Renten-Rechner 2026
Wie hoch wird Ihre gesetzliche Rente?
✅ Berücksichtigt: Rentenformel (Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × Rentenartfaktor × Rentenwert), Regelaltersgrenze nach Geburtsjahr, Abschläge bei Frühverrentung, aktueller Rentenwert 40,79 € (ab 01.07.2026: 42,52 €), Durchschnittsentgelt 51.944 €
⚠️ Nicht berücksichtigt: Betriebsrente, Riester-Rente, private Vorsorge, individuelle Kindererziehungs-/Pflegezeiten, Zurechnungszeiten bei Erwerbsminderung, steuerliche Belastung der Rente (→ Rentensteuer-Rechner)
Aktuelles Alter: 46 Jahre
≈ 92% des Durchschnittsentgelts (51.944 €/Jahr)
Deine Rente mit 67 Jahre
Entgeltpunkte
32.34
Rentenwert
40.79 €
📅 Noch 21 Jahre bis zur Regelaltersgrenze
📐 Rentenformel
Monatliche Bruttorente =
⏰ Frührente-Optionen
Rente mit 63
Langjährig Versicherte (35 Jahre)
Abschlag gilt lebenslang – 0.3% pro Monat früher (max. 14.4%)
📊 So sammelst du Entgeltpunkte
Durchschnittsverdienst = 1 Punkt
51.944 € brutto/Jahr (2026)
Maximum pro Jahr
Durch Beitragsbemessungsgrenze (8.450 €/Monat)
Dein Durchschnitt
Punkte pro Jahr bei 4.000 € Brutto/Monat
➕ Anrechnungszeiten (zählen auch!)
- 👶Kindererziehungszeiten: 3 Jahre pro Kind (ca. 3 Entgeltpunkte)
- 🎓Schulausbildung: Ab 17 Jahren (max. 8 Jahre, keine Punkte)
- 📚Studium: Anrechnungszeit ohne Punkte (zählt für Wartezeit)
- 💼Arbeitslosigkeit: Mit ALG I (80% des Bemessungsentgelts)
- 🏥Krankheit: Krankengeld zählt als Beitragszeit
- 🪖Wehrdienst/Zivildienst: Vollständig anerkannt
🏛️ Zuständige Behörde
Deutsche Rentenversicherung (DRV)
Zuständig für alle Fragen zur gesetzlichen Rente
Online-Dienste
deutsche-rentenversicherung.de →💡 Tipp: Fordere deine persönliche Renteninformation an oder nutze den kostenlosen Rentenbescheid ab 55 Jahren!
📋 Wichtige Hinweise
Rentenwert steigt jährlich
Der Rentenwert wird jedes Jahr zum 1. Juli angepasst (ca. 2-4% Steigerung).
Bruttorente ≠ Nettorente
Abzüge: Krankenversicherung (~7,3%), Pflegeversicherung (~3,4%), ggf. Steuern.
Vereinfachte Berechnung
Dies ist eine Prognose. Die tatsächliche Rente hängt von vielen Faktoren ab (z.B. zukünftige Lohnentwicklung, Beitragsjahre).
Rentenniveau 48%
Die "Haltelinie" garantiert, dass die Standardrente mindestens 48% des Durchschnittseinkommens beträgt.
Gesetzliche Rente berechnen: So funktioniert die Rentenformel
Mit unserem Renten-Rechner berechnen Sie kostenlos Ihre voraussichtliche gesetzliche Rente. Die Berechnung basiert auf der offiziellen Rentenformel der Deutschen Rentenversicherung. Der aktuelle Rentenwert beträgt 40,79 € — ab dem 1. Juli 2026 steigt er auf 42,52 € (+4,24 %). Wer zusätzlich wissen möchte, wie viel Netto von der Bruttorente übrig bleibt, nutzt unseren Rentensteuer-Rechner.
Die Rentenformel erklärt
Ihre Monatsrente berechnet sich nach der Formel:
Rente = Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × Rentenartfaktor × Rentenwert
Jeder Faktor hat eine konkrete Bedeutung: Die Entgeltpunkte spiegeln Ihre Beitragsleistung wider, der Zugangsfaktor berücksichtigt Abschläge oder Zuschläge bei vorzeitigem bzw. späterem Rentenbeginn, der Rentenartfaktor unterscheidet zwischen Altersrente (1,0) und z. B. Erwerbsminderungsrente (0,5 bei teilweiser EM), und der Rentenwert wird jährlich an die Lohnentwicklung angepasst.
