Rentenlücke-Rechner 2026
Versorgungslücke berechnen & schließen
Deine Daten
Für Lebenserwartung: Männer Ø 82 J., Frauen Ø 85 J.
💡 Finden Sie Ihre Werte im jährlichen Rentenbescheid oder nutzen Sie unseren Rentenrechner
Faustregel: 70-80% reichen meist, da Kosten wie Pendeln oder Sparen wegfallen
⚠️ Deine monatliche Rentenlücke
💡 So schließt du die Lücke
| Strategie | Kapital nötig | Sparrate/Monat |
|---|---|---|
| Kapitalverzehr (15 J.) | 269.970 € | 285 € |
| Ewige Rente | 753.816 € | 795 € |
📊 Deine Rentensituation
Dein Zeitplan
ℹ️ Was ist die Rentenlücke?
- •Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen deinem Bedarf im Alter und der gesetzlichen Rente
- •Das aktuelle Rentenniveau liegt bei ca. 48% des Durchschnittslohns (Standardrente nach 45 Jahren)
- •Experten empfehlen 70-80% des letzten Nettos als Bedarf im Alter
- •Die Lücke lässt sich durch private Vorsorge schließen: ETF-Sparplan, Riester, bAV, Immobilien
🎯 So kannst du vorsorgen
⚠️ Wichtige Hinweise
- •Die Berechnung ist eine vereinfachte Schätzung – die tatsächliche Situation kann abweichen
- •Inflation & Rendite können stark schwanken – planen Sie konservativ
- •Die Lebenserwartung ist ein Durchschnitt – individuelle Gesundheit berücksichtigen
- •Keine Anlageberatung – für individuelle Planung einen Finanzberater konsultieren
- •Steuern auf Kapitalerträge und ggf. Rentenbesteuerung sind nicht berücksichtigt
📞 Wichtige Anlaufstellen
📚 Quellen & Rechtliche Grundlagen
- Deutsche Rentenversicherung – Rentenberechnung
- Statistisches Bundesamt – Lebenserwartung
- BMAS – Rente und Altersvorsorge
- Stiftung Warentest – Rentenpunkte berechnen
Stand: Januar 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Anlageberatung – Ergebnisse dienen nur der Orientierung.
Rentenlücke 2026: Alles was Sie wissen müssen
Die Rentenlücke (auch Versorgungslücke) ist der Unterschied zwischen Ihrem finanziellen Bedarf im Ruhestand und der Höhe Ihrer gesetzlichen Rente. Mit unserem Rentenlücke-Rechner können Sie schnell ermitteln, wie viel Sie zusätzlich für das Alter ansparen müssen — unter Berücksichtigung von Inflation, Rendite und der aktuellen Rentenbesteuerung.
Was ist die Rentenlücke?
Die Rentenlücke entsteht, weil die gesetzliche Rente in den meisten Fällen nicht ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. Das Rentenniveau liegt 2026 bei etwa 48 % des Durchschnittslohns — durch das Rentenpaket 2025 bis 2031 bei mindestens 48 % festgeschrieben (Haltelinie):
- Rentenniveau 2026: ca. 48 % des Durchschnittsentgelts (Standardrente nach 45 Beitragsjahren)
- Bedarf im Alter: Experten empfehlen 70–80 % des letzten Nettoeinkommens
- Die Differenz: Muss durch Riester, betriebliche Altersvorsorge, ETF-Sparpläne oder andere Vorsorge geschlossen werden
Warum 80 % des Nettos als Richtwert?
Im Ruhestand fallen einige Kosten weg, andere kommen hinzu. Der Nettolohn im Berufsleben ist dabei die Referenz:
- Wegfallende Kosten: Pendlerpauschale/Fahrtkosten, Berufskleidung, Sparraten, ggf. Kredittilgung
- Gleichbleibend: Miete/Nebenkosten, Ernährung, Versicherungen, Freizeit
- Steigend: Gesundheitskosten, Pflege, mehr Freizeit (Reisen, Hobbys)
Daher gilt: 70–80 % des letzten Nettoeinkommens reichen meist aus. Bei hohen Mietkosten oder pflegebedürftigen Angehörigen kann mehr nötig sein.
Wie berechnet man die Rentenlücke?
Schritt 1: Bedarf ermitteln
Monatlicher Bedarf = Aktuelles Nettoeinkommen × 80 %
Beispiel: 3.000 € Netto × 80 % = 2.400 € Bedarf
Schritt 2: Gesetzliche Rente schätzen
Laut Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung (kommt jährlich per Post) oder
mit unserem Rentenrechner.
Berücksichtigen Sie auch die Rentensteuer und
Krankenversicherungsbeiträge im Alter.
Beispiel: 1.400 € gesetzliche Rente (netto nach Steuern/KV)
Schritt 3: Lücke berechnen
Rentenlücke = Bedarf − Gesetzliche Rente
Beispiel: 2.400 € − 1.400 € = 1.000 € monatliche Lücke
Kapitalverzehr vs. Ewige Rente
Es gibt zwei Strategien, um die Rentenlücke zu schließen — die Wahl hängt von Ihrer Lebenserwartung und Risikobereitschaft ab:
- Kapitalverzehr: Das angesparte Kapital wird über die Rentendauer komplett aufgebraucht (inkl. Zinsen). Vorteil: Weniger Kapital nötig. Risiko: Was, wenn man länger lebt als geplant (Langlebigkeitsrisiko)?
- Ewige Rente: Nur die Zinsen werden entnommen, das Kapital bleibt erhalten. Vorteil: Sicherheit, Vererbung möglich. Nachteil: Deutlich mehr Kapital erforderlich.
3 Beispielrechnungen: Rentenlücke in der Praxis
Beispiel 1: Angestellte, 30 Jahre, 3.200 € netto
- Bedarf im Alter: 3.200 € × 80 % = 2.560 €
- Voraussichtliche Rente (netto): ca. 1.500 €
- Rentenlücke: 1.060 €/Monat
- Benötigtes Kapital (Kapitalverzehr, 20 J., 3 % Rendite): ca. 190.000 €
- Sparrate bei 6 % Rendite über 37 J.: ca. 115 €/Monat
- 💡 Früher Start = niedriger Sparbetrag dank Zinseszins
Beispiel 2: Teilzeit-Mutter, 42 Jahre, 1.800 € netto
- Bedarf im Alter: 1.800 € × 80 % = 1.440 €
- Voraussichtliche Rente (netto): ca. 750 € (durch Teilzeit + Kindererziehungszeiten)
- Rentenlücke: 690 €/Monat
- Benötigtes Kapital (Kapitalverzehr, 18 J., 3 % Rendite): ca. 113.000 €
- Sparrate bei 6 % Rendite über 25 J.: ca. 160 €/Monat
- 💡 Riester nutzen: Kinderzulage 300 €/Kind/Jahr + Steuerersparnis via Einkommensteuer
Beispiel 3: Gutverdiener, 50 Jahre, 5.500 € netto
- Bedarf im Alter: 5.500 € × 75 % = 4.125 €
- Voraussichtliche Rente (netto): ca. 2.100 € (Beitragsbemessungsgrenze begrenzt Ansprüche)
- Rentenlücke: 2.025 €/Monat
- Benötigtes Kapital (ewige Rente, 3,5 % Entnahme): ca. 694.000 €
- Sparrate bei 6 % Rendite über 17 J.: ca. 1.900 €/Monat
- 💡 bAV + Rürup-Rente nutzen (bis 30.826 €/Jahr absetzbar 2026), Kapitalertragsteuer beachten
Inflation: Der stille Kaufkraft-Killer
Bei 2 % Inflation verliert Geld über 30 Jahre etwa 45 % seiner Kaufkraft. Was heute 1.000 € wert ist, entspricht in 30 Jahren nur noch ~550 €. Nutzen Sie den Inflationsrechner, um den Kaufkraftverlust für Ihren Zeitraum zu berechnen:
- Die Rentenlücke wird in heutiger Kaufkraft dargestellt
- Das benötigte Kapital ist bereits inflationsbereinigt
- Ihre Sparrate muss die Inflation übersteigen — deshalb ist ein ETF-Sparplan oft sinnvoller als das Sparbuch
Private Vorsorge: Die 3 Säulen der Altersvorsorge
Das deutsche Altersvorsorgesystem basiert auf drei Säulen:
- 1. Säule (Gesetzliche Rente): Pflichtversicherung für Arbeitnehmer. Beitragssatz 18,6 % vom Bruttolohn (je 50 % AG/AN). Beitragsbemessungsgrenze 2026: 8.450 €/Monat (101.400 €/Jahr).
- 2. Säule (Betriebliche Altersvorsorge): Über den Arbeitgeber, oft mit 15 % AG-Zuschuss. Entgeltumwandlung spart Lohnsteuer und Soli.
- 3. Säule (Private Vorsorge): ETF-Sparpläne, Riester, Rürup (Basisrente), private Rentenversicherung, Immobilien.
Neuerungen 2026 & 2027: Was sich ändert
- Aktiv-Rente 2026: Seit Januar 2026 können Ruheständler, die über die Regelaltersgrenze hinaus arbeiten, bis zu 2.000 €/Monat steuerfrei hinzuverdienen — das reduziert die effektive Rentenlücke.
- Haltelinie 48 %: Das Rentenpaket 2025 garantiert das Rentenniveau bei mindestens 48 % bis 2031.
- Rürup-Höchstbetrag 2026: Bis zu 30.826 € (Ehepaare: 61.652 €) absetzbar via Einkommensteuererklärung.
- Altersvorsorgedepot ab 2027: Gefördertes ETF-Sparen für den Ruhestand — staatlich bezuschusst, ohne Garantie-Pflicht. Könnte die Riester-Rente langfristig ablösen.
- Beitragsbemessungsgrenze: Gestiegen auf 8.450 €/Monat — höhere Beiträge, aber auch höhere maximale Entgeltpunkte.
⚠️ 5 typische Fehler bei der Rentenlücke
❌ Fehler 1: Inflation ignorieren. Wer nur die nominale Lücke berechnet, unterschätzt den realen Bedarf massiv. Bei 2 % Inflation sind 1.000 € in 30 Jahren nur noch 550 € wert. Nutzen Sie den Inflationsrechner.
❌ Fehler 2: Steuern und KV-Beiträge im Alter vergessen. Renten sind steuerpflichtig (Besteuerungsanteil 2026: 86 %) und es fallen KV/PV-Beiträge an. Die Bruttorente ≠ Nettorente!
❌ Fehler 3: Nur die gesetzliche Rente zählen. Betriebsrenten, Riester, Dividenden, Mieteinnahmen — alle Einkünfte im Alter zählen. Bilanzieren Sie alle Säulen.
❌ Fehler 4: Zu spät anfangen. Wer mit 25 startet, braucht dank Zinseszinseffekt nur halb so viel monatlich wie jemand, der mit 40 beginnt.
❌ Fehler 5: Langlebigkeitsrisiko unterschätzen. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt. Planen Sie mit 90+ Jahren statt nur bis 82 — oder wählen Sie die ewige Rente.
🔍 5 Sonderfälle bei der Rentenlücke
🔹 Selbstständige & Freiberufler: Keine Pflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung — die Rentenlücke kann 100 % des Bedarfs betragen. Rürup-Rente (Basisrente) besonders sinnvoll: bis zu 30.826 €/Jahr steuerlich absetzbar. Zusätzlich: ETF-Sparplan und/oder Immobilien.
🔹 Teilzeit + Kindererziehung: Reduzierte Teilzeit-Arbeit senkt die Entgeltpunkte und vergrößert die Lücke erheblich. Immerhin: 3 Jahre Kindererziehungszeit pro Kind (Mütterrente) bringen je ca. 1 Entgeltpunkt. Riester mit Kinderzulage (300 €/Kind/Jahr) ist hier besonders lohnend.
🔹 Frührentner (Rente mit 63): Pro Monat vorgezogenem Rentenbeginn 0,3 % Abzug — bei 4 Jahren Frühverrentung sind das 14,4 % weniger Rente, lebenslang. Nutzen Sie den Frührentenrechner und planen Sie einen deutlich höheren Kapitalpuffer ein.
🔹 Erwerbsminderung: Bei einer Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) liegen die Zahlungen oft bei nur 30–40 % des letzten Bruttos. Die Versorgungslücke ist hier besonders groß — eine BU-Versicherung ist essentiell.
🔹 Scheidung & Versorgungsausgleich: Bei einer Scheidung werden die Rentenanwartschaften hälftig geteilt. Das kann die eigene Rente empfindlich kürzen. Betroffene sollten die neue Lücke nach der Scheidung sofort neu berechnen und ggf. freiwillige Nachzahlungen (§ 187 SGB VI) prüfen.
ETF-Sparplan als Vorsorge
Ein ETF-Sparplan ist eine der effektivsten Methoden, um die Rentenlücke zu schließen:
- Historische Rendite: MSCI World ca. 7 % p.a. (langfristig, vor Inflation)
- Niedrige Kosten: TER meist unter 0,2 %
- Flexibilität: Jederzeit anpassbar oder kündbar
- Zinseszinseffekt: Exponentielles Wachstum über Jahrzehnte
- Steuerfreibetrag: 1.000 € Sparerpauschbetrag pro Person (2.000 € bei Ehepaaren)
Ab 2027 soll das Altersvorsorgedepot ETF-Sparen staatlich fördern — als Nachfolger der Riester-Rente.
💡 Was bedeutet das für Sie?
Unter 30? Sie haben den größten Hebel: schon 100–150 €/Monat in einen ETF-Sparplan reichen bei 37 Jahren oft aus, um eine 1.000 €-Lücke zu schließen. Starten Sie jetzt.
30–45? Prüfen Sie Ihre Renteninformation und nutzen Sie alle Säulen: bAV (AG-Zuschuss mitnehmen), Riester/Rürup, und einen privaten ETF-Sparplan. Die Sparrate muss jetzt höher sein.
45–55? Letzte Phase für signifikanten Vermögensaufbau. Nutzen Sie den Rürup-Höchstbetrag (30.826 €/Jahr) und maximieren Sie die Entgeltumwandlung. Prüfen Sie, ob Frühverrentung realistisch ist.
Über 55? Fokus auf Konsolidierung: sichere Anlagen, Steueroptimierung, Wohngeld prüfen, ggf. Grundrente sichern. Aktiv-Rente 2026 nutzen (bis 2.000 €/Monat steuerfrei).
Häufige Fragen (FAQ)
Wie hoch wird meine gesetzliche Rente sein? ▼
Die Deutsche Rentenversicherung schickt jährlich eine Renteninformation. Dort steht Ihre hochgerechnete Rente. Alternativ nutzen Sie unseren Rentenrechner. Beachten Sie: Die dort genannten Beträge sind brutto — Steuern und KV-Beiträge müssen noch abgezogen werden.
Ist die Rentenlücke bei Beamten gleich? ▼
Nein. Beamte erhalten eine Pension von bis zu 71,75 % des letzten Gehalts (nach 40 Dienstjahren). Die Rentenlücke ist daher meist deutlich geringer oder nicht vorhanden — allerdings werden Pensionen voll besteuert.
Was, wenn ich länger lebe als erwartet? ▼
Das ist das Langlebigkeitsrisiko. Die Lebenserwartung steigt stetig. Lösungen: Ewige Rente wählen, mindestens bis Alter 90+ planen, oder eine private Rentenversicherung mit lebenslanger Zahlung abschließen.
Ab wann sollte ich mit der Vorsorge beginnen? ▼
Je früher, desto besser! Dank Zinseszinseffekt ist früh angelegtes Geld deutlich wertvoller. Wer mit 25 anfängt, braucht nur halb so viel monatlich wie jemand, der mit 40 startet — bei gleichem Zielkapital.
Wie sicher ist die gesetzliche Rente? ▼
Die gesetzliche Rente ist politisch garantiert. Das Rentenpaket 2025 schreibt das Rentenniveau bei mindestens 48 % bis 2031 fest (Haltelinie). Allerdings: Der demografische Wandel setzt das System unter Druck. Sich allein auf die 1. Säule zu verlassen ist riskant.
Wie schließe ich die Rentenlücke als Selbstständiger? ▼
Selbstständige haben meist keine oder nur geringe gesetzliche Rentenansprüche. Empfehlung: Rürup-Rente (bis 30.826 € absetzbar), ETF-Sparplan, Immobilien als 3. Säule. Prüfen Sie auch die freiwillige Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung (§ 7 SGB VI) — sinnvoll ab ca. 2.500 €/Jahr.
Was ist das Altersvorsorgedepot ab 2027? ▼
Ab 2027 plant die Bundesregierung ein Altersvorsorgedepot als Nachfolger der Riester-Rente. Kernidee: Gefördertes ETF-Sparen ohne Kapitalgarantie-Pflicht (was höhere Renditen ermöglicht). Staatliche Zulagen und Steuervorteile sind geplant.
Wie wirkt sich eine Scheidung auf die Rentenlücke aus? ▼
Beim Versorgungsausgleich werden die in der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften hälftig geteilt. Wer mehr eingezahlt hat, gibt ab. Dadurch kann sich die Rentenlücke nach der Scheidung erheblich vergrößern. Betroffene sollten sofort die neue Lücke berechnen und ggf. freiwillige Nachzahlungen (§ 187 SGB VI) prüfen.