einheitliche Wunschgröße zeigt den realen Unterschied.
📐 Gesamtpreis nach Fläche und m²-Preis
Beispielwerte zur Orientierung (ohne Nebenkosten).
| Fläche | 200 €/m² | 400 €/m² | 800 €/m² |
|---|---|---|---|
| 400 m² | 80.000 € | 160.000 € | 320.000 € |
| 600 m² | 120.000 € | 240.000 € | 480.000 € |
| 800 m² | 160.000 € | 320.000 € | 640.000 € |
| 1.000 m² | 200.000 € | 400.000 € | 800.000 € |
Quellen: BORIS-D, Finanztip (Stand 2026).
📊 Beispielrechnungen
Beispiel 1: Gesamtpreis
Beispiel 2: m²-Preis zurückrechnen
Beispiel 3: Vergleich mit Bodenrichtwert
⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle
Fehler 1: Nebenkosten vergessen
Zum Kaufpreis kommen Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie ggf. Maklerprovision – zusammen oft 7 bis 12 % des Preises.
Fehler 2: Erschließung im m²-Preis verstecken
Unerschlossenes Land wirkt günstig, bis die Erschließungskosten dazukommen. Weisen Sie diese mit 30–100 €/m² getrennt aus.
Fehler 3: Bodenrichtwert als Festpreis sehen
Der Bodenrichtwert ist ein Zonen-Durchschnitt. Das konkrete Grundstück kann je nach Lage und Zuschnitt deutlich abweichen.
Sonderfall: Sehr großes Grundstück
Bei großen Flächen sinkt der m²-Preis oft, weil nicht jeder Quadratmeter voll bebaubar ist. Ein Umrechnungskoeffizient für die Größe kann den Wert mindern.
Sonderfall: Bauerwartungsland
Noch nicht baureifes Land ist deutlich günstiger, aber mit Unsicherheit behaftet. Ob und wann es Bauland wird, entscheidet die Gemeinde.
❓ Häufig gestellte Fragen zum Grundstückspreis
Wie berechne ich den Preis eines Grundstücks?
Multiplizieren Sie die Grundstücksfläche mit dem Preis pro Quadratmeter. Ein Grundstück mit 600 m² und 400 €/m² kostet also 240.000 €. Den m²-Preis rechnen Sie umgekehrt aus, indem Sie den Gesamtpreis durch die Fläche teilen.
Was kostet ein Quadratmeter Grundstück?
Das hängt stark von der Lage ab und reicht von unter 100 €/m² in ländlichen Regionen bis über 2.000 €/m² in begehrten Städten. Der amtliche Bodenrichtwert Ihrer Zone gibt den besten Anhaltspunkt und ist über BORIS-D kostenlos abrufbar.
Ist der Grundstückspreis gleich dem Bodenrichtwert?
Nicht zwingend. Der Bodenrichtwert ist ein Zonen-Durchschnitt; der tatsächliche Kaufpreis kann je nach Lage, Zuschnitt, Nachfrage und Erschließungszustand darüber oder darunter liegen. Der Rechner zeigt die prozentuale Abweichung als Verhandlungshilfe.
Sind Erschließungskosten im Grundstückspreis enthalten?
Bei baureifen Grundstücken in der Regel ja – Bodenrichtwerte enthalten meist die Erschließungsbeiträge. Bei unerschlossenem Bauland kommen Erschließungskosten von etwa 30 bis 100 €/m² hinzu, die Sie getrennt einplanen sollten.
Welche Nebenkosten kommen zum Grundstückspreis dazu?
Hinzu kommen Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland 3,5–6,5 %), Notar- und Grundbuchkosten (rund 1,5–2 %) sowie eventuell Maklerprovision. Zusammen sind das oft 7 bis 12 % des Kaufpreises.
Wie vergleiche ich mehrere Grundstücke?
Rechnen Sie jedes Angebot auf den Quadratmeterpreis um und rechnen Sie es auf eine einheitliche Wunschgröße hoch. So werden unterschiedlich große Grundstücke vergleichbar und Sie erkennen, welches pro m² wirklich günstiger ist.