Was sind Entgeltpunkte?
Entgeltpunkte (auch Rentenpunkte) sind das Herzstück der Rentenberechnung. Sie spiegeln wider, wie viel Sie im Vergleich zum Durchschnittsverdiener eingezahlt haben:
- 1 Entgeltpunkt = Durchschnittsverdienst eines Jahres (2026: vorläufig 51.944 €)
- Verdienen Sie mehr, erhalten Sie mehr als 1 Punkt pro Jahr
- Verdienen Sie weniger, erhalten Sie entsprechend weniger
- Maximum durch Beitragsbemessungsgrenze: ca. 1,95 Punkte/Jahr (BBG 2026: 8.450 €/Monat = 101.400 €/Jahr)
Tipp: Wie sich die Entgeltpunkte auf Ihr monatliches Netto auswirken, sehen Sie im Brutto-Netto-Rechner. Den tatsächlichen Stundenlohn Ihres Gehalts können Sie ebenfalls ermitteln.
3 Beispielrechnungen
Beispiel 1: Durchschnittsverdiener (45 Beitragsjahre)
- Bruttolohn: 4.329 €/Monat = 51.944 €/Jahr (= Durchschnittsentgelt)
- Entgeltpunkte pro Jahr: 51.944 € ÷ 51.944 € = 1,00 EP
- Bei 45 Beitragsjahren: 45 × 1,00 = 45,00 EP
- Monatsrente (bis 06/2026): 45,00 × 40,79 € = 1.835,55 € brutto
- Monatsrente (ab 07/2026): 45,00 × 42,52 € = 1.913,40 € brutto
- → Die Rentensteuer und Krankenversicherung werden noch abgezogen
Beispiel 2: Gutverdiener (40 Beitragsjahre)
- Bruttolohn: 6.500 €/Monat = 78.000 €/Jahr
- Entgeltpunkte pro Jahr: 78.000 € ÷ 51.944 € = 1,50 EP
- Bei 40 Beitragsjahren: 40 × 1,50 = 60,00 EP
- Monatsrente (bis 06/2026): 60,00 × 40,79 € = 2.447,40 € brutto
- → Netto deutlich weniger: Einkommensteuer + KV/PV beachten!
Beispiel 3: Teilzeitkraft mit Kindererziehung (30 + 6 Jahre)
- Bruttolohn: 2.500 €/Monat = 30.000 €/Jahr (Teilzeit)
- Entgeltpunkte pro Jahr: 30.000 € ÷ 51.944 € = 0,58 EP
- 30 Beitragsjahre Teilzeit: 30 × 0,58 = 17,40 EP
- Kindererziehungszeit (2 Kinder ab 1992): 2 × 3 Jahre × ~1 EP = +6,00 EP
- Gesamt: 23,40 EP → Monatsrente: 23,40 × 40,79 € = 954,49 € brutto
- → Prüfen Sie den Anspruch auf Grundrente (Aufstockung bei mind. 33 Jahren)
Regelaltersgrenze nach Geburtsjahr
Die Regelaltersgrenze steigt schrittweise auf 67 Jahre an. Wer vor Erreichen in Rente gehen möchte, muss mit Abschlägen rechnen — oder nutzt den Frührente-Rechner, um das genaue Eintrittsalter zu berechnen:
- 1958: 66 Jahre
- 1959: 66 Jahre + 2 Monate
- 1960: 66 Jahre + 4 Monate
- 1961: 66 Jahre + 6 Monate
- 1962: 66 Jahre + 8 Monate
- 1963: 66 Jahre + 10 Monate
- ab 1964: 67 Jahre
Rente mit 63 – Früher in Rente
Mit 45 Beitragsjahren (besonders langjährig Versicherte) können Sie abschlagsfrei früher in Rente gehen. Das Alter steigt schrittweise:
- Jahrgang 1960: Abschlagsfrei ab 64 Jahren + 4 Monate
- Jahrgang 1964+: Abschlagsfrei ab 65 Jahren
Alternativ können Sie mit der Altersteilzeit den Übergang in den Ruhestand gleitend gestalten.
Abschläge bei Frühverrentung
Ohne 45 Beitragsjahre können Sie frühestens mit 63 in Rente, jedoch mit Abschlägen von 0,3 % pro Monat (maximal 14,4 % = 48 Monate). Diese Abzüge gelten lebenslang! Bei einer Rente von 1.500 € brutto bedeutet das z. B. 216 € weniger pro Monat — für den Rest des Lebens.
