Mietschuldenfreiheitsbescheinigung ausfüllen und als PDF speichern
Auch Vorvermieterbescheinigung genannt – mit Vorbehalt nach der Rechtsprechung des BGH oder als Mietquittung nach § 368 BGB
Was brauchen Sie?
Einen Anspruch auf die Bescheinigung gibt es nicht (BGH, VIII ZR 238/08). Lehnt der Vermieter ab, verlangen Sie eine Mietquittung.
Vermieter
Er unterschreibt die Bescheinigung.
Mieter
Mietobjekt
Zahlungen
Ort und Datum
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Vorlage ohne Gewähr – keine Rechtsberatung.
Quellen
Zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2026
Grundlage
BGH, Urteil vom 30.09.2009 – VIII ZR 238/08; §§ 126, 368 und 556b BGB.
Berücksichtigt
Bescheinigung bis einschließlich Monat, Mietbeginn und Mietende, Miete, pünktliche Zahlung, Betriebskosten, Kaution, Vorbehalt für offene Abrechnungen; Mietquittung für einen Zeitraum mit Betrag in Worten; mehrere Mieter, Vermieter als Person oder Firma, bei Untermiete der Hauptmieter.
Nicht berücksichtigt
Mieterselbstauskunft, Bonitätsauskunft, wechselnde Miethöhen in einer Quittung, Teilzahlungen und Rückstände. Namen nur in lateinischer Schrift.
Was ist eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung?
Mit der Mietschuldenfreiheitsbescheinigung bestätigt der bisherige Vermieter, dass die Miete bis zu einem bestimmten Monat vollständig gezahlt ist und keine Mietrückstände bestehen. Viele Vermieter verlangen sie bei der Bewerbung um eine Wohnung. Gesetzlich geregelt ist sie nicht. Das Formular oben erzeugt sie als PDF, das der Vermieter nur noch unterschreibt.
Kein Anspruch, aber auf Quittungen
Der Bundesgerichtshof hat 2009 entschieden: Ein Vermieter ist nicht verpflichtet, seinem bisherigen Mieter bei Ende des Mietverhältnisses über eine Quittung über die empfangenen Mietzahlungen hinaus eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung zu erteilen (BGH, Urteil vom 30.09.2009 – VIII ZR 238/08). Die Quittung dagegen schuldet er: Wer eine Leistung empfängt, muss sie auf Verlangen schriftlich bestätigen (§ 368 BGB). Mit Quittungen und eigenen Zahlungsbelegen können Mieter nach dem BGH ohne Weiteres belegen, dass sie ihre Miete gezahlt haben. Deshalb erzeugt das Formular auf Wunsch eine Mietquittung.
Warum die Vorlage einen Vorbehalt enthält
Eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung sagt mehr als eine Quittung. Nach dem BGH kann man ihr die Erklärung entnehmen, dass der Mieter von Mietschulden frei ist und nichts mehr schuldet; damit steht sie einer Ausgleichsquittung nahe, die als Verzicht auf Forderungen wirken kann. Selbst als bloße Wissenserklärung kann sie dem Vermieter als „Zeugnis gegen sich selbst“ schaden, wenn später noch Streit über Forderungen entsteht. Außerdem steht dem Vermieter nach Mietende eine angemessene Frist zu, um seine Forderungen zu prüfen und über die Kaution zu entscheiden.
Die Vorlage hält deshalb fest, dass die Bescheinigung den Kenntnisstand am Ausstellungstag wiedergibt, kein Verzicht ist und Forderungen aus noch nicht erteilten Betriebskostenabrechnungen vorbehalten bleiben. Das macht die Unterschrift für den Vermieter leichter, und für den neuen Vermieter steht trotzdem drin, worauf es ankommt.
Mietquittung und Mietzahlungsbestätigung: Vorlage für mehrere Monate
Die Mietquittung bestätigt den Empfang der Miete für einen Zeitraum. Beispiel: Bei 850,00 € Monatsmiete von Januar bis Oktober 2026 sind das 10 Monate, zusammen 8.500,00 €, in Worten „achttausendfünfhundert Euro“. Hat sich die Miete im Zeitraum geändert, erstellen Sie je Mietbetrag eine Quittung. Für andere Zahlungen gibt es die allgemeine Quittung.
