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Zinsrechner

Zinsen, Zinssatz, Laufzeit oder Kapital berechnen – mit Tageszinsen

Was möchten Sie berechnen?

Zinsen (einfache Verzinsung, ohne Zinseszins)

600 €

Rechnung: 10.000 € × 3 % × 2 Jahre

Vergleich: einfache Verzinsung vs. Zinseszins

Einfache Zinsen (Auszahlung jährlich)600,00 €
Mit Zinseszins (Zinsen bleiben angelegt)609,00 €
Zinseszins-Effekt+9,00 €

Mehrjährige Anlagen mit wiederangelegten Zinsen rechnet der Zinseszins-Rechner im Detail.

Tageszinsen berechnen

Tage zwischen zwei Daten liefert der Tage-Rechner.

Tageszinsen für 90 Tage:91,25 €

Formel: Kapital × Zinssatz ÷ 100 × Zinstage ÷ 360. Banken in Deutschland rechnen traditionell mit der 30/360-Methode (Jahr = 360 Zinstage), am Geldmarkt ist act/360 üblich, im englischen Raum act/365.

⚠️ Rechenhilfe für einfache (lineare) Verzinsung ohne Steuern (Abgeltungsteuer siehe Kapitalertragsteuer-Rechner), Gebühren und unterjährige Zinsgutschriften. Die Zinstage-Methode Ihres Vertrags steht im Preis- und Leistungsverzeichnis. Keine Anlageberatung.

📚 Quellen

🗓️ Zuletzt aktualisiert am 25. August 2026

Grundlage: Einfache (lineare) Verzinsung Z = K · p/100 · t mit Umstellung nach allen vier Größen; Tageszinsen nach den marktüblichen Zinstage-Methoden 30/360, act/360 und act/365; gesetzlicher Zinssatz § 246 BGB, Zinseszinsverbot § 248 BGB.

Berücksichtigt: Jahres- und Tageszinsen, Basis 360/365, Zinseszins-Vergleich für mehrjährige Zeiträume, kaufmännische Rundung auf Cent.

Nicht berücksichtigt: Abgeltungsteuer und Sparerpauschbetrag (Kapitalertragsteuer-Rechner), unterjährige Zinsgutschriften mit Wiederanlage (Zinseszins-Rechner), Staffel- und variable Zinsen, Gebühren.

Zinsrechnung: Alle Formeln auf einen Blick

📐 Die vier Umstellungen der Zinsformel:

  • Zinsen: Z = K × p ÷ 100 × t
  • Zinssatz: p = Z × 100 ÷ (K × t)
  • Laufzeit: t = Z × 100 ÷ (K × p)
  • Kapital: K = Z × 100 ÷ (p × t)

K = Kapital, p = Zinssatz in % pro Jahr, t = Laufzeit in Jahren, Z = Zinsen. Beispiel: 10.000 € × 3 ÷ 100 × 2 = 600 € Zinsen in zwei Jahren.

Monats- und Tageszinsen

Für kürzere Zeiträume wird die Laufzeit anteilig eingesetzt: Monate ÷ 12 bzw. Zinstage ÷ 360 oder ÷ 365 – je nach Zinstage-Methode:

Methode Beispiel-Zeitraum Zinsen (10.000 €, 3,65 %)
30/360 (deutsche Methode) 180 Zinstage 182,50 €
act/360 (Euro-Geldmarkt) 90 Zinstage 91,25 €
act/365 (englische Methode) 73 Zinstage 73,00 €

⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle

Basis 360 und 365 verwechseln

Dieselben 90 Tage ergeben mit Basis 360 mehr Zinsen als mit Basis 365. Wer die Methode seiner Bank nicht kennt, rechnet schnell einige Prozent daneben – die Methode steht im Preis- und Leistungsverzeichnis.

Zinseszins bei mehrjährigen Anlagen vergessen

Die einfache Formel gilt nur, wenn Zinsen jährlich ausgezahlt werden. Bleiben sie auf dem Konto, wächst das Kapital exponentiell – dann führt die einfache Rechnung zu systematisch zu niedrigen Ergebnissen.

Aktionszins aufs Jahr hochrechnen

„3,5 % p. a. für 4 Monate" bringt nicht 350 €, sondern nur rund 117 € auf 10.000 € – der Satz gilt pro Jahr, die Laufzeit ist aber kürzer. Danach fällt der Zins meist deutlich.

❓ Häufig gestellte Fragen

Wie lautet die Formel zur Zinsberechnung?

Die Grundformel der einfachen Verzinsung lautet: Zinsen = Kapital × Zinssatz ÷ 100 × Laufzeit in Jahren (Z = K · p/100 · t). Für Monatszinsen wird die Laufzeit als Monate ÷ 12 eingesetzt, für Tageszinsen als Zinstage ÷ 360 (deutsche Methode) oder ÷ 365. Die Formel lässt sich nach jeder Größe umstellen – der Rechner übernimmt das automatisch.

Was ist der Unterschied zwischen einfacher Verzinsung und Zinseszins?

Bei der einfachen Verzinsung werden die Zinsen jedes Jahr ausgezahlt und nicht wieder angelegt – die Zinsen bleiben jedes Jahr gleich. Beim Zinseszins bleiben die Zinsen auf dem Konto und werden mitverzinst, das Kapital wächst exponentiell. Bei 10.000 € und 3 % über 2 Jahre macht das 600 € (einfach) gegenüber 609 € (Zinseszins) – über lange Zeiträume wird der Unterschied gewaltig.

Wie viele Zinstage hat ein Jahr – 360 oder 365?

Das legt die Zinsmethode fest: Deutsche Banken rechnen traditionell mit der 30/360-Methode (jeder Monat 30 Tage, das Jahr 360 Zinstage), am Geldmarkt gilt meist act/360 (echte Tage, Basis 360), im englischen Raum act/365. Bei gleicher Tageszahl ergibt die Basis 360 etwas höhere Zinsen als 365. Welche Methode gilt, steht im Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank.

Wie hoch ist der gesetzliche Zinssatz?

Der gesetzliche Zinssatz nach § 246 BGB beträgt 4 Prozent pro Jahr und gilt, wenn Zinsen geschuldet werden, ohne dass ein Satz vereinbart wurde. Davon zu unterscheiden ist der deutlich höhere Verzugszinssatz nach § 288 BGB (5 bzw. 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz) – dafür gibt es den Verzugszinsen-Rechner.

Warum wirbt meine Bank mit Zinssatz p. a. – was heißt das?

p. a. steht für per annum, also pro Jahr. Ein Tagesgeldkonto mit 3 % p. a. bringt bei 10.000 € nach einem vollen Jahr 300 € – nach einem Monat entsprechend nur rund ein Zwölftel davon (25 €). Aktionszinsen gelten oft nur für wenige Monate; für den Vergleich zählt immer der aufs Jahr gerechnete Satz.

Werden auf Zinserträge Steuern fällig?

Ja. Zinserträge oberhalb des Sparerpauschbetrags (1.000 € pro Person, 2.000 € bei Zusammenveranlagung) unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % plus Soli und ggf. Kirchensteuer. Die Bank führt die Steuer automatisch ab, wenn kein ausreichender Freistellungsauftrag vorliegt – Details im Kapitalertragsteuer-Rechner.