Gut zu wissen: Sie können Abschläge durch freiwillige Sonderzahlungen an die Deutsche Rentenversicherung ausgleichen (ab 50 Jahren möglich). Das kostet 2026 ca. 9.700 € pro Entgeltpunkt. Ob sich das lohnt, hängt von Ihrer Lebenserwartung und Ihrem persönlichen Steuersatz ab — denn die Beiträge sind als Sonderausgaben voll absetzbar.
Kindererziehungszeiten und Rente
Eltern erhalten für die Erziehung von Kindern Entgeltpunkte gutgeschrieben, als hätten sie ein Durchschnittsgehalt verdient:
- Kinder ab 1992: 3 Jahre = ca. 3 Entgeltpunkte = +122,37 €/Monat Rente
- Kinder vor 1992: 2,5 Jahre = ca. 2,5 Entgeltpunkte (Mütterrente II) = +101,98 €/Monat
Die Kindererziehungszeiten müssen per Formular V0800 beantragt werden! Details zu Mütterrente und Berücksichtigungszeiten finden Sie im Mütterrente-Rechner. Für die Planung der Elternzeit empfehlen wir den Elterngeld-Rechner.
Aktuelle Werte 2026
- Rentenwert (bis 30.06.2026): 40,79 € pro Entgeltpunkt
- Rentenwert (ab 01.07.2026): 42,52 € pro Entgeltpunkt (+4,24 %)
- Durchschnittsentgelt (vorläufig): 51.944 €/Jahr
- Beitragssatz: 18,6 % (je Hälfte AG/AN = 9,3 %)
- Beitragsbemessungsgrenze: 8.450 €/Monat (101.400 €/Jahr)
- Rentenniveau: 48 % (gesetzliche Haltelinie)
- Rentenanpassung 01.07.2026: +4,24 %
Wie sich Beitragssatz und BBG auf Ihr Nettogehalt auswirken, zeigt der Brutto-Netto-Rechner. Die gesamte Lohnsteuer und Sozialabgaben-Berechnung können Sie dort nachvollziehen.
Rentenlücke: So groß ist die Differenz
Die Differenz zwischen Ihrem letzten Nettoeinkommen und der zu erwartenden Rente wird als Rentenlücke bezeichnet. Faustregel: Sie brauchen im Ruhestand ca. 80 % Ihres letzten Nettoeinkommens. Im Rentenlücke-Rechner sehen Sie genau, wie viel Ihnen fehlt — und ob eine Riester-Rente, ein ETF-Sparplan oder freiwillige Beiträge die Lücke schließen können.
5 typische Fehler bei der Rentenplanung
- Bruttorente = Nettorente? Nein! Von der Bruttorente gehen Kranken- und Pflegeversicherung (~12 %) sowie Steuern ab. 2026 sind 86 % der Rente steuerpflichtig — bei Rentenbeginn 2040 sogar 100 %.
- Inflation ignorieren. 1.500 € Rente in 30 Jahren haben bei 2 % Inflation nur noch eine Kaufkraft von ca. 830 € heute. Nutzen Sie den Inflations-Rechner zur Visualisierung.
- Renteninformation für bare Münze nehmen. Die Hochrechnung unterstellt konstantes Gehalt und keine Unterbrechungen — das ist selten realistisch.
- Versicherungskonto nicht prüfen. Fehlende Ausbildungszeiten, Kindererziehung oder Pflege können nachträglich eingetragen werden und erhöhen die Rente.
- Nur auf die gesetzliche Rente verlassen. Das Rentenniveau von 48 % bedeutet: Ein Durchschnittsverdiener erhält nach 45 Jahren nur knapp die Hälfte seines letzten Bruttos. Berechnen Sie Ihre Rentenlücke!
Sonderfälle in der Rentenberechnung
🔹 Rente und Hinzuverdienst
Seit 2023 gibt es bei der Altersrente ab Regelaltersgrenze keine Hinzuverdienstgrenze mehr — Sie dürfen unbegrenzt dazuverdienen. Bei vorgezogener Altersrente gilt seit 2023 ebenfalls keine starre Grenze mehr: Einkünfte werden individuell angerechnet. Die Versteuerung des Hinzuverdienstes berechnen Sie mit dem Einkommensteuer-Rechner.
🔹 Erwerbsminderungsrente
Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, hat Anspruch auf volle oder teilweise Erwerbsminderungsrente. Seit 2024 wird die Zurechnungszeit bis zum vollendeten 67. Lebensjahr berechnet, was die Rente erhöht.
🔹 Grundrente bei niedrigem Einkommen
Wer mindestens 33 Jahre Grundrentenzeiten hat, aber unterdurchschnittlich verdient hat (max. 80 % des Durchschnittsentgelts), kann den Grundrentenzuschlag erhalten. Das sind bis zu 0,5 Entgeltpunkte pro Jahr Aufstockung. Details im Grundrente-Rechner.
🔹 Minijob und Rente
Auch Minijobber sammeln Entgeltpunkte — allerdings sehr wenige: Bei 538 € monatlich nur ca. 0,12 EP/Jahr. Die Beitragszeit zählt aber für die Wartezeit (z. B. für die Altersrente nach 35 Jahren). Der Eigenanteil beträgt 3,6 % (19,36 €/Monat).
🔹 Witwenrente und Hinterbliebene
Im Todesfall des Partners besteht Anspruch auf Witwenrente: Große Witwenrente = 55 % der Rente des Verstorbenen (bei Eheschließung nach 2001), kleine Witwenrente = 25 %. Eigenes Einkommen wird teilweise angerechnet.
Rentenerhöhung 2026: +4,24 % ab Juli
Zum 1. Juli 2026 steigen die Renten bundesweit um 4,24 %. Der aktuelle Rentenwert erhöht sich von 40,79 € auf 42,52 €. Für die rund 21 Millionen Rentner bedeutet das pro 1.000 € Rente eine Erhöhung um 42,40 €. Die Anpassung ist eine Folge der positiven Lohnentwicklung 2025. Seit 2024 gibt es keine Unterscheidung mehr zwischen Ost und West.
Renteninformation verstehen
Ab 27 Jahren (mit 5 Beitragsjahren) erhalten Sie jährlich eine Renteninformation per Post. Ab 55 Jahren wird sie alle drei Jahre durch die ausführlichere Rentenauskunft ersetzt. Wichtig: Die Hochrechnung in der Renteninformation unterstellt ein konstantes Gehalt bis zur Rente — die Realität sieht oft anders aus.
Tipp: Fordern Sie eine Kontenklärung an, um fehlende Zeiten (Ausbildung, Studium, Kindererziehung, Pflege, Wehr-/Zivildienst) nachtragen zu lassen. Das erhöht Ihre spätere Rente und kostet nichts!
Was bedeutet das für dich?
- 📊 Unter 40? Sie haben noch Zeit — aber fangen Sie jetzt an! Jedes Jahr Beitragszeit zählt. Prüfen Sie, ob ein ETF-Sparplan als Ergänzung sinnvoll ist.
- 📊 40–55? Lassen Sie eine Kontenklärung machen und berechnen Sie Ihre Rentenlücke. Prüfen Sie Riester oder freiwillige Beiträge als Steueroptimierung.
- 📊 Über 55? Nutzen Sie den Frührente-Rechner, um den optimalen Zeitpunkt zu finden. Prüfen Sie Ausgleichszahlungen zur Vermeidung von Abschlägen.
- 📊 Teilzeit oder Minijob? Ihre Rente wird niedriger als gedacht! Nutzen Sie den Midijob-Rechner, um die Auswirkungen auf die Sozialversicherung zu sehen.
❓ Häufig gestellte Fragen zur Rente
Wie genau ist der Renten-Rechner?
Wann kann ich in Rente gehen?
Zählen die letzten Jahre vor der Rente mehr?
Kann ich Rentenpunkte kaufen?
Was bringt die Rentenerhöhung 2026?
Wie wird die Rente versteuert?
Was ist das Rentenniveau von 48 %?
Was bringen Kindererziehungszeiten für die Rente?
🏛️ Zuständige Behörden & Hilfe
Deutsche Rentenversicherung
Kostenlose Hotline: 0800 1000 4800
Online: deutsche-rentenversicherung.de
Nutzen Sie die kostenlose Rentenberatung in Ihrer Nähe!
Versicherungskonto klären
Überprüfen Sie regelmäßig Ihr Versicherungskonto auf Vollständigkeit. Fehlende Zeiten (Ausbildung, Studium, Kindererziehung, Pflege, Wehr-/Zivildienst) können nachgetragen werden – das erhöht Ihre spätere Rente! Den Antrag stellen Sie kostenlos über Formular V0100 bei der DRV.