Pünktlich heißt: bis zum dritten Werktag
Die Miete ist zu Beginn, spätestens bis zum dritten Werktag der einzelnen Zeitabschnitte zu entrichten, nach denen sie bemessen ist (§ 556b Abs. 1 BGB), bei einer Monatsmiete also bis zum dritten Werktag des Monats. Den Satz „Die Miete wurde stets pünktlich gezahlt“ nimmt das Formular nur auf, wenn Sie ihn ankreuzen.
Vorvermieterbescheinigung, Mietzahlungsbestätigung, Mietquittung: was ist was?
„Vorvermieterbescheinigung“ und „Mietzahlungsbestätigung“ sind andere Namen für die Bestätigung des bisherigen Vermieters, dass die Miete gezahlt ist; gesetzlich geregelt ist keiner der Begriffe. Das Formular erzeugt sie als Mietschuldenfreiheitsbescheinigung mit Vorbehalt. Etwas anderes ist die Mietquittung: das Empfangsbekenntnis über gezahlte Miete, das der Vermieter auf Verlangen erteilen muss (§ 368 BGB).
So bitten Sie den bisherigen Vermieter um die Bescheinigung
Füllen Sie das Formular aus, drucken Sie das PDF und geben Sie es Ihrem bisherigen Vermieter zum Unterschreiben: Vermieter, Mietobjekt und der Monat, bis zu dem gezahlt ist, sind dann schon eingetragen, und der Vorbehalt im Text macht die Unterschrift leichter. Einen Anspruch haben Sie nicht (BGH, Urteil vom 30.09.2009 – VIII ZR 238/08). Lehnt der Vermieter ab, verlangen Sie eine Mietquittung (§ 368 BGB). Verlangen kann der neue Vermieter die Bescheinigung nicht; was er bei der Bewerbung fragen darf, zeigt die Mieterselbstauskunft nach dem Muster der Datenschutzkonferenz.
Sonderfälle: Untermiete, Eltern, erste Wohnung
Untermiete: Hier ist der Hauptmieter Ihr Vermieter, denn er vermietet die Wohnung weiter (§ 540 Abs. 1 BGB); im Formular tragen Sie ihn als Vermieter ein. Eltern: Haben Sie bei Ihren Eltern Miete gezahlt, können sie den Empfang wie jeder Vermieter quittieren (§ 368 BGB). Erste eigene Wohnung: Ohne früheres Mietverhältnis gibt es niemanden, der eine Bescheinigung ausstellen könnte.
⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle
Als Verzicht formuliert
Sätze wie „Der Mieter schuldet uns nichts mehr“ lassen sich als Verzicht auf alle Forderungen lesen. Die Vorlage bestätigt stattdessen den Zahlungseingang bis zu einem bestimmten Monat und behält offene Abrechnungen vor.
Auf der Bescheinigung bestanden
Einen Anspruch auf die Bescheinigung gibt es nicht. Verlangen Sie stattdessen eine Mietquittung (§ 368 BGB) und legen Sie dem neuen Vermieter Ihre Kontoauszüge dazu.
Ohne Monat
Ohne „bis einschließlich“ bleibt offen, für welche Zeit die Bestätigung gilt. Das Formular verlangt deshalb den Monat.
Nicht unterschrieben
Die Quittung muss schriftlich sein, also eigenhändig unterschrieben (§ 126 Abs. 1 BGB). Auch die Bescheinigung überzeugt einen neuen Vermieter nur mit Unterschrift des alten.
❓ Häufig gestellte Fragen
Muss der Vermieter eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung ausstellen?
Nein. Ein Vermieter muss seinem Mieter über eine Quittung über die empfangenen Mietzahlungen hinaus keine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung erteilen (BGH, Urteil vom 30.09.2009 – VIII ZR 238/08). Viele Vermieter stellen sie trotzdem aus, wenn man sie darum bittet.
Darf der neue Vermieter eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung verlangen?
Nein. Weil der bisherige Vermieter sie nicht ausstellen muss (BGH, Urteil vom 30.09.2009 – VIII ZR 238/08), kann sie bei der Neuanmietung auch nicht verlangt werden (Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz zur Selbstauskunft, C.1). Fragen darf er begrenzt nach erheblichen Mietrückständen oder einer Kündigung wegen Pflichtverletzung.
Was ist eine Vorvermieterbescheinigung?
Ein anderer Name für die Bestätigung des bisherigen Vermieters, dass die Miete gezahlt ist und keine Rückstände bestehen; gesetzlich geregelt ist der Begriff nicht. Einen Anspruch auf eine solche Mietschuldenfreiheitsbescheinigung hat der Mieter nicht (BGH, Urteil vom 30.09.2009 – VIII ZR 238/08), wohl aber auf Quittungen über die gezahlte Miete (§ 368 BGB).
Wie bekomme ich eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung?
Bitten Sie Ihren bisherigen Vermieter darum, am einfachsten mit dem ausgefüllten PDF von dieser Seite, das er nur noch unterschreiben muss. Verpflichtet ist er nicht (BGH, Urteil vom 30.09.2009 – VIII ZR 238/08). Lehnt er ab, verlangen Sie eine Quittung über die gezahlte Miete; die muss er auf Verlangen erteilen (§ 368 BGB).
Worauf habe ich als Mieter Anspruch?
Auf eine Quittung über die gezahlte Miete: Wer eine Leistung empfängt, muss sie auf Verlangen schriftlich bestätigen (§ 368 BGB). Mit diesen Quittungen und eigenen Zahlungsbelegen können Mieter nach dem BGH ohne Weiteres belegen, dass sie ihre Miete gezahlt haben. Im Formular wählen Sie dafür „Mietquittung“.
Was steht in einer Mietschuldenfreiheitsbescheinigung?
Vermieter, Mieter und Wohnung, auf Wunsch der Beginn des Mietverhältnisses und die monatliche Miete, vor allem aber, bis zu welchem Monat die Miete vollständig gezahlt ist. Oft kommen pünktliche Zahlung, ausgeglichene Betriebskostenabrechnungen und die geleistete Kaution dazu. Einen festen Inhalt gibt es nicht, weil die Bescheinigung gesetzlich nicht geregelt ist.
Warum unterschreiben manche Vermieter die Bescheinigung nicht?
Weil sie mehr bestätigt als den Empfang von Zahlungen. Nach dem BGH kann man ihr entnehmen, dass der Mieter nichts mehr schuldet; zumindest kann sie dem Vermieter als „Zeugnis gegen sich selbst“ schaden, wenn später noch Streit über Forderungen entsteht. Die Vorlage hier hält deshalb fest, dass die Bescheinigung den Kenntnisstand am Ausstellungstag wiedergibt und kein Verzicht auf Forderungen ist.
Was kann ich statt der Bescheinigung vorlegen?
Mietquittungen des Vermieters und eigene Zahlungsbelege, etwa Kontoauszüge. Damit können Mieter ohne Weiteres belegen, dass sie ihre Miete gezahlt haben (BGH, Urteil vom 30.09.2009 – VIII ZR 238/08).
Ich wohne zur Untermiete – wer stellt die Bescheinigung aus?
Ihr Hauptmieter: Er vermietet die Wohnung weiter (§ 540 Abs. 1 BGB) und ist damit Ihr Vermieter. Im Formular tragen Sie ihn als Vermieter ein; die Bescheinigung oder Mietquittung unterschreibt er.
Wann gilt die Miete als pünktlich gezahlt?
Die Miete ist zu Beginn, spätestens bis zum dritten Werktag der einzelnen Zeitabschnitte zu entrichten, nach denen sie bemessen ist (§ 556b Abs. 1 BGB). Bei einer Monatsmiete heißt das: bis zum dritten Werktag des Monats.
Was ist eine Mietzahlungsbestätigung?
Ein anderer Name für eine Bestätigung des Vermieters über die gezahlte Miete. Gemeint ist entweder eine Mietquittung, also die Bestätigung des Empfangs nach § 368 BGB, oder eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung. Das Formular oben erzeugt beides.